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Erster Socially Responsible Investment Day

Am 7. April richtete die UniCredit zusammen mit der Climate Bonds Initiative den ersten Socially Responsible Investment Day aus.

Investieren mit Nachhaltigkeitsverantwortung ist im Mainstream angekommen. Die Vielfalt an Emittenten und Investoren nimmt zu, die Volumina steigen, Instrumente und Möglichkeiten erweitern sich rasch.

Am 7. April richtete die UniCredit zusammen mit der Climate Bonds Initiative nun den ersten Socially Responsible Investment Day aus. Rund 100 Teilnehmer – nachhaltigkeitsorientierte Investoren, Green Bond-Emittenten, Ratingspezialisten und Finanzexperten – kamen zu der Konferenz in München und diskutierten über Herausforderungen und Lösungen im Bereich nachhaltiges Investment. Schnell und immer wiederkehrend zeigte sich vor allem eines: International agierende Banken wie die UniCredit haben eine besonders verantwortungsvolle Rolle bei der Weiterentwicklung des Marktes. Sie müssen den Brückenschlag zwischen Investoren und Emittenten sichern.

Große Potenziale
Vor allem Green Bonds und die großen ökologischen und ökonomischen Herausforderungen rückten beim ersten Socially Responsible Investment Day am 7. April, den die UniCredit zusammen mit der Climate Bonds Initiative organisierte, in den Fokus. Klar ist, der Klimawandel hat bereits begonnen. Der zentrale Erfolgsfaktor, um ihn so weit wie möglich zu beschränken, ist Schnelligkeit.

Brückenschlag zwischen Investoren und Projekten
An Ideen fehlt es dabei nicht. Es gibt genügend interessante Projekte, die aktiv zum Klima- und Umweltschutz beitragen. Auch Investoren zeigen zunehmend Interesse für nachhaltige Anlagen. Die beiden Parteien aber zusammenzubringen, den Brückenschlag zwischen Investoren und Emittenten zu sichern, das ist die große Aufgabe, der sich die UniCredit und andere Marktteilnehmer stellen müssen. Denn finanziert werden kann der Wandel nur, wenn auch Investoren aus dem Privatsektor die Potenziale von nachhaltigem Investment erkennen.

Gerade Green Bonds wird dabei eine bedeutende Rolle zuteil. Sie sind einfach zu verstehen und ansprechend zu kommunizieren, um so die Potenziale des nachhaltigen Investments in der Welt zu verbreiten. Dem Markt wird ein starkes Wachstum prognostiziert – und zwar weltweit: Im ersten Quartal 2016 wurden nach eigenen Berechnungen sowie Angaben von Bloomberg und der Climate Bonds Initiative weltweit grüne Anleihen mit einem Rekord-Volumen von 15,5 Milliarden US-Dollar emittiert. Damit könnte 2016 erstmals die 50 Milliarden US-Dollar Marke an weltweiten Neu-Emissionen überschritten werden nach Schätzungen von UniCredit Research. Die meisten Emittenten, die bisher an den Markt kamen, haben ein überdurchschnittlich gutes Rating. 82 Prozent aller ausstehenden Bonds verfügen über ein Investment Grade-Rating und mehr als 40 Prozent davon über eine AAA-Bewertung.

Herausforderungen bewältigen
Bei allen Potenzialen gibt es noch einige Herausforderungen zu meistern. Investoren haben mit nachhaltigen Anleihen die Möglichkeit in grüne Projekte zu investieren, ohne dabei auf Rendite zu verzichten. Für die Emittenten hingegen bestehen gewisse Einstiegsbarrieren: Bei aller Begeisterung für diese neue Assetklasse gibt es für sie noch keinen signifikanten Preisvorteil, wohl aber erhöhte Kosten und mehr Aufwand, z.B. durch das Einholen einer Second Party Opinion (SPO) oder höhere Reportinganforderungen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist das Thema Greenwashing. Wann ist ein Green Bond wirklich „grün"? Bisher fehlen verbindliche Definitionen, um diese Frage eindeutig zu beantworten. Auch wenn es um die Bewertung durch Nachhaltigkeits-Ratingagenturen, der sogenannten Second Party Opinion geht, die die Klima- bzw. Umweltrelevanz einer Anleihe einordnet, gibt es bisher große Unterschiede in Qualität und Tiefe der jeweiligen Analyse. Immerhin geben die Green Bond Principles, eine freiwillige Leitlinie, vor, wie ein Green Bond zu gestalten ist, wie Projekte ausgewählt und gemanagt werden sollen.

Performance der UniCredit
Trotz der bestehenden Herausforderungen, hat die UniCredit die großen Potenziale des nachhaltigen Investments für Umwelt, Gesellschaft, Investoren und Emittenten schon früh erkannt. Mehr als 9,5 Mrd. Euro beträgt das Volumen der insgesamt zwölf Green Bonds, die die UniCredit seit der Emission des ersten Green Bonds im Jahr 2007 platziert hat.

„Aktuell sehen wir neben den konventionellen Investoren eine deutliche Zunahme des Interesses von Kunden unterschiedlicher Sektoren, die sich mit ihren Investments an verbindlichen Umwelt- und Sozialstandards orientieren möchten. Für uns als Bank bedeutet dies auch, attraktive Varianten der ursprünglichen Green Bonds anzubieten. Im vergangenen Jahr haben wir die Begebung des ersten Grünen Pfandbriefs der Berlin Hyp begleitet und Ende März für die Nordex-Gruppe den weltweit ersten Green Schuldschein aufgelegt", erläutert Antonio Keglevich, verantwortlich für den Bereich Green Bond Origination bei der UniCredit.

„Diese Transaktionen zeigen, dass sich das Green Bond-Segment weiter diversifiziert. Wir sehen diese Entwicklung als positiv für den Markt", ergänzt Robert Vielhaber, Green Bond Spezialist in der Research Abteilung der UniCredit.

Kontakt: HypoVereinsbank (UniCredit Bank AG), Irina Detlefsen | irina.detlefsen@unicredit.de


Quelle: HypoVereinsbank UniCredit Bank AG



     
        
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