82 Leistungen. Ein Vertrag. Ein Preis. Transformation as a Service - Planungssicherheit statt Projekte

Die Autoindustrie und der Klimawandel

Ein Standpunkt

Zwischen der deutschen Autoindustrie und der EU-Kommission hat sich politischer Zündstoff angesammelt. Die Autoindustrie hat ihr Versprechen, die CO2-Belastung bei Neuwagen bis zum Jahre 2008 im Schnitt auf weniger als 140 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenen Kilometer zu beschränken, zurückgenommen. Nun steht eine gesetzliche Regelung durch die EU bevor, in der für Neuwagen bis 2012 ein Grenzwert für den CO2-Ausstoß auf 120 Gramm im Gespräch ist.

Die deutschen Autobauer sowie die Politik laufen Sturm gegen die Pläne der EU. Dabei sind die negativen Klimaauswirkungen des Verkehrs unbestritten und gerade der Bundesregierung stünde es im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft, in der Bundeskanzlerin Merkel den Klimawandel als eines der wichtigsten Themen behandelt wissen möchte, gut zu Gesicht, auf diesem Gebiet positive Ergebnisse vorzuweisen.

Betrachtet man die Entwicklung der Auto-Modellpalette in den letzten Jahren, ist klar, dass das CO2-Ziel der EU-Kommission zumindest für die deutschen Autobauer illusorisch ist. Und kaum ein deutscher Mainstream-Politiker, der schließlich wiedergewählt werden will, wird es wagen, sich diesem wichtigen Industriezweig entgegenzustellen. Denn nicht nur Arbeitsplätze erscheinen gefährdet, sondern die Auto-Lobby hat auch schnell BILD und ADAC in Stellung gebracht und erreicht damit eine kritische Masse, gegen die keine Politik gemacht werden kann.

Nicht die Autoindustrie, sondern der Kunde ist gefordert
Die Umweltverbände klagen die Autobauer an und fordern klimaschonende Modelle ein. Aber sind die Autobauer überhaupt die richtigen Adressaten dieser Kritik? Ich meine nein. Man kann es der Industrie kaum vorwerfen, dass sie Produkte erzeugt und auf den Markt bringt, die ihr mit Begeisterung aus den Händen gerissen werden. Die glänzenden Zahlen von Porsche, aber auch die guten Verkäufe von BMW und Mercedes im spritfressenden Luxussegment zeigen, was der Verbraucher will. Prestige, Komfort, PS und Größe - der Benzinverbrauch spielt für die KäuferInnen offenbar keine Rolle.

Es gibt nur eine vernünftige Möglichkeit, den Benzinwahn zu stoppen und der tut weh im Portemonnaie: Die Erhöhung des Benzinpreises. Mit der Abschaffung der unübersichtlichen KFZ-Steuer und die Umlegung auf den Benzinpreis hat die Regierung eine ideale Einstiegsmöglichkeit, den Benzinpreis zu erhöhen. Und dann heißt es: Wer viel fährt, zahlt viel, wer sparsame Modelle fährt, zahlt weniger. Erst der Griff ins Portemonnaie der Autofahrer wird dazu führen, dass sparsame Modelle nachgefragt werden und erst dann wird die Industrie diese Modelle auch zur Verfügung stellen. Es ist zu hoffen, dass die Bundesregierung die Kraft finden wird, diesen Weg einzuschlagen.

Mathias Prange


Quelle:



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
08
OKT
2026
forumESGready - Fortsetzung unserer beliebten Online-Events ab 8. Oktober
Transformation im Mittelstand: Aktuelle relevante Themen in drei Terminen
Online
20
OKT
2026
Personalmesse München powered by Zukunft Personal
Die Messe für Recruiting, Personalmanagement, BGM und Weiterbildung
80939 München
23
NOV
2026
European Sustainability Week
Built on Trust. Driven by Insight. Focused on Impact. - Ticketrabatt für forum-Leser*innen
53639 Königswinter
Alle Veranstaltungen...
Transformation für den Mittelstand. In vier Wochen wissen, was zu tun ist.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Digitalisierung

Sind wir auf dem Weg, uns selbst abzuschaffen?
Christoph Quarch überlegt, was KI-Systeme mit uns machen und wie wir uns verhalten sollten
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.

Jetzt auf forum:

Es brennt! Doch kaum regnet es, ist alles vergessen …

Wie smarte Technologie Würde und Sicherheit im Alter sichert

LEEF wird fürs Nachhaltigkeitsmanagement ausgezeichnet

Konkrete Gefahren für Betriebe

Nachhaltigkeit beginnt mit gutem Design

Bereits über 70 Veranstaltungen für Munich Climate Week 2026 angekündigt

Bessere Verpackungen, weniger Müll

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

B.A.U.M. Insights
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Zendure DE GmbH
  • ZamWirken e.V.
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • SUSTAYNR GmbH
  • 66 seconds for the future
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • WWF Deutschland
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • NOW Partners Foundation
  • Engagement Global gGmbH