Gesellschaft | Pioniere & Visionen, 12.08.2010
999 Zeichen für die Zukunft der Medien und ihrer Verantwortung
Informationsdefizite beseitigen
Manche Kollegen sagen, Medien müssten nur berichten, was gerade geschieht. Das ist Unsinn. Journalisten müssen auch zeigen, was nicht geschieht und was geschehen sollte.
Warum braucht es erst eine Ölkatastrophe, damit Medien berichten, was die Akteure unterlassen haben? Viel eher hätten sie deren Geschäftmodelle hinterfragen und verantwortlichere Geschäftspraktiken fordern sollen. Manche Kollegen namhafter Publikationen meinen, nachhaltiges Wirtschaften sei unrealistische Vision. Auch das ist eine Fehleinschätzung.
Visionen zu künftigen Wirtschafts- und Lebensweisen, wie abfallfreies Wirtschaften, sind nicht nur nötig, sondern durchaus realisierbar. Das belegen Unternehmen verschiedener Branchen mit ihrem Kerngeschäft. Medien sollten dazu beitragen, die hierzu bestehenden großen Informations- und Diskussionsdefizite zu verringern, Greenwashing aufzudecken und das komplexe Thema Nachhaltigkeit zu erklären. Das ist keine Aufgabe für Sonderbeilagen, sondern für das Tagesgeschäft von Wirtschafts- und Finanzjournalisten - schon deswegen, weil es wirtschaftsrelevant ist.
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Susanne Bergius realisiert das Handelsblatt Business Briefing zu Nachhaltigen Investments. |
Visionen zu künftigen Wirtschafts- und Lebensweisen, wie abfallfreies Wirtschaften, sind nicht nur nötig, sondern durchaus realisierbar. Das belegen Unternehmen verschiedener Branchen mit ihrem Kerngeschäft. Medien sollten dazu beitragen, die hierzu bestehenden großen Informations- und Diskussionsdefizite zu verringern, Greenwashing aufzudecken und das komplexe Thema Nachhaltigkeit zu erklären. Das ist keine Aufgabe für Sonderbeilagen, sondern für das Tagesgeschäft von Wirtschafts- und Finanzjournalisten - schon deswegen, weil es wirtschaftsrelevant ist.
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