Technik | Mobilität & Transport, 26.02.2011
E-Mobilität braucht Emotionen
Expertendiskussion des CleanEnergy Projects zum Thema "Elektromobilität"
Die Experten des CleanEnergy Project Roundtables zum Thema Elektromobilität waren sich einig - die Elektromobilität wird kommen. Nur wann und wie die Ablösung der Benzinmotoren kommen wird, darüber herrschte unterschiedliche Meinung.
"Elektrofahrzeuge können schon heute die Erwartung der Kunden zum größten Teil erfüllen", hieß es auf der einen Seite. "Solange die E-Fahrzeuge nicht in Mobilitätskonzepte eingebunden oder mit Zusatzantrieben ausgerüstet sind, wird E-Mobilität nie funktionieren", argumentierten die etwas kritischeren Fachleute. Das Fazit der Experten-Runde: Damit sich Elektroautos auf dem Markt etablieren können, sind eine emotionale Kundenansprache und der Einsatz intelligenter Informationstechnologien genauso nötig, wie ein Umdenken in der Gesellschaft.
Die Batterietechnologie für Elektrofahrzeuge ist bisher unausgereift. Deshalb verfügen die Elektroautos nicht über die nötige Reichweite. Auch beim Komfort können die Elektromobile nicht mit großräumigen Benzin oder Diesel Limousinen mithalten. Um die Elektromobilität dennoch attraktiv zu machen, gelt es, so die Experten, auf "Emotionalität" zu setzen. Ganz nach dem Motto "Image ist alles" sollen den Fahrzeugen bestimmte Attribute zugesprochen werden. Ein Elektromotorrad kann beispielsweise als extrem cool gelten, weil es an der Ampel jeden Porsche einfach stehen lässt.
Als weiteren Schlüsselbegriff für den Fortschritt der Elektromobilität brachten die Experten - darunter Vertreter der Auto-, Energie- und IT-Industrie - die "Informationstechnologie" auf den Tisch. Sie ist nicht nur einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren, sondern gleichzeitig eines der größten Risiken. Denn wenn die Hersteller ihre Autos zu Computern auf vier Rädern umwandeln, werden die Fahrzeuge ähnlich angreifbar wie ein Mobiltelefon oder ein PC. Ein großes Thema ist daher der Datenschutz und der Schutz der Fahrzeuge vor Hackerangriffen.
Laut der Experten ginge es ferner darum, die E-Fahrzeuge in bestehende und neue Mobilitätskonzepte einzubinden, wofür die Informationstechnologie ganz entscheidend sei. Denn der Schwerpunkt läge hier auf Kommunikation, Abrechnung, Car-Sharing-Angeboten, Flottenmanagement und "intelligenten" - also IT gesteuerten - Komponenten im Auto.
Als drittes Leitmotiv zur Durchsetzung der Elektromobilität wurde das "Umdenken" genannt. Dieses ist sowohl bei den Mobilitätskonzepten, bei der Auswahl der Fahrzeuge, bei der Wahl der Energie, bei den Möglichkeiten der Informationstechnologie, als auch beim Umweltbewusstsein gefordert. Die Mehrheit der Anwesenden war sich beispielsweise darin einig, dass E-Mobilität nur Sinn macht, wenn die Fahrzeuge ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
"Wenn wir von heute auf morgen die gesamte deutsche Automobilflotte umstellen würden, benötigten wir etwa 20 Prozent des derzeit erzeugten Stroms", erklärte Lorenz Köll, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle für Energiewirtschaft. "Es ist kein Problem die benötigte Energie aufzubringen - selbst wenn die Fahrzeuge in Zukunft ausschließlich mit grünem Strom fahren."
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Es geht um den Kunden. Auf drei Wegen zum Erfolg: Emotionalität, Informationstechnologie, Umdenken. |
Die Batterietechnologie für Elektrofahrzeuge ist bisher unausgereift. Deshalb verfügen die Elektroautos nicht über die nötige Reichweite. Auch beim Komfort können die Elektromobile nicht mit großräumigen Benzin oder Diesel Limousinen mithalten. Um die Elektromobilität dennoch attraktiv zu machen, gelt es, so die Experten, auf "Emotionalität" zu setzen. Ganz nach dem Motto "Image ist alles" sollen den Fahrzeugen bestimmte Attribute zugesprochen werden. Ein Elektromotorrad kann beispielsweise als extrem cool gelten, weil es an der Ampel jeden Porsche einfach stehen lässt.
Als weiteren Schlüsselbegriff für den Fortschritt der Elektromobilität brachten die Experten - darunter Vertreter der Auto-, Energie- und IT-Industrie - die "Informationstechnologie" auf den Tisch. Sie ist nicht nur einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren, sondern gleichzeitig eines der größten Risiken. Denn wenn die Hersteller ihre Autos zu Computern auf vier Rädern umwandeln, werden die Fahrzeuge ähnlich angreifbar wie ein Mobiltelefon oder ein PC. Ein großes Thema ist daher der Datenschutz und der Schutz der Fahrzeuge vor Hackerangriffen.
Laut der Experten ginge es ferner darum, die E-Fahrzeuge in bestehende und neue Mobilitätskonzepte einzubinden, wofür die Informationstechnologie ganz entscheidend sei. Denn der Schwerpunkt läge hier auf Kommunikation, Abrechnung, Car-Sharing-Angeboten, Flottenmanagement und "intelligenten" - also IT gesteuerten - Komponenten im Auto.
Als drittes Leitmotiv zur Durchsetzung der Elektromobilität wurde das "Umdenken" genannt. Dieses ist sowohl bei den Mobilitätskonzepten, bei der Auswahl der Fahrzeuge, bei der Wahl der Energie, bei den Möglichkeiten der Informationstechnologie, als auch beim Umweltbewusstsein gefordert. Die Mehrheit der Anwesenden war sich beispielsweise darin einig, dass E-Mobilität nur Sinn macht, wenn die Fahrzeuge ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
"Wenn wir von heute auf morgen die gesamte deutsche Automobilflotte umstellen würden, benötigten wir etwa 20 Prozent des derzeit erzeugten Stroms", erklärte Lorenz Köll, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle für Energiewirtschaft. "Es ist kein Problem die benötigte Energie aufzubringen - selbst wenn die Fahrzeuge in Zukunft ausschließlich mit grünem Strom fahren."
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