Bahn, Bus und Fahrrad

Die ideale Kombination als Antwort auf schlechte Luft

Sie wollen mehr über Innovationen in der Mobilitätsbranche wissen? Lesen Sie dazu unser Special "Zukunft der Mobilität" in der  Ausgabe 4/2017 von forum Nachhaltig Wirtschaften.
Die dritte Auflage des „Dieselgipfels" gestern hat es gezeigt: die Automobilindustrie ist nicht bereit, einen spürbaren Anteil an der Umstellung auf umweltfreundlichere Antriebstechologien zu leisten. Bedauerlich ist, dass sie in dieser Haltung durch die Bundesregierung gestärkt wird.
 
Für den DBV ist die Kombination aus Bahn, Bus und Fahrrad eine der Antworten auf die Frage, wie kurzfristig in den Städten die Luftqualität verbessert werden kann. Wer sein Fahrrad in Bahn und Bus ohne Probleme mitnehmen kann, der hat einen Grund weniger sein Auto zu nutzen. Wenn dann auch noch Straßenbahnen und Busse zuverlässiger fahren, braucht es weniger Fahrzeugreserven für Verspätungen.
 
Wenn Straßenbahnen und Busse zuverlässiger fahren, braucht es weniger Fahrzeugreserven für Verspätungen © jebisa, pixabayDie Beschleunigung führt dazu, dass für die gleiche Strecke und den gleichen Takt weniger Fahrzeuge benötigt werden. Deshalb müssen nach Meinung des DBV in den kommenden Monaten Maßnahmen im Vordergrund stehen, die kurzfristig Verbesserungen bringen.
 
Insbesondere die Beschleunigung von Bahn und Bus im Straßenraum kostet wenig und kann schnell zu Einsparungen führen.
 
 
  1. Ausbau von Busspuren und konsequente Überwachung.Ausbau von Vorrangschaltungen für Bahnen und Busse insbesondere an Kreuzungen und staugefährdeten Stellen.
  2. Ausweisung von Halteverboten an allen Haltestellen, damit sie zügig angefahren und wieder verlassen werden können.
  3. Anschaffung von Anhängern für den Fahrradtransport in ländlichen Regionen.
  4. An nachfragestarken Umsteigepunkten Einrichtung von personalbetreuten Abstellanlagen für Fahrräder.
  5. Freigabe der Fahrradmitnahme in Überlandbussen.
  6. Attraktive Preise für Kombifahrscheine für die Fahrradmitnahme.
  7. Überprüfung und Vereinfachung der Fördermöglichkeiten für Straßenbahnen und deren Infrastruktur.
  8. Deutliche Erhöhung der Fahrrad-Mitnahmekapazitäten in den Großstädten im Rahmen von Neuausschreibungen von Verkehren.
  9. Bei Großveranstaltungen müssen auch An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Eintrittspreis automatisch eingepreist sein, wenn für die Verkehrsunternehmen ein Mehraufwand entsteht.
Über den Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV):
Der DBV ist Dachverband von derzeit 68 Organisationen in den mehr als 10.000 Einzelmitglieder organisiert sind. Als „Lobby der Bahnkunden" versteht sich der Deutsche Bahnkunden-Verband. Dabei vertritt der eingetragene und als gemeinnützig anerkannte Verein die Interessen von Kunden im Nah- und Fernverkehr und im Güterverkehr. Parteipolitisch neutral und unabhängig beschäftigen sich die ehrenamtlichen DBV-Mitglieder mit Themen wie Mobilität auf der Schiene, Infrastruktur, Finanzierung und barrierefreies Reisen. Eines der Ziele des Verbraucherschutzvereins ist die Verbesserung des Kundenservices. Spenden und Beiträge sind steuerlich absetzbar.
Der Bundesverband ist Mitglied im Europäischen Fahrgastverband EPF, der Allianz pro Schiene und der Klima-Allianz.

Kontakt: Deutscher Bahnkunden-Verband e. V. | bahnkunden@bahnkunden.de| www.bahnkunden.de


Technik | Mobilität & Transport, 29.11.2017
     
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