Klimavereinbarung ignoriert die Landwirtschaft
Immerhin ist die konventionelle Landwirtschaft weltweit für rund einen Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich.
Die Klimavereinbarung von Paris wird unterschiedlich bewertet. Die einen sehen nach dem Reinfall von Kopenhagen einen Erfolg darin, die anderen sind enttäuscht, dass die Vereinbarung keine klaren und verbindlichen Vorgaben enthält. Klar ist, dass dieser „Rahmenvertrag" die konventionelle Landwirtschaft mit keinem Wort erwähnt und damit ein weiteres Mal dessen Relevanz in Sachen Klimawandel ignoriert.
Immerhin ist die konventionelle Landwirtschaft weltweit für rund einen Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Durch einen Kurswechsel in der Landwirtschaft, hin zu einem agro-ökologischen Ansatz, könnte die Emissionen aus diesem Sektor stark reduziert werden. Ökologische Anbaumethoden würden sogar zusätzliches CO2 aus der Atmosphäre im Boden einlagern – ein positiver Beitrag zur Reduktion der Erderwärmung. An verschiedenen Workshops und Podiumsgesprächen am Rande der Klimakonferenz wurde dieses Thema ausführlich besprochen, und doch landete es nicht auf dem Verhandlungstisch.
Die Stiftung Biovision setzt sich seit Jahren für einen globalen Kurswechsel in der Landwirtschaft ein, prioritär um Hunger und Armut zu beseitigen. Aber da die Länder südlich der Sahara bereits heute gravierend vom Klimawandel betroffen sind, muss die globale Erwärmung dringend gestoppt werden.
Zusätzlich verringert ein agro-ökologischen Ansatz die Verluste entlang der Produktionskette von Nahrungsmitteln und erhält zugleich die Biodiversität, welche ein wichtiger Faktor ist um trotz des Klimawandels Erträge nachhaltig erwirtschaften zu können.
Kontakt: David Fritz, Kommunikationsleiter Biovision | d.fritz@biovision.ch |www.biovision.ch
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