BEE_Sommerfest_2024

BEM kritisiert CO2-Schleudern für bayerische Minister

Landesregierung richtet sich gegen eigene Automobilhersteller

Lesen Sie dazu auch den Beitrag von und das Interview mit Michael Valentine-Urbschat in der aktuellen Ausgabe von forum. In Michael Valentine-Urbschats ersten  Roman "Elektrisiert" können Sie hier reinlesen und bestellen.
 
Die bayerischen Minister müssen künftig doch nicht auf umweltfreundlichere Dienstwagen umsteigen: Der Landtag lehnte am 15. April 2015 mit seiner CSU-Mehrheit einen Vorstoß der Opposition ab. Die wollte vor dem Hintergrund einer Studie der Deutschen Umwelthilfe, wonach die Dienstwagenflotte der bayerischen Staatsregierung die klimaschädlichste bundesweit sei, mehr Elektroautos und CO2-ärmere Fahrzeuge durchsetzen.
 
"Die aktuelle Entscheidung der bayerischen Landesregierung ist in vielerlei Hinsicht nicht nachvollziehbar. Die Deutsche Umwelthilfe hat für die Dienstwagen der bayerischen Staatsregierung einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 176 Gramm pro Kilometer errechnet. Die Minister fahren überwiegend Luxusklasse, vor allem Audi A8 oder BMW der 7er-Reihe. Ein Privileg, dass im bundesweiten Vergleich nicht mehr zeitgemäß ist. So sind etwa in Hamburg solche großen Dienstfahrzeuge unüblich. Der Senat in der Hansestadt kommt im direkten Vergleich der Dienstwagenflotte lediglich auf einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 114 Gramm", empört sich BEM-Präsident Kurt Sigl und ergänzt: "Damit zeigt die bayerische Landesregierung nicht nur, wie reaktionär sie ist, sondern richtet sich direkt gegen die eigenen Automobilhersteller Audi und BMW. Beide Unternehmen werden wenig erfreut darüber sein, dass ihre Elektro- und Hybridfahrzeuge aus Sicht des Landtages nicht dem Komfort eines Ministers entsprechen sollen."
 
Als Vorbildfunktion für die bayerischen Wähler dient die aktuelle Entscheidung auf jeden Fall nicht. "Es ist wenig dienlich, wenn die Ziele der Bundesregierung durch so ein tradiertes Abstimmungsverhalten auf Landesebene konterkariert werden. Ebenso ist die Entscheidung im Sinne von Klima- und Umweltschutzmaßnahmen fragwürdig und offenbart, wie wenig ernsthaft die bayerische Landesregierung mit dieser Thematik umzugehen gedenkt", betont Sigl.
 
Über den Bundesverband eMobilität e.V. (BEM)
Der Bundesverband eMobilität setzt sich dafür ein, die Mobilität in Deutschland mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen. Zu den Aufgaben des BEM gehört die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der eMobilität als nachhaltiges, zukunftsweisendes und intermodales Mobilitätskonzept sowie die Durchsetzung einer Chancengleichheit bei der Umstellung auf Elektromobilität. Um diese Ziele zu erreichen, vernetzt der BEM die Akteure aus Wirtschaft, Politik und Medien miteinander, fördert die öffentliche Wahrnehmung für eine Neue Mobilität und setzt sich für die nötigen infrastrukturellen Veränderungen ein. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bem-ev.de
 
Kontakt:
Bundesverband eMobilität e.V, Juliane Girke | juliane.girke@bem-ev.de | www.bem-ev.de

Technik | Mobilität & Transport, 20.04.2015

     
Cover des aktuellen Hefts

Positiver Wandel der Wirtschaft? – So kann's gehen

forum 03/2024 mit dem Schwerpunkt „Wirtschaft im Wandel – Lieferkettengesetz, CSRD und regionale Wertschöpfung"

  • KI
  • Sustainable Finance
  • #freiraumfürmacher
  • Stromnetze
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
27
JUN
2024
„Grüner Rasen – grünes Bewusstsein: Kann Fußball klimafreundlich?“
In der Reihe "Mein Klima - auf der Straße, im Garten, ..."
80336 München und online
03
JUL
2024
BEE Sommerfest 2024
Das Gipfeltreffen der Erneuerbaren
10997 Berlin
02
SEP
2024
Real Estate Social Impact Investing Award 2024 - Bewerbungsfrist: 02.09.2024
Auszeichnung für Leuchttürme und Benchmarks von in Planung und Bau befindlichen Projekten
10117 Berlin
Alle Veranstaltungen...

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Politik

Belebung des Arbeitsmarktes durch Leistungskürzungen für Arbeitsunwillige?
Christoph Quarch sieht die Lösung des Problems nicht in Sanktionen sondern im Steuerrecht
B.A.U.M. Insights

Jetzt auf forum:

Abschlussbericht ACHEMA 2024

Ein heißer Sommer mit viel (solarer) Energie

Berufsbegleitende CSM-Zertifikate Nachhaltigkeitsmanagement im Sport, Sustainability Reporting und Zirkuläres Wirtschaften kennenlernen

„Europa macht Hoffnung“

Digitaler Zwilling im Gebäudebestand:

Nachhaltige Zukunft gestalten: Green Tourism Camp 2024 vereint Innovation und Zusammenarbeit im Tourismus

Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik

Faber E-Tec auf der The Smarter-E

  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Kärnten Standortmarketing
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Global Nature Fund (GNF)
  • ECOFLOW EUROPE S.R.O.
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • circulee GmbH