B.A.U.M.-Jahrbuch: Jetzt kostenlos reinlesen!

500 millionste Tablette gegen Bilharziose gespendet

Merck unterstützt die WHO seit 2007 bei der Bekämpfung der vernachlässigten Tropenkrankheit in Afrika – bisher in 35 Ländern.

  • Seit 2007 über 100 Millionen Patienten, vor allem Schulkinder, behandelt
  • Merck stellt WHO erstmals rund 10 Millionen Tabletten für die Elfenbeinküste zur Verfügung

Abidjan, Elfenbeinküste, 19. Oktober 2016 – Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute die 500 millionste Tablette gegen die tückische Wurmerkrankung Bilharziose an die Weltgesundheitsorganisation WHO gespendet. In einer Schule gut 25 Kilometer nordwestlich von Abidjan gaben Vertreter von Merck, der WHO und dem ivorischen Gesundheitsministerium zugleich den Start der Medikamentenverteilung in der Elfenbeinküste bekannt.
 
Praziquantel ist die bisher wirksamste Therapie bei Bilharziose und gut verträglich. Je nach Körpergröße werden den Kindern eine bis fünf Tabletten verabreicht. Foto: MerckMerck unterstützt die WHO seit 2007 bei der Bekämpfung der vernachlässigten Tropenkrankheit in Afrika – bisher in 35 Ländern. Insgesamt konnten so über 100 Millionen Patienten, vor allem Schulkinder, behandelt werden. „Wir spenden der WHO jährlich bis zu 250 Millionen Praziquantel-Tabletten – so lange bis die tückische Krankheit ausgerottet ist", erläuterte Belén Garijo, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Healthcare. „Unsere Spende von insgesamt 500 Millionen Tabletten zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so Garijo weiter.
 
Im Rahmen einer Feierstunde in einer Grundschule des Dorfs Attinguie verteilten Vertreter der ivorischen Gesundheitsbehörde und der britischen Schistosomiaisis Control Initiative (SCI) Praziquantel-Tabletten zur Behandlung von Bilharziose an die Kinder. Je nach Körpergröße werden den Kindern eine bis fünf Tabletten verabreicht. Außerdem klärten die Lehrer der Schule die Kinder über die Ursachen der tropischen Wurmerkrankung auf. Insgesamt hat Merck der WHO hierfür 20.000 Bildungsbroschüren für die Elfenbeinküste gespendet.
 
Laut WHO sind knapp 20% der Ivorer behandlungsbedürftig. Bisher haben die US-Entwicklungsagentur USAID und SCI den Kampf der ivorischen Regierung gegen Bilharziose unterstützt. Mit beiden kooperiert Merck seit 2014 in der Global Schistosomiasis Alliance. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit hat das Unternehmen der WHO kurzfristig für 2016 3,6 Millionen Tabletten kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit profitiert die Elfenbeinküste erstmals von der Partnerschaft zwischen Merck und der WHO. Für 2017 wird Merck der WHO 6,5 Millionen Tabletten für das westafrikanische Land spenden.
 
Schätzungsweise 260 Millionen Menschen leiden weltweit an Bilharziose. Bei Kindern ist die Infektionsrate besonders hoch und die Folgen besonders schwerwiegend: Bilharziose mindert das Wachstum, schränkt die Lernfähigkeit ein und führt zu Blutarmut. Merck spendet der WHO Praziquantel-Tabletten als Teil seiner gesellschaftlichen Verantwortung und des Corporate-Responsibility-Handlungsfelds Gesundheit. Praziquantel ist die bisher wirksamste Therapie bei Bilharziose und gut verträglich. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen in Afrika Bildungs- und Aufklärungsprogramme, forscht an neuen Bilharziose-Therapien für Kleinkinder und kooperiert mit Partnern in der Global Schistosomiasis Alliance. 
 
