82 Leistungen. Ein Vertrag. Ein Preis. Transformation as a Service - Planungssicherheit statt Projekte

Forsa-Umfrage im Wissenschaftsjahr Zukunftsprojekt ERDE:

Viele Deutsche wissen nicht, was Nachhaltigkeit ist

Mehr als jeder dritte Deutsche hat keine konkrete Vorstellung, was der Begriff "Nachhaltigkeit" bedeutet. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage zum Start des Wissenschaftsjahres 2012 - Zukunftsprojekt Erde. Nur acht Prozent der Befragten verbinden Nachhaltigkeit spontan mit Umwelt- und Naturschutz oder dem sorgsamen Umgang mit Ressourcen, vier Prozent mit regenerativer Energie. Dabei ist die Forschung auf diesen und weiteren Gebieten aktiv, um neue Ansätze für nachhaltige Entwicklungen zu finden. Welche Chancen und Herausforderungen es gibt, zeigt das Wissenschaftsjahr Zukunftsprojekt Erde in den kommenden Monaten.

Foto: © Paul Schubert + Karin Schmidt / pixelio.de

Mehr als jeder dritte Deutsche hat keine konkrete Vorstellung, was der Begriff "Nachhaltigkeit" bedeutet. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage zum Start des Wissenschaftsjahres 2012 - Zukunftsprojekt Erde. Nur acht Prozent der Befragten verbinden Nachhaltigkeit spontan mit Umwelt- und Naturschutz oder dem sorgsamen Umgang mit Ressourcen, vier Prozent mit regenerativer Energie. Dabei ist die Forschung auf diesen und weiteren Gebieten aktiv, um neue Ansätze für nachhaltige Entwicklungen zu finden. Welche Chancen und Herausforderungen es gibt, zeigt das Wissenschaftsjahr Zukunftsprojekt Erde in den kommenden Monaten.

Insgesamt 36 Prozent der Befragten der Forsa-Umfrage konnten spontan nicht sagen, was sie mit "Nachhaltigkeit" verbinden. Erst nach bestimmten Bereichen gezielt gefragt, wird das Meinungsbild klarer. Um die Welt nachhaltiger zu gestalten, ist 78 Prozent der Befragten ein gutes Bildungssystem sehr wichtig, das die Grundlage für die Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit genauso wie für ökonomische Entwicklung und zukunftsorientierte Forschung bietet. Auch die Energieversorgung und das Finanzsystem spielen für die Deutschen beim Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle: Der Ausbau erneuerbarer Energien und der Abbau der Staatsverschuldung liegen jeweils 55 Prozent der Befragten besonders am Herzen. Eine klimaschonende und umweltfreundliche Industrieproduktion halten 54 Prozent für sehr wichtig. Es folgen der sorgsame Umgang mit Ressourcen - zum Beispiel die Vermeidung und Wiederverwertung von Abfällen - und das Recycling von Rohstoffen aus elektronischen Geräten (jeweils 47 Prozent). Als weniger wichtig wird mit 18 Prozent der Kauf ökologischer Produkte bewertet.

"Ob bei Konsumverhalten, Finanzwirtschaft oder Klima- und Umweltschutz: Nachhaltigkeit betrifft alle Lebensbereiche", so Ministerialdirigent Wilfried Kraus, Leiter der Unterabteilung Nachhaltigkeit, Klima, Energie im Bundesministerium für Bildung und Forschung und Leiter der Projektgruppe Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt Erde. "Die Forschung für nachhaltige Entwicklungen bietet Politik und Gesellschaft die Grundlage, um zu entscheiden: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Wie können wir unsere Umwelt bewahren?" Das Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt Erde möchte diese verschiedenen Dimensionen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen - und zugleich über den Beitrag, den die Forschung für nachhaltige Entwicklungen leistet, informieren und diskutieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere junge Menschen, bei denen - wie die Forsa-Umfrage zeigt - Nachhaltigkeitsziele weniger verankert sind als bei älteren Befragten. So finden beispielsweise nur 37 Prozent der 18- bis 29-Jährigen den Abbau der Staatsverschuldung sehr wichtig - gegenüber 55 Prozent der Gesamtbevölkerung und 68 Prozent der über 60-Jährigen.

