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Das persönliche Ressourceneffizienzmanagement

Eine Kolumne, die fröhlich Fragen offen lässt

Jaja, ich weiß. "Ressourcenmanagement", das alte, neue Schlagwort. Gerne auch in Verbindung mit erhobenem Zeigefinger verwendet: Nimm gefälligst den Öko-Jutebeutel zum Einkaufen und nicht die giftfolienbeschichtete Kunststofftasche. Pass endlich auf wo du hintrittst, wir haben sowieso bald keinen Boden mehr unter den Füßen. Und am besten gehst du auch nicht mehr auf die Toilette, es sei denn, dein "Output" dient der unmittelbaren Wiederverwertung und das im optimalen Fall auf deinem eigenen Hügelbeet...

Ressourcen hier, Ressourcen da! Je knapper sie werden, desto mehr hört und sieht man über sie - überall.
Foto: © Philipp Ledényi
Das möchte ich mir mit Verlaub dann doch erst noch einmal überlegen, während das Wasser beim fröhlichen Zähneputzen läuft, meine Wohnung auch nachts taghell im Glanz ihrer Lichter erstrahlt, oder ich mit meinem E10-untauglichen Schrottauto meist um 30 km/h zu schnell zu irgendwelchen vermeintlich wichtigen Terminen rase. Im Gegensatz zu ressourcenbewussten Mitmenschen, die sich mutig in überfüllte U-Bahnen setzen und sich dort mit Schweine- oder sonstiger Grippe anstecken und dann der sowieso schon maroden Ressource Krankenkasse auf der Tasche liegen werden.
Gut, dass ich so vernünftig bin.

Nur schade eigentlich, dass ich dabei vergesse, dass Zeit auch eine Ressource ist, mit der es hauszuhalten gilt. Nehme ich mir ein bisschen von derselben und schalte das Licht in meiner Wohnung aus, könnte es passieren, dass mir dafür endlich eines aufgeht: meine kognitiv-mentale Ressource Hirn läuft Gefahr, Bequemlichkeit als wunderbare Ausrede zu akzeptieren um es mit dem Hardware-Ressourcenmanagement nicht allzu genau zu nehmen. Zumal meine Fähigkeit eindeutig bei der Pflege emotionaler Ressourcen liegt - ein Ressourcenmanager ist schließlich jemand, der sich um Dinge kümmert, die zu kurz zu kommen drohen. Beziehungen zum Beispiel. Und deshalb bevorzuge ich noch das Gespräch von dir zu mir statt nur zu posten oder zu twittern. Und ich gebe meinen Mitmenschen in ressourcenknappen Zeiten gerne vorsorglich und ungefragt Überlebenstipps: zum Beispiel, dass man, sollte gerade keine Öko-Wiederverwertungstoilette zur Hand sein, mit Urin Wunden heilen oder zu enge Lederschuhe weiten kann. Falls man sich in der Wüste verlaufen hat - und in dieser werden wir laut Ressourcenpaniker ja bald alle leben. Weil auch die Erderwärmung mit dem Ressourcenraubbau zusammen hängt.
Irgendwie...
 
 
 
 Von Dagmar Walser
 
   
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Quelle: Dagmar Walser
Umwelt | Ressourcen, 06.04.2011
     
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