100 Prozent "Made in Germany"
Büromöbelhersteller mit starken Wurzeln
Herkunftsbezeichnungen
sind heute im Zuge der Globalisierung umstritten oder gar in Frage gestellt.
Die Sedus Stoll AG, Büromöbelhersteller mit Hauptsitz am Hochrhein mit
seinen Produktionsstandorten im badischen Dogern und im westfälischen Geseke
bekennt sich vor allem deshalb zu dem Gütesiegel „Made in Germany", weil das
große Knowhow und die Prozesskontrolle im Hause am besten aufgehoben sind.
Aber nicht nur das: Seit über 60 Jahren gehört der sensible Umgang mit Umwelt
und Ressourcen zur Philosophie des gesamten Unternehmens und basiert auf der
anthroposophischen Grundhaltung des früheren Eigentümerpaares Emma und Christof Stoll und deren Credo „Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze sondern
unverzichtbare Teile eines Ganzen". Mit der GRIZertifizierung im Jahr 2011 rückt
das Unternehmen, als erstes der Branche, die ganzheitliche
Unternehmensbetrachtung noch stärker ins Licht der Öffentlichkeit. Der Mensch
steht im Mittelpunkt. Im Sinne der Corporate Social Responsibility (CSR) sind
die Mitarbeiter der kostbarste Baustein der Wertschöpfungskette. Transparenz
der unternehmerischen Zusammenhänge und der Produktionsprozesse rangieren im
Firmenleitbild ganz vorne.
Nachhaltigkeit in
der Lieferkette
Interessant und wichtig ist auch die Betrachtung der
Nachhaltigkeit in der Lieferkette, die selbstverständlich ebenfalls auf das „Made in Germany"
Einfluss nimmt. Den eigenen Anspruch hierfür hat Sedus in einer
Lieferantenrichtlinie defi iert. Die größte Herausforderung besteht darin,
Lieferanten – mindestens alle
zwei Jahre – zu auditieren. Etwa 25 Prozent der Lieferanten decken 90 Prozent
der von Sedus konzernweit eingekauften Produktionsmaterialien ab. Dabei
werden vor Ort verschiedenste Aspekte untersucht wie Managementsysteme, Qualifikation und Kommunikation, Umwelt und Arbeitsschutz, Einhaltung der
Menschenrechte, die Maßnahmen zur Verpflichtung zur Nachhaltigkeit,
Auftragserfüllungsprozesse und Verbesserungskreisläufe.
Zu den relevanten Herstellungsbereichen, die die hohe Fertigungstiefe bei Sedus ausmachen, zählen unter anderem eigene Entwicklungsabteilungen mit zertifiziertem Testlabor, eine Rohrbiegerei für Gestelle, die Pulverbeschichtung und Galvanik, die Polsterei und hochwertige Lederverarbeitung, die große Stuhlendmontage, Formholzherstellung und Furnierverarbeitung sowie eine vollautomatisierte Plattenverarbeitung mit Laserbekantung. Selbstverständlich umfasst das „Made in Germany" bei Sedus nicht nur die reinen Design und Produktionsthemen. Das tiefgehende Selbstverständnis in Sachen Ergonomie und die Kompetenz rund um alle Fragen der Büroplanung machen Sedus zu einem verlässlichen Partner.
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2015 - Grünes Reisen im Trend erschienen.
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