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Technik | Energie, 05.09.2017

DNV GL: Eine CO2 arme, elektrifizierte Welt bis 2050 ist möglich

Energy Transition Outlook zeigt Auswirkungen der Energiewende auf Strom und Erneuerbare Energien

  • Der Branchenbericht Energy Transition Outlook: Renewables, Power and Energy Use zeigt die weltweiten Auswirkungen der Energiewende auf die Bereiche Strom und erneuerbare Energien
  • Bis 2050 wird ein Anstieg des Stromverbrauchs um 140 % erwartet, wobei  85 % des weltweiten Stroms aus erneuerbaren Quellen stammt
  • Ergebnisse genügen nicht, um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen, DNV GL beschreibt Schlüsselmaßnahmen zur Transformation der Energiesysteme
  • Um das Ziel einer kohlenstoffarmen Welt zu erreichen, gibt es nicht eine Lösung. © skeeze, pixabayDNV GL hat heute seinen ersten Energy Transition Outlook: Renewables, Power and Energy Use veröffentlicht. Der Bericht über die Auswirkungen der globalen Energiewende auf den Energiemarkt gehört zur neuen Reihe von Veröffentlichungen zum Energiewende-Ausblick von DNV GL. Der Bericht befasst sich mit dem weltweiten Energiebedarf und der Energieversorgung und fasst die Auswirkungen für die Bereiche Strom und erneuerbare Energien sowie für große industrielle Energieverbraucher zusammen.

    Gemäß der Modellierung des weltweiten Energiesystems durch DNV GL liegt eine Ära vor uns, in der saubere Energie im Überfluss vorhanden ist. Zu den wichtigsten Ergebnissen des Berichts über den Prognosezeitraum bis 2050 weltweit gehören:
    • Anstieg des Stromverbrauchs um 140 % bis 2050 – damit wird Strom der Hauptenergieträger, gefolgt von Gas. Weitere Energieträger, z. B. Kohle, gehen deutlich zurück, während der Öl- und Gasverbrauch nur leicht ansteigen.
    • 85 % der weltweiten Stromerzeugung stammen 2050 aus erneuerbaren Quellen – Photovoltaik liefert 2050 gut ein Drittel des weltweiten Stroms, gefolgt von Onshore-Wind, Wasserkraft und Offshore-Wind, und zwar in dieser Reihenfolge.
    Trotz dieses optimistischen Ausblicks sind wir dem Bericht zufolge derzeit nicht auf dem richtigen Weg, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen.

    DNV GL prognostiziert, dass die Menschheit das CO2-Limit von 2 °C (die Obergrenze für den CO2-Ausstoß, ohne dass ein gefährlicher Klimawandel ausgelöst wird) bereits 2041 erreicht. Damit zeichnet sich eine globale Erwärmung von 2,5 °C gegenüber vorindustriellen Werten bis zum Ende des Jahrhunderts ab, was wahrscheinlich eine gefährliche Veränderung des Klimas zur Folge hat.

    Elektrifizierung des weltweiten Energiesystems ist eine Maßnahme um die weltweite Dekarbonisierung voranzutreiben, dies beinhaltet den rapiden Anstieg von Elektrofahrzeugen. DNV GL prognostiziert, dass Elektrofahrzeuge 2022 die Kostenparität mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor erreichen und im Jahr 2033 wird es sich bei der Hälfte der weltweit verkauften neuen PKW und leichten Nutzfahrzeuge um Elektrofahrzeuge handeln.

    „Unser Bericht zeigt, dass die Energiebranche über das Know-how verfügt um das CO2-Budget der Welt intelligenter zu verwalten", so Ditlev Engel, CEO DNV GL – Energy. „Bis 2050 wächst der Anteil des Stroms am Energiebedarf von 18 % auf 40 %, doch dieser Wandel erfolgt nicht schnell genug. Die Beschleunigung der Dekarbonisierung bei Wärme und Verkehr ist eine wichtige Maßnahme, um die globale Erwärmung zu bremsen. Tatsächlich sollten alle Branchen die Dekarbonisierung ihrer Geschäftstätigkeit mit Nachdruck vorantreiben. Doch die Klimaveränderung ist nicht nur eine technische, sondern auch eine politische Herausforderung. Wir fordern alle Akteure auf, der Dekarbonisierung ihrer Geschäftstätigkeit Nachdruck zu verleihen."

    Um das Ziel einer kohlenstoffarmen Welt zu erreichen, gibt es nicht eine Lösung. Vielmehr muss sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene eine Vielzahl erreichbarer Maßnahmen ergriffen werden, wobei eine enge Zusammenarbeit innerhalb des Energiesektors und auch branchenübergreifend erforderlich ist:

    Maßnahme 1: umfangreichere, frühere Umstellung auf erneuerbare Energien
    • Unterstützung des Ausbaus von Offshore-Windparks
    • Verbesserung der Datenanalysen zur Optimierung der Leistungen von Wind- und Solarenergie, von Stromnetzen und beim Energieverbrauch
    • Investition in Cybersicherheit zur Sicherstellung robuster Stromversorgung
    • Flexibilität, Ausgleich und kostengünstige Integrationslösungen
    • Optimierung von Netzen für den Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien
    Maßnahme 2: umfangreichere, frühere Elektrifizierung von Wärme und Verkehr
    • Verstärktes Vorantreiben der Dekarbonisierung von Wärme
    • Breitere Umstellung auf Elektrofahrzeuge, die zur Energieeinsparung und Emissionsverringerung beitragen
    Maßnahme 3: stärkere Verbesserungen der Energieeffizienz
    • Investitionen in strategisches Energiemanagement
    Maßnahme 4: Änderung persönlicher Verhaltensweisen
    • Steigerung der öffentlichen Akzeptanz, um das Verbraucherverhalten zu beeinflussen
    • Verfügbarkeit von Subventionen
    Der ETO von DNV GL wurde von einem kompetenten Forschungsteam erstellt, das von Hunderten von Energieexperten innerhalb und außerhalb des Unternehmens Informationen erhielt.

    Der Bericht liefert allen maßgeblichen Branchen eine Vielzahl sachlicher Argumente, um Strategien anzupassen und kühne, evidenzbasierte Entscheidungen zur Transformation der Energiesysteme zu treffen.

    Der vollständige Bericht steht ab sofort hier zum Download zur Verfügung.

    Kontakt: Mona Ghobadi, DNV GL | mona.ghobadi@dnvgl.com | www.eto.dnvgl.com


         
            
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