Technik | Mobilität & Transport, 31.01.2007
Die Autoindustrie und der Klimawandel
Ein Standpunkt
Zwischen der deutschen Autoindustrie und der EU-Kommission hat sich politischer Zündstoff angesammelt. Die Autoindustrie hat ihr Versprechen, die CO2-Belastung bei Neuwagen bis zum Jahre 2008 im Schnitt auf weniger als 140 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenen Kilometer zu beschränken, zurückgenommen. Nun steht eine gesetzliche Regelung durch die EU bevor, in der für Neuwagen bis 2012 ein Grenzwert für den CO2-Ausstoß auf 120 Gramm im Gespräch ist.
Die deutschen Autobauer sowie die Politik laufen Sturm gegen die Pläne der EU. Dabei sind die negativen Klimaauswirkungen des Verkehrs unbestritten und gerade der Bundesregierung stünde es im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft, in der Bundeskanzlerin Merkel den Klimawandel als eines der wichtigsten Themen behandelt wissen möchte, gut zu Gesicht, auf diesem Gebiet positive Ergebnisse vorzuweisen.
Betrachtet man die Entwicklung der Auto-Modellpalette in den letzten Jahren, ist klar, dass das CO2-Ziel der EU-Kommission zumindest für die deutschen Autobauer illusorisch ist. Und kaum ein deutscher Mainstream-Politiker, der schließlich wiedergewählt werden will, wird es wagen, sich diesem wichtigen Industriezweig entgegenzustellen. Denn nicht nur Arbeitsplätze erscheinen gefährdet, sondern die Auto-Lobby hat auch schnell BILD und ADAC in Stellung gebracht und erreicht damit eine kritische Masse, gegen die keine Politik gemacht werden kann.
Nicht die Autoindustrie, sondern der Kunde ist gefordert
Die Umweltverbände klagen die Autobauer an und fordern klimaschonende Modelle ein. Aber sind die Autobauer überhaupt die richtigen Adressaten dieser Kritik? Ich meine nein. Man kann es der Industrie kaum vorwerfen, dass sie Produkte erzeugt und auf den Markt bringt, die ihr mit Begeisterung aus den Händen gerissen werden. Die glänzenden Zahlen von Porsche, aber auch die guten Verkäufe von BMW und Mercedes im spritfressenden Luxussegment zeigen, was der Verbraucher will. Prestige, Komfort, PS und Größe - der Benzinverbrauch spielt für die KäuferInnen offenbar keine Rolle.
Es gibt nur eine vernünftige Möglichkeit, den Benzinwahn zu stoppen und der tut weh im Portemonnaie: Die Erhöhung des Benzinpreises. Mit der Abschaffung der unübersichtlichen KFZ-Steuer und die Umlegung auf den Benzinpreis hat die Regierung eine ideale Einstiegsmöglichkeit, den Benzinpreis zu erhöhen. Und dann heißt es: Wer viel fährt, zahlt viel, wer sparsame Modelle fährt, zahlt weniger. Erst der Griff ins Portemonnaie der Autofahrer wird dazu führen, dass sparsame Modelle nachgefragt werden und erst dann wird die Industrie diese Modelle auch zur Verfügung stellen. Es ist zu hoffen, dass die Bundesregierung die Kraft finden wird, diesen Weg einzuschlagen.
Die deutschen Autobauer sowie die Politik laufen Sturm gegen die Pläne der EU. Dabei sind die negativen Klimaauswirkungen des Verkehrs unbestritten und gerade der Bundesregierung stünde es im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft, in der Bundeskanzlerin Merkel den Klimawandel als eines der wichtigsten Themen behandelt wissen möchte, gut zu Gesicht, auf diesem Gebiet positive Ergebnisse vorzuweisen.
Betrachtet man die Entwicklung der Auto-Modellpalette in den letzten Jahren, ist klar, dass das CO2-Ziel der EU-Kommission zumindest für die deutschen Autobauer illusorisch ist. Und kaum ein deutscher Mainstream-Politiker, der schließlich wiedergewählt werden will, wird es wagen, sich diesem wichtigen Industriezweig entgegenzustellen. Denn nicht nur Arbeitsplätze erscheinen gefährdet, sondern die Auto-Lobby hat auch schnell BILD und ADAC in Stellung gebracht und erreicht damit eine kritische Masse, gegen die keine Politik gemacht werden kann.
Nicht die Autoindustrie, sondern der Kunde ist gefordert
Die Umweltverbände klagen die Autobauer an und fordern klimaschonende Modelle ein. Aber sind die Autobauer überhaupt die richtigen Adressaten dieser Kritik? Ich meine nein. Man kann es der Industrie kaum vorwerfen, dass sie Produkte erzeugt und auf den Markt bringt, die ihr mit Begeisterung aus den Händen gerissen werden. Die glänzenden Zahlen von Porsche, aber auch die guten Verkäufe von BMW und Mercedes im spritfressenden Luxussegment zeigen, was der Verbraucher will. Prestige, Komfort, PS und Größe - der Benzinverbrauch spielt für die KäuferInnen offenbar keine Rolle.
Es gibt nur eine vernünftige Möglichkeit, den Benzinwahn zu stoppen und der tut weh im Portemonnaie: Die Erhöhung des Benzinpreises. Mit der Abschaffung der unübersichtlichen KFZ-Steuer und die Umlegung auf den Benzinpreis hat die Regierung eine ideale Einstiegsmöglichkeit, den Benzinpreis zu erhöhen. Und dann heißt es: Wer viel fährt, zahlt viel, wer sparsame Modelle fährt, zahlt weniger. Erst der Griff ins Portemonnaie der Autofahrer wird dazu führen, dass sparsame Modelle nachgefragt werden und erst dann wird die Industrie diese Modelle auch zur Verfügung stellen. Es ist zu hoffen, dass die Bundesregierung die Kraft finden wird, diesen Weg einzuschlagen.
Mathias Prange
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