Bilharziose
Bilharziose ist eine chronische Krankheit und zählt zu den häufigsten und verheerendsten parasitären Erkrankungen in Tropenländern. Schätzungsweise 260 Millionen Menschen sind weltweit infiziert, rund 280.000 der Betroffenen sterben jährlich daran. Saugwürmer übertragen die chronische Krankheit. Sie ist vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten, in denen ein Großteil der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen hat, weit verbreitet. Menschen infizieren sich mit den Wurmlarven vor allem in stehenden Gewässern, beispielsweise beim Arbeiten, Baden, Fischen oder Wäschewaschen. Die winzigen Larven bohren sich in die menschliche Haut, dringen in die Blutgefäße ein und befallen die inneren Organe. Bei Kindern im Schulalter ist die Infektionsrate besonders hoch. Praziquantel ist der einzige Wirkstoff, mit dem alle Formen der Bilharziose behandelt werden können. Daher hat die WHO Praziquantel als kosteneffiziente Lösung für die Gesundheit bedürftiger Patienten zum „Arzneimittel der Wahl" bestimmt.
 
Das Praziquantel-Spendenprogramm von Merck 
Merck hat das Praziquantel-Spendenprogramm 2007 in Zusammenarbeit mit der WHO initiiert. Seit dieser Zeit wurden mehr als 500 Millionen Tabletten zur Verfügung gestellt und über 100 Millionen Patienten behandelt, vor allem Schulkinder. Merck hat sich dazu verpflichtet, seine Anstrengungen im Kampf gegen die Tropenkrankheit so lange fortzusetzen, bis sie als ausgerottet gelten kann. Dazu spendet Merck der WHO pro Jahr bis zu 250 Millionen Tabletten – eine Spendenzusage in Höhe von rund 23 Mio $. Zudem unterstützt Merck auch Bildungsprogramme an afrikanischen Schulen, mit dem Kinder über die Ursachen von Bilharziose und Maßnahmen zur Verhinderung der Erkrankung aufgeklärt werden. Darüber hinaus forscht das Unternehmen im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft an einer neuen Praziquantel-Formulierung, die auch Kleinkindern verabreicht werden kann. Bislang darf die
Tablette nur an Kinder ab sechs Jahren verabreicht werden. Ende 2014 gründete Merck gemeinsam mit Partnern, darunter die Bill & Melinda Gates Foundation, die US-amerikanische Entwicklungsagentur USAID, die Schistosomiasis Control Initiative (SCI) und World Vision International, die Global Schistosomiasis Alliance.
 
Weitere Informationen zur Bekämpfung der Bilharziose finden Sie im
Internet
 
 
Über Merck
Merck ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Rund 50.000 Mitarbeiter arbeiten daran, Technologien weiterzuentwickeln, die das Leben bereichern – von biopharmazeutischen Therapien zur Behandlung von Krebs oder Multipler Sklerose über wegweisende Systeme für die wissenschaftliche Forschung und Produktion bis hin zu Flüssigkristallen für Smartphones oder LCD-Fernseher. 2015 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz von 12,85 Milliarden Euro.

Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümerin des börsennotierten Konzerns. Merck mit Sitz in Darmstadt besitzt die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Einzige Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo das Unternehmen als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftritt.

Kontakt: Friederike Segeberg, Merck KGaA. | Friederike.Segeberg@merckgroup.com


Gesellschaft | Spenden & Helfen, 19.10.2016

Cover des aktuellen Hefts

Afrika – Kontinent der Entscheidung

forum Nachhaltig Wirtschaften 02/2019

  • Small is beautiful: Tiny Houses
  • Das Plastik-Problem anpacken
  • E-Mobilität
  • Wirtschaftsverbrechen
  • Solarguerilla
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
12
SEP
2019
Zermatt Summit 2019
Humanizing Globalization
CH-3920 Zermatt


21
NOV
2019
12. Deutscher Nachhaltigkeitstag
Nachhaltigkeit 2019: Anders denken. Neu verknüpfen. Kraftvoll umsetzen.
40474 Düsseldorf


Alle Veranstaltungen...
12 Vorteile eines strukturierten Nachhaltigkeitsmanagements für Unternehmen. Kostenloses Whitepaper!

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!


Philosoph aus Leidenschaft

Angedacht...
Von Männern und Frauen. Ein Zwischenruf zur Weinstein Affäre




  • Global Nature Fund (GNF)
  • Deutsche Telekom AG
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Alfred Ritter GmbH & Co. KG
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • PEFC Deutschland e. V.
  • Bayer Aktiengesellschaft


Bundesweiter Pflanz-Wettbewerb. 1. April bis 31. Juli 2019. Jederzeit anmelden: Alle Flächen, alle Menschen können mitmachen!