Eine ähnliche Diskrepanz zeigt sich bei der Wiederverwertung von Elektroschrott: 37 Prozent der jüngeren Befragten räumen diesem Punkt Bedeutung ein, bei den Älteren sind es 52 Prozent. "Dabei schlummern beispielsweise Millionen Handys in deutschen Schubladen - und mit ihnen wertvolle Metalle, die sich wiederverwerten lassen", so Wilfried Kraus. "Um darauf aufmerksam zu machen und über Recycling aufzuklären, wird es im Rahmen des Wissenschaftsjahres eine Informations- und Sammelaktion zu Mobiltelefonen geben." Ein weiteres Thema des Wissenschaftsjahres Zukunftsprojekt Erde ist "Urban Gardening", also die Begrünung brachliegender städtischer Flächen. Immerhin jeder vierte Befragte hält diese Maßnahme für sinnvoll, um das Leben in Städten nachhaltiger zu gestalten.

Nachhaltigkeit vor Ort: in der ZukunftsWerkStadt

Als konkrete lokale Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit in den Städten plädieren die Befragten für mehr Grünflächen, einen verbesserten Umweltschutz, eine durchdachte Bauplanung, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, mehr Investitionen ins Bildungssystem, sorgfältiges Wirtschaften, die Einsparung von Energie bzw. die Nutzung erneuerbarer Energien, die Schonung der Ressourcen und mehr Familienfreundlichkeit.

Damit diese und weitere Ideen rund um nachhaltige Stadtentwicklung vorangetrieben und mit Leben gefüllt werden, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Wissenschaftsjahres den Wettbewerb "ZukunftsWerkStadt" ins Leben gerufen. 27 Städte und Landkreise wurden eingeladen, gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern Konzepte für mehr Nachhaltigkeit im kommunalen Alltag auszuarbeiten, unterstützt von Forschungseinrichtungen. 15 bis 20 Städte, deren Ideen besonders überzeugen, erhalten maximal 250.000 Euro, um ihre Beiträge in die Tat umzusetzen. Ziel der ZukunftsWerkStadt ist es, dass Bürgerinnen und Bürger sich mit nachhaltigen Konzepten in ihrer Stadt oder ihrem Landkreis auseinandersetzen und ihre individuellen Ideen und Wünsche einbringen.

Auch wenn sich die meisten unter dem abstrakten Begriff "Nachhaltigkeit" wenig vorstellen können: Nach ihrem konkreten Handeln gefragt, zeichnete sich bei den meisten Befragten ab, dass sie einen Beitrag im eigenen Alltag leisten: indem sie etwa versuchen, Energie zu sparen (95 Prozent tun dies nach eigener Aussage "immer" oder "meistens"), beim Kauf von Haushaltsgeräten auf einen niedrigen Energieverbrauch achten (91 Prozent), oder gezielt Produkte wie Obst oder Gemüse aus der Region kaufen (79 Prozent).

Die vollständigen Ergebnisse der Forsa-Umfrage sowie weitere Informationen rund um Forschung für nachhaltige Entwicklungen erhalten Sie zum Download unter www.zukunftsprojekt-erde.de.


Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Seit dem Jahr 2000 fördern sie den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Forschung. Im Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt Erde stehen drei zentrale Fragen im Mittelpunkt: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und: Wie können wir unsere Umwelt bewahren? Damit fördert das Wissenschaftsjahr 2012 die gesellschaftliche Debatte über die Ziele, Herausforderungen und Aktionsfelder einer nachhaltigen Entwicklung.

Quelle:



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
08
OKT
2026
forumESGready - Fortsetzung unserer beliebten Online-Events ab 8. Oktober
Transformation im Mittelstand: Aktuelle relevante Themen in drei Terminen
Online
20
OKT
2026
Personalmesse München powered by Zukunft Personal
Die Messe für Recruiting, Personalmanagement, BGM und Weiterbildung
80939 München
23
NOV
2026
European Sustainability Week
Built on Trust. Driven by Insight. Focused on Impact. - Ticketrabatt für forum-Leser*innen
53639 Königswinter
Alle Veranstaltungen...
Transformation für den Mittelstand. In vier Wochen wissen, was zu tun ist.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Sport & Freizeit, Reisen

Hinaus in die Wildnis!
Christoph Quarchs Blick auf die junge Kulturgeschichte von Naturschutz und Naturtourismus
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Es brennt! Doch kaum regnet es, ist alles vergessen …

Wie smarte Technologie Würde und Sicherheit im Alter sichert

LEEF wird fürs Nachhaltigkeitsmanagement ausgezeichnet

Konkrete Gefahren für Betriebe

Nachhaltigkeit beginnt mit gutem Design

Bereits über 70 Veranstaltungen für Munich Climate Week 2026 angekündigt

Bessere Verpackungen, weniger Müll

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

B.A.U.M. Insights
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Zendure DE GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • ZamWirken e.V.
  • SUSTAYNR GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • WWF Deutschland
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • 66 seconds for the future
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • NOW Partners Foundation