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Nachhaltiges Projektmanagement (Teil 2/2)

Neue Perspektiven, neue Chancen

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Herausforderungen für die betriebliche Praxis
Dazu sollte das Management stets im Blick haben, wie sich die Projekte auf längere Sicht auf das betriebliche und außerbetriebliche Umfeld niederschlagen. Zur Steuerung können Prüfungen im Vorfeld der Projektfreigabe genauso sinnvoll sein wie die Begleitung des Verlaufs des Vorhabens durch spezifische Controllinginstanzen.

Ein weiterer Fokus muss auf dem Einsatz verantwortungsbewusster Mitarbeiter liegen. Verantwortungsbewusst heißt, dass diese Personen zum einen über die auf Nachhaltigkeit angelegten Ziele informiert sind und sich zum anderen mit den Projektzielen identifizieren. In diesem Rahmen ist die durchgängige Verankerung nachhaltiger Projektziele sicherzustellen. Dies kann durch die Vorgabe entsprechender Muss-Kriterien gelingen, die im Rahmen der Projektbeantragung und des Multiprojektmanagements zu beachten sind. Die Nachhaltigkeitskriterien sollten aber auch in die Projektpriorisierung mit einfließen.

Während der Projektrealisierung sollten Leitlinien oder verbindliche Handlungsrichtlinien greifen, die durch ein Projektcontrolling begleitet werden, mit dem rechtzeitig Defizite und Abweichungen ausgemacht werden können.

Auch externe Berater sind gefordert
Wird die Nachhaltigkeit konsequent verfolgt, müssen die betrieblichen Verantwortlichen auch bei der Auswahl externer Berater darauf Wert legen, dass diese sich den Nachhaltigkeitsgrundsätzen verpflichtet fühlen. Um nichts dem Zufall zu überlassen, sollten möglichst aussagekräftige Referenzen eingeholt werden. Einen guten Berater zeichnet aus, dass er im Rahmen der von ihm realisierten Projekte nicht nur Veränderungen anstößt, sondern auch dafür sorgt, dass konkrete Maßnahmen mit dem Ziel umgesetzt werden, einen dauerhaften Beitrag zu einem verbesserten Unternehmenserfolg zu leisten.

Berater tun gut daran, sich proaktiv zu verhalten und von sich aus die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen zu thematisieren. So können sie sich frühzeitig auf die neuen Anforderungen einstellen und sogar eine Vorreiterrolle einnehmen, die ihnen langfristig einen Wettbewerbsvorsprung verspricht.

Beratungsunternehmen sollten den Begriff Nachhaltigkeit nicht so auffassen, dass ihre Kunden "nachhaltig" auf sie angewiesen sind, weil das Projekt im Unternehmen ohne Beratung nicht "überlebensfähig" ist. Gute Beratung sollte zum Ziel haben, sich entbehrlich zu machen, sondern das ursprüngliche Projektziel nachhaltig - das heißt ohne dauerhafte Projektunterstützung - im Unternehmen zu etablieren.

Langfristig positive Aufstellung
Zukünftig sollten Unternehmen auf eine Unternehmenskultur hinwirken, die es selbstverständlich werden lässt, dass jede wirtschaftliche Betätigung nachhaltig ist und die Konsequenzen jenseits der Unternehmensgrenzen berücksichtigt.

Gelingt es den Unternehmen, dieser Verantwortung gerecht zu werden, so können sie sich nicht nur bei ihren Kunden und in der Öffentlichkeit positiv positionieren. Auch am Arbeitsmarkt sammeln sie Pluspunkte, die sie im Wettbewerb um qualifiziertes Personal gut gebrauchen können.






Franz Berno Breitruck

ist Unternehmensberater und Geschäftsführer der attempto GmbH & Co. KG, München









Prof. Dr Markus-Oliver Schwaab

ist Mitinitiator des Human Resources Competence Center der Hochschule Pforzheim und lehrt dort in den Studiengängen Personalmanagement (Bachelor) und Human Resources Management & Consulting (MBA)

Telefon +49 (0)7231 / 28 61 05
markus-oliver.schwaab@hs-pforzheim.de





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Quelle: Prof. Dr Markus-Oliver Schwaab
Wirtschaft | CSR & Strategie, 13.07.2010
     
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