Wirtschaft | Marketing & Kommunikation, 24.08.2015
„Nachhaltigkeit ist Teil unserer Kultur“
Hans-Joachim Boekstegers, CEO der Multivac Sepp Haggenmüller GmbH & Co. KG verrät im Interview sein Erfolgsrezept in puncto Nachhaltigkeit.
Die Multivac Sepp Haggenmüller GmbH & Co. KG ist seit 2012 Blue-Competence-Partner und gehört dem Lenkungskreisgremium der Initiative an. CEO Hans-Joachim Boekstegers verrät im Interview sein Erfolgsrezept in puncto Nachhaltigkeit.
„Ressourcenschonung wird immer mehr zu einem Thema, mit dem sich Unternehmen auf dem Markt von anderen differenzieren"
Wer ist in Ihrem Hause verantwortlich für Nachhaltigkeit?
Boekstegers: Als wesentlicher Aspekt der Unternehmenskultur und Teil der Unternehmensstrategie ist das Ressort bei mir aufgehängt. Multivac ist schon lange so aufgestellt, dass viele Maßnahmen erst langfristig ihre Wirkung zeigen. Dass wir in unserem Umfeld die Nummer eins weltweit sind, liegt ganz wesentlich daran, dass wir unser Geschäft nachhaltig betreiben. Mehr als 2 500 Mitarbeiter im Vertrieb und Service sorgen dafür, dass unsere Kunden die Maschinen sehr langfristig nutzen können und Produkte damit effizient und ressourcensparend verpacken können.
Welche Werte pflegen Sie in Bezug auf Nachhaltigkeit in Ihrem Betrieb?
Boekstegers: Unsere Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor und eine wichtige Investition in die Zukunft. Wir setzen auf langfristige Arbeitsbeziehun- gen und ein gutes -klima mit interessanten beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten. Ein wenig stolz sind wir auf die Ausbildung eigener Fachkräfte. Aktuell bilden wir an drei Standorten in Deutschland und Österreich 130 junge Menschen aus. Zudem haben wir verschiedene Modelle zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie entwickelt.
Wie setzen Sie die Anforderungen an Nachhaltigkeit im Unternehmen um?
Boekstegers: Bei unseren Verpackungslösungen haben wir den gesamten Stoffkreislauf im Blick. Das gilt für die Herstellung unserer Maschinen ebenso wie für die Weiterentwicklung unserer Verpackungstechnologien, um den Ressourcenverbrauch zu minimieren. Ressourcenschonung wird immer mehr zu einem Thema, mit dem sich Firmen auf dem Markt von anderen differenzieren. In unserer Fertigung nutzen wir schon lange unterschiedliche Verfahren, etwa geschlossene Recycling- Kreisläufe für Werkstoffe und Programme, die den Energie- und Wasserverbrauch reduzieren. Wir investieren auch in Technologien, die sich erst in zehn Jahren auszahlen werden. Wir haben zum Beispiel beim Bau unseres Training- und Innovation Centers großen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Das Gebäude wird mit Geothermie geheizt und gekühlt und kann ohne Einsatz fossiler Brennstoffe betrieben werden.Machen Sie das bei jeder Baumaßnahme?
Boekstegers: Ja, wir setzen dies bei allen Baumaßnahmen um. Derzeit errichten wir parallel zum Neubau des Logistikzentrums ein Blockheizkraftwerk in Verbindung mit einem Wärmeverbund, sodass der Standort weitgehend mit eigenerzeugter Energie versorgt werden kann.
Engagieren Sie sich auch über die Unternehmensgrenzen hinaus?
Boekstegers: Wir unterstützen regelmäßig gemeinnützige Initiativen aus der Region mit Geldspenden oder organisieren gemeinsame Blutspendeaktionen.
Herr Boekstegers, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Kontakt
VDMA, Judith Herzog-Kuballa | judith.herzog@vdma.org
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