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Niederländisches Startup-Unternehmen verkauft Meeresalgen als Tagliatelle

Pasta komplett aus Algen hergestellt

I sea pasta gekocht © Saskia de WalDurch eine Crowdfunding-Kampagne will Willem Sodderland, Gründer von Seamore, die Ernte der wildwachsenden Himanthalia-Algen ermöglichen. Das wäre die allererste Ernte, die so ermöglicht wird – eine „Crowdernte" sozusagen! Das ursprüngliche Ziel der Kampagne, 15.000 Euro zu erwirtschaften, wurde innerhalb von vier Wochen erreicht. Da das offizielle Ende am 27.05.2015 ist hat sich Seamore entschieden sich ein neues Ziel von 25.000 Euro zu setzen, um eine noch größere Ernte zu ermöglichen.
 
Laut Testpersonenbefragung durch Seamore sind die Algen lecker und dazu noch gesund und ein nachhaltiges Naturprodukt.
 
„Was mich betrifft, ist das die Pasta der Zukunft" – Iens Boswijk, Gründer von IENS
 
Eine Entdeckung auf Ibiza
Willem Sodderland, Gründer von Seamore, war 2013 im Urlaub auf Ibiza. Dort bestellte er einen "Algensalat" in einem Restaurant. Willem konnte die Algen auf seinem Teller nicht finden und glaubte seiner Frau nicht, als sie auf die grüne Tagliatelle zeigte. Der Chefkoch musste ihn überzeugen, dass die Tagliatelle keine Pasta war, sondern Algen! Einfach von den Felsen gepflückt. Und so entstand die Idee: Was wäre, wenn wir Algen tatsächlich wie Pasta essen würden?
 
 
Crowdfunding
Eine Gruppe von Testpersonen bestehend aus 75 Familien, Bloggern, Chefköchen, Ernährungsberatern und Fans von gesundem Essen zeigte, dass man mit „I sea Pasta" hervorragend kochen kann. Sodderland beschloss daraufhin das Unternehmen Seamore zu gründen, mit dem Ziel noch diesen Sommer „I sea Pasta" auf den Markt zu bringen. Auf Oneplanetcrowd können Interessenten „I sea pasta" vorbestellen. Bei genügend Interesse, welches bereits besteht, und am Ende der Kampagne, findet die Ernte an der Westküste Irlands statt. Somit wird sie für jeden verfügbar und bezahlbar. Mindestens 60% der Kosten müssen durch die Crowdfunding-Kampagne gedeckt werden.
Erste Ladenketten, Großhändler und Restaurants haben großes Interesse gezeigt. Sogar aus Australien und Japan kamen bereits Anfragen.
 
„Super Sache" – Wouter Klootwijk, Journalist
 
Nachhaltiges Naturprodukt
In einer Zeit, in der die Bezeichnung "Superfood” immer häufiger verwendet wird, verdienen Meeresalgen diesen definitiv. Sie enthalten viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien, sind jedoch arm an Kohlenhydraten und Kalorien. Dieses „Meeresgemüse" wird mit der Hand gepflückt. Es ist biologisch, glutenfrei und vegan. Die Tatsache, dass die Algen nicht künstlich produziert werden, sondern aus dem Ozean stammen, garantiert, dass kein Dünger und Pestizide verwendet werden. Und zuletzt – das versteht sich von selbst – es wird kein Land und zusätzliches Wasser benötigt.
Die Nachhaltigkeit der Algen macht sie zu einem besseren Nahrungsmittel als die, die am Land angebaut werden.
 
Kulinarisch
I SEA PASTA kann wie gewöhnliche Pasta zubereitet werden mit einer schmackhaften Bolognese, oder Carbonara-Soße oder ganz einfach mit Pesto. Die Gerichte bekommen eine neue Geschmacksdimension, haben mehr Biss und liegen nicht so schwer im Magen. „I sea pasta" (Himanthalia-Algen) wurden bereits als Salat, Lasagne, Quiche, als Suppe, in der Fritteuse und sogar mit Schokolade verarbeitet.
Über den Geschmack waren sich die Tester einig: Lecker, nicht „glitschig", mild im Geschmack und etwas mehr Biss als Pasta. Japaner bezeichnen diesen Geschmack als „Umami", was herzhaft bedeutet.
 
Weitere Informationen

Quelle: Countrymanagement-Oneplanetcrowd-Germany

Lifestyle | Essen & Trinken, 20.05.2015
     
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