Garten-PV - Stromkosten um fast 80 Prozent gesenkt!

Satte Menschen statt satte Gewinne!

NGOs kritisieren Politik der G20

Die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland beteiligt sich mit zwei Workshops am „Gipfel für globale Solidarität" in Hamburg, mit dem ein breites Bündnis sozialer Bewegungen und Nichtregierungsorganisationen am 5. und 6. Juli einen Gegenpol zum G20-Gipfel setzen wird. FIAN kritisiert die von den G20-Staaten vertretene Politik des Vorrangs wirtschaftlicher Interessen gegenüber einer wirksamen Menschenrechtspolitik.
 
„Das Menschenrecht auf Nahrung wird zunehmend durch Landgrabbing und Beschränkungen des Zugangs zu Saatgut verletzt. Die G20-Staaten tragen hierzu maßgeblich bei, indem sie einseitig auf Wirtschaftswachstum und die Bevorzugung großer Unternehmen setzen", erläutert FIAN-Referentin Gertrud Falk. FIAN bringt sich deswegen mit Workshops zu den Themen Bodenkonflikte und Saatgut beim „Gipfel für globale Solidarität" ein.
 
17 der 20 in Hamburg vertretenen Staaten haben das Internationale Abkommen zum Schutz von Pflanzenzüchtungen (UPOV) ratifiziert, das einseitig die Rechte von Züchtern stärkt. „Bauern, die Saatgut jahrtausendelang kultiviert und damit an die jeweils örtlichen Gegebenheiten angepasst haben, kommen in dem Abkommen nicht vor", kritisiert Falk. „Durch die Anwendung von UPOV verlieren Landwirte den freien Zugang zu Saatgut." Darüber hinaus werden Länder des Globalen Südens von den Industriestaaten über Freihandelsabkommen und Entwicklungspolitik dazu gedrängt, dem Abkommen beizutreten. Gelungen ist dies zum Beispiel in Tansania: dort müssen Bauern seitdem mit hohen Strafen rechnen, wenn sie selbst gewonnenes Saatgut verwenden.
 
 
Die einseitig auf höhere Produktion ausgerichtete Landwirtschaftspolitik begünstigt großflächigen Anbau in Monokultur. Die dazu nötigen Flächen suchen sich Agrarkonzerne und Investmentfonds überwiegend im Globalen Süden. „Wir beobachten, dass in den G20 ansässige Konzerne mit Unterstützung der Regierungen Agrarland im Globalen Süden der örtlichen Bevölkerung entziehen und langfristig unter ihre Kontrolle bringen. Gleichzeitig bieten die Rechtssysteme der G20 den Opfern von Landgrabbing kaum Zugang zu Gerichten, um Wiedergutmachung bei Rechtsverletzungen einzuklagen", beschreibt Falk die Schieflage im Kräfteverhältnis zwischen multinationalen Unternehmen und ländlicher Bevölkerung des Globalen Südens.
 
FIAN fordert die G20-Staaten auf, die „Erklärung der Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die im ländlichen Raum arbeiten" zu unterstützen, die seit 2013 im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen erarbeitet wird.
 
Kontakt: Gertrud Falk, FIAN Deutschland | g.falk@fian.de | www.fian.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
30
JUN
2026
Circular Tech Hub
Europe’s Largest Tech, Startup & Digital Investment Event
14055 Berlin
28
SEP
2026
Zertifikatskurs „Sustainability Management“
Wir verbinden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit!
95447 Bayreuth
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Bildung

Keine Zeit für Kinder und Zukunft
Christoph Quarch analysiert die Vergleichsstudie der UNICEF zur Kinderarmut
B.A.U.M. Insights
Garten-PV - Den besten Stromtarif gibt es im Garten.

Jetzt auf forum:

Erfolgreicher Moor-Mitmachtag mit 100 Freiwilligen

Klimaneutrale Speicherstadt drei Mal erfolgreich bei DGNB Sustainability Challenge

Die Sommer-INNATEX wartet auf mit bekannten Namen und essenziellen Themen

Recht haben reicht nicht

Neue Wege gehen: Die nächste Generation steht bereit

Der Einkauf als Hebel

Aktionsplan Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie - was bringt er?

Confiance en Europe – Zuversicht in Europa. Risiken meistern, Chancen nutzen

  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • SUSTAYNR GmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • 66 seconds for the future
  • NOW Partners Foundation
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • ZamWirken e.V.
  • WWF Deutschland