Ökologisches Bauen und Sanieren

Ökologische Baustoffe bieten zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlichen Baumaterialien.

Nachhaltigkeit und Ökologie erobern immer mehr Bereiche unseres Lebens und dazu gehört auch der Hausbau bzw. die Sanierung von Gebäuden. Ökologische Baustoffe bieten zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlichen Baumaterialien, denn sie stammen nicht nur aus nachhaltigen Quellen, sondern sorgen beispielsweise auch für ein besseres Raumklima.

Ökologisch Bauen - aber wie?
Die Verwendung von Baumaterialien aus nachhaltigen Rohstoffen zahlt sich auch bei einer späteren Sanierung aus! Foto: Michaela Thiede, PixabayUnter einer ökologischen bzw. nachhaltigen Bauweise versteht man alle Maßnahmen, damit ein Gebäude möglichst aus Materialien, die aus nachhaltigen Ressourcen stammen gebaut wird, bzw. es auch mit so wenig Energie wie möglich betrieben werden kann. Im Idealfall stammt diese Energie ebenfalls aus einer nachhaltigen Quelle. Betrachtet man sich ein Gebäude, dann gibt es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, konventionelle Baumaterialien durch Alternativen zu ersetzen, die oft sogar viel bessere Eigenschaften haben als bisher verwendete Materialien. Wichtig bei der Verwendung von alternativen Baustoffen ist deren Herkunft. Im Fachhandel werden mittlerweile zahlreiche ökologische Dämmstoffe beworben, darunter auch exotische Materialien wie Kork oder Kokosfasern. Zwar handelt es sich bei diesen und vergleichbaren Materialien um nachwachsende Rohstoffe, allerdings sind sie oft Tausende Kilometer gereist, bis sie hierzulande eingesetzt werden können. Ökologisches Bauen und Sanieren bedeutet auch, dass vornehmlich heimische Materialien wie etwa Hölzer von lokalen Anbietern verwendet werden, wodurch auch Transportwege möglichst kurz gehalten werden.

Alternative Baustoffe
Zu den wichtigsten ökologisch nachhaltigen Baustoffen gehört Holz, das in Form von Holzfasern zu den unterschiedlichsten Baustoffen verarbeitet werden kann. Holz hat hervorragende isolierende Eigenschaften, weshalb es sich beispielsweise in Form von Platten als Dämmstoff anbietet. Nicht nur in Bezug auf die Temperatur bietet sich Holz als Dämmstoff an, in Form von Trittschalldämmplatten kann der Baustoff auch zur Lärmminderung beitragen. Oft belächelt wird Hanf als Baustoff, dabei hat diese Naturfaser ebenfalls hervorragende Eigenschaften. Hanf hat als Dämmmaterial geringe Temperaturleitwerte, was bedeutet, dass die Wärme im Winter im Haus gehalten wird, während sie im Sommer ausgesperrt wird, sodass sich die Innenräume nicht so schnell aufheizen können. Bereits lange vergessene Baumaterialien, wie Lehm erleben durch ökologische und nachhaltige Bau- bzw. Sanierungskonzepte wieder eine Renaissance, zumal es kaum aufwendiger ist, sie zu verarbeiten. Die Liste an ökologischen Baustoffen ist lang und eine Auswahl an Materialien, die problemlos beim Errichten und Sanieren von Gebäuden verwendet werden kann, gibt es beispielsweise bei Bausep.

Vorteile auf vielen Ebenen
Leider ist es kaum möglich, zu 100 Prozent ökologisch und nachhaltig zu bauen oder zu sanieren, jedoch kann man sich langsam an diesen Idealwert heran arbeiten. Die Vorteile wiegen die teilweise höheren Kosten, die bei einer nachhaltigen Bauweise entstehen können, auf. Eine ökologische Bauweise verbessert das Raumklima nachhaltig und hat auch positive Auswirkungen auf Personen, die mit den Atemwegen Probleme haben. Das Gebäude atmet buchstäblich selbst, wodurch Wärme und Feuchtigkeit besser reguliert werden, was wiederum beispielsweise auch Heizkosten spart. Die Errichtung von ökologisch nachhaltigen Gebäuden folgt meist ganzheitlichen Konzepten, weshalb beispielsweise auch die Energiegewinnung ein wichtiger Punkt ist oder etwa auf eine sehr gute Dämmung geachtet wird, damit Wärme nicht unnötig entweicht. Langfristig können damit wiederum Kosten gespart werden, wodurch sich die Baukosten rascher amortisieren. Einen ganz besonders großen Pluspunkt besitzen diese ökologischen Materialien, wenn es um die Entsorgung geht. Im Vergleich zu vielen anderen Baustoffen müssen sie nicht speziell entsorgt werden, denn sie können einfach kompostiert werden, wodurch beispielsweise bei späteren Sanierungen Kosten eingespart werden können.



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Megatrends

Deutsche wünschen starke Führung
Christoph Quarch analysiert die neue Sehnsucht nach Macht und Herrschaft
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Rollen und Verantwortlichkeit in der PPWR: Wer ist wofür zuständig?

Wenn Reisen zur Therapie wird, und Kulinarik zur Strategie

Neues SBTN Accelerator-Angebot hilft Unternehmen Biodiversität strategisch mitzudenken

Der Mond als Testfeld für die Energieversorgung von morgen

Virgin Islands Climate Change Trust Fund launched at Global Sustainable Islands Summit in Gran Canaria, marking new era in climate finance innovation for islands

Kreislaufwirtschaft am Bau & Energie für die Zukunft

Gastfreundschaftslektionen aus Südtirol

Städte weltweit fordern eine Beschleunigung des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien

  • ZamWirken e.V.
  • SUSTAYNR GmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • TÜV SÜD Akademie
  • WWF Deutschland
  • circulee GmbH
  • NOW Partners Foundation
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • 66 seconds for the future
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG