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Technik | Energie, 21.11.2017

40 Prozent der Ökostromangebote tragen kein Gütesiegel

Forderung nach mehr Qualität im Ökostrommarkt - Zertifizierung von Produkten und Anbietern

Der Strommarkt ist seit einigen Jahrzehnten bereits liberalisiert und die Anzahl der Ökostromangebote steigt. Allerdings bedeutet das nicht automatisch etwas Gutes. So ist nach einer Analyse des Ökoenergieversorgers Polarstern die Zahl der Ökostromtarife mit Gütesiegel verglichen zum Vorjahr um rund 10 Prozent gesunken. Und die Angebote mit einem der renommierten Ökostrom-Siegel, dem Grüner Strom Label und dem ok power Label, sind weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Nur rund 13 Prozent der Ökostromangebote tragen ein solches Zertifikat. Für Florian Henle, Mitgründer und Geschäftsführer des Ökoenergieversorgers Polarstern, wächst der Markt damit an der falschen Stelle.
 
Verbrauchern mehr und bessere Orientierung geben
© Polarstern
Ökostrom ist kein geschützter Begriff. Doch das wissen die wenigsten. Unterschiede in der Qualität sind meist unbekannt. Florian Henle sieht es als Aufgabe der Anbieter, hier mehr Aufklärungsarbeit zu leisten und transparent Auskunft über ihre Energiequellen zu geben. Mit dem Ziel, den Verbrauchern mehr Orientierung zu geben, sieht er auch die Vielzahl an Siegeln im Strommarkt kritisch. "Ein Verbraucher kann sich ihre Unterschiede gar nicht merken. Zumal diverse Tests wie zuletzt vom renommierten Magazin ÖkoTest hinzukommen." Und selbst diverse Anbieter zu vergleichen, sei vielen zu aufwändig. Das Interesse an Ökostrom und seinen Qualitätskennzeichen zu steigern ist für Florian Henle daher auch eine Aufgabe der Anbieter. Sie müssten anhand von Anwendungsbeispielen, Kraftwerksbeschreibungen und über persönliche Geschichten die Energieerzeugung greifbarer machen.
 
Nachhaltige Produkt- und Unternehmenskriterien
Hochwertige Produktsiegel im Ökostrommarkt gibt es mit dem Grüner Strom Label und dem ok power Label bereits. Was fehlt ist ein umfassendes Siegel, bei dem auch verschiedene Kriterien des Ökostromanbieters berücksichtigt werden. Erste Ansätze sind zwar bei den zwei genannten Labeln erkennbar, u. a. wird von ihnen kein Stromprodukt zertifiziert, das von einem Anbieter stammt, der Atom- und Kohlekraftwerke besitzt oder daran beteiligt ist. Aber es gibt noch viele weitere Kriterien, um die CO2-Emissionen wirkungsvoll zu reduzieren, die direkt und indirekt vom Energieversorger verursacht werden.
 
Allgemein bei Produkten auch diejenigen CO2-Emissionen einzupreisen, die in der Erzeugung verursacht werden, dafür sprechen sich immer mehr Energieexperten, Wissenschaftler und Politiker aus.[1] „Nur, wenn die Siegel Kriterien beinhalten, die über das einzelne Produkt hinausgehen, wird Feigenblättern im Ökostrommarkt vorgebeugt und wirkungsvoll die Energiewende vorangetrieben", sagt Florian Henle. Polarstern beispielsweise setzt auf die Gemeinwohlzertifizierung. „Die Gemeinwohlbilanz misst unternehmerischen Erfolg anhand des Beitrages zum Gemeinwohl. Dabei haben ökologische, ökonomische und soziale Aspekte den gleichen Stellenwert." Ein gesunder Dreiklang der unterstreicht: Profit ist, wenn alle profitieren.
 

Über Polarstern
Der Energieversorger Polarstern zeigt mit richtungsweisenden Energieprodukten den Weg in die gemeinsame Energiezukunft. Dazu bieten die Geschäftsführer Florian Henle und Simon Stadler zusammen mit ihrem Team Wirklich Ökostrom und Wirklich Ökogas aus jeweils 100 Prozent erneuerbaren Energien an, genauso wie weltweit Lösungen zur dezentralen Energieversorgung. Mit Energie die Welt verändern, das treibt sie an und lässt sie seit Sommer 2011 immer wieder Impulse im Markt setzen; ob als erster Energieversorger mit Ökogas aus komplett organischen Reststoffen, mit ersten flexiblen dezentralen Stromprodukten für Eigenheimbesitzer und Mehrparteiengebäude (Mieterstrom) oder ihrem konsequent nachhaltigen Wirtschaften. 2016 hat Polarstern als erster Energieversorger eine Gemeinwohlbilanz erstellt. Weil's allen wirklich wichtig ist.
Zertifiziert sind Wirklich Ökostrom und Wirklich Ökogas von Polarstern durch den TÜV Nord und das Grüner Strom Label; empfohlen u. a. von der Verbraucherplattform EcoTopTen des Öko-Instituts und der Umweltorganisation Robin Wood. Das Magazin ÖkoTest benotet Polarsterns Ökostrom 2017 zum fünften Mal in Folge mit "sehr gut". Auch die Kunden sind wirklich zufrieden und beurteilen Polarstern beim Kundenbewertungsportal ekomi als den kundenfreundlichsten Energieversorger in Deutschland. Mehr über Polarstern und das Team gibt's
hier.
 
Kontakt: Anna Zipse, Polarstern GmbH | presse@polarstern-energie.de | www.polarstern-energie.de
 


     
        
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