Der künstlerische Blick auf Nachhaltigkeit

Die Zeichnerin und Objektkünstlerin Renate Kirchhof-Stahlmann (Jg. 1942) setzt sich schon seit langem bildnerisch mit der Umweltproblematik auseinander.

In den beiden Zyklen "Genesis" und "Zeiten" stellt sie die Fragen: Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?

Gefangen im Rad, Objekt aus Fundstücken, 2007 © Renate Kirchhof-StahlmannSie möchte durch ihre Kunst eine veränderte, entschleunigte Wahrnehmung auf die Welt initiieren, Menschen emotional berühren und sie zu einem selbständigen, verantwortungsvollen Denken und Handeln führen.

Ganz praktisch zeigt sich z.B. das Prinzip der Wieder-/Weiterverwendung in ihren Objekten und Installationen aus Fundstücken (siehe Abbildung "Gefangen im Rad"), die sie zusammen mit ihren Zeichnungen im Kulturbahnhof Ottensoos, ihrem Wohnort östlich von Nürnberg, ausstellt. Sie hat diesen historischen Bahnhof mit ihrem Mann (und ehemaligen Hochschulprofessor für Betriebswirtschaft) Volker Stahlmann 2009 erworben, vor dem Verfall gerettet, saniert und daraus ein Kunstmuseum und Forum für Nachhaltige Entwicklung gemacht. Mit Führungen, Vorträgen, Seminaren, Lesungen und Kleinkunst soll die komplexe Thematik der Nachhaltigkeit vermittelt werden. Der Kulturbahnhof Ottensoos wurde wiederholt als offizielles Projekt der UNESCO Dekade für nachhaltige Bildung ausgezeichnet und ist inzwischen als gemeinnützige Stiftung anerkannt. Renate Kirchhof-Stahlmann erhielt für ihr künstlerisches Engagement den B.A.U.M.-Umweltpreis 2013.

www.kulturbahnhof-ottensoos.de

Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 02/2014 - Voll transparent, voll engagiert erschienen.



     
        
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