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Europäischer Energieriese züchtet Mikroalgen mit Hilfe von e c o d u n a

Inbetriebnahme der weltweit ersten voll kontinuierlichen industriellen Algenzuchtanlage von ecoduna

Das Unternehmen e c o d u n a hat einen weiteren Meilenstein ihrer noch jungen Geschichte hinzugefügt: Am 12. Oktober 2011 wurden von ecoduna und Vattenfall, letzterer ist der größte thermische Energielieferant Europas, eine Algenzuchtanlage zur Nutzung von CO2 aus dem Braunkohlekraftwerk in Senftenberg (Brandenburg, Deutschland) in Betrieb genommen. Vattenfall hatte bereits vor einigen Jahren begonnen, Algen als "CO2-Fresser" zu testen. Nach erfolgreichen Versuchen hat das schwedische Unternehmen nun konsequent den nächsten Schritt gesetzt und gemeinsam mit ecoduna die industrielle Umsetzung mit Hilfe eines Photo-Bioreaktors, der Anlage zur Züchtung der Mikroalgen, gestartet. Algen gelten als die wichtigste nachwachsende Ressource der Zukunft überhaupt.

Die feierliche Inbetriebnahme wurde vom brandenburgischen Staatssekretär für Wirtschaft, Henning Heinemanns, und dem Vorstandsvorsitzenden der Vattenfall Europe Mining- und Generation AG, Hartmuth Zeiß, vorgenommen.

Unter den zahlreich erschienen Gästen bei der Eröffnung waren auch bedeutende Algen-Wissenschaftler wie Prof. Pulz, Prof. Masojidek und Prof. Kopecky.
ecoduna ist ein junges Technologieunternehmen aus Bruck an der Leitha in Niederösterreich (Österreich), welches weltweit als Innovationsführer in der Entwicklung von Photo-Bioreaktoren angesehen wird!

Die von ecoduna entwickelte Technologie ist der Durchbruch in der industriellen Zucht von Mikroalgen! Durch das kontinuierliche System sowie die Nutzung der gesamten eingestrahlten Sonnenenergie ist es erstmals möglich, Kraftwerksabgase in großen Mengen in wertvolle Biomasse umzuwandeln.


Durch den nicht nur für ecoduna bedeutenden Schritt, weg von Laborausstattungen und kleineren Prototypen und hin zu Anlagen industrieller Größe, hat diese neue Technologie die weltweite Führung in der grünen Biotechnologie übernommen.
Die ecoduna-Anlage in Senftenberg, die mit rund 50.000 Litern an photoaktivem Volumen die zweitgrößte geschlossene Algenzuchtanlage weltweit ist, besticht durch eine Reihe einzigartiger Neuerungen:
  • Kontinuierlicher Betrieb (wodurch eine industrielle Kultivierung von Mikroalgen erst möglich wird)
  • Einsparung von elektrischen Pumpen durch Nutzung natürlicher Phänomene
  • Volle Nutzung der Sonnenenergie durch maximale Oberfläche
  • Ideale Versorgung der Algen mit CO2 und Nährstoffen
  • Immens geringer Flächenverbrauch (kein Wettbewerb mit der Nahrungsmittelproduktion um Ackerflächen!)
Der nächste Meilenstein ist für ecoduna bereits in Reichweite: Im Frühjahr 2012 wird das Start-Up-Unternehmen die weltweit größte industrielle Anlage zur Produktion von hochwertigen Omega-3-Fettsäuren aus Algen in Bruck an der Leitha (Niederösterreich) in Betrieb nehmen.


Mit Cluster Biofuels Denmark und dem britischen Unternehmen Greenacres Energy werden, ebenfalls im Jahr 2012, zwei weitere ecoduna-Anlagen errichtet.
Außerdem bereitet ecoduna weitere große Projekte vor, unter anderem mit dem Flugzeughersteller EADS, der österreichischen OMV sowie einer Reihe anderer nationaler und internationaler Partnern vor. Dadurch wird die industrielle Nutzung von Algen weiter vorangetrieben.

Bisher wurden nur Nahrungsmittel, Pharmaprodukte und Kosmetika in kleinen Mengen aus Algen hergestellt. Mit den Errungenschaften von ecoduna ist es nun erstmals möglich, Massenprodukte wie grünen Treibstoff, Bio-Plastik und Tierfutter in nahezu unbegrenzten Mengen zu produzieren. Ganz besonders wichtig: Die Herstellung von Mikroalgen steht dabei nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion auf landwirtschaftlichen Flächen!

Das grundlegende Prinzip der Algenproduktion: Photosynthese! Das aus Abgasen stammende Kohlendioxid wird gebunden und in Biomasse umgewandelt. Wasser wird innerhalb des Systems recycelt. Das einzige "Abfallprodukt" in der Algenzucht ist der Sauerstoff, der in der Photosynthese freigesetzt wird.

Quelle: FORUM Nachhaltig Wirtschaften Büro Süd
Umwelt | Klima, 24.10.2011
     
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