Umwelt | Klima, 18.06.2010
Umweltschutz im Cyberspace
Videokonferenzsysteme reduzieren Treibhausgase und sparen Geld
Videokonferenzen können das Reisekostenbudget und die Treibhausgasbilanz von Unternehmen erheblich entlasten. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "The Telepresence Revolution" des Carbon Disclosure Projects (CDP). Die Möglichkeit der Telekommunikation lohnt sich vor allem für große Unternehmen.
Telepräsenz-Systeme zeigen im Gegensatz zu herkömmlichen Videokonferenzen ein verbessertes Bild des Gesprächspartners und es wird einem das Gefühl vermittelt, man befinde sich gemeinsam in einem Raum. Wenn beispielsweise ein Unternehmen mit einem Umsatz von über einer Milliarde Dollar vier Telepräsenzräume einrichtet, amortisieren sich die Investitionen innerhalb von 15 Monaten. Schon im ersten Jahr fallen fast 900 Geschäftsreisen weniger an.
In fünf Jahren können so 2,3 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Zudem ergab die Studie, dass Videokonferenzen Entscheidungsprozesse beschleunigen und die Produktivität steigern können. Die Arbeitnehmer geben darüber hinaus an, eine bessere Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu haben, wenn Dienstreisen wegfallen.
Moderne Technologien sorgen für bessere Kommunikation
Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von Unternehmen in den USA und Großbritannien. Alleine angelsächsische Firmen könnten so bis 2020 ihre Emissionen um insgesamt 5,5 Millionen Tonnen CO2 reduzieren. Doch auch für den Geldbeutel ergäbe sich durch den Einsatz moderner Video-Kommunikations-Technologien eine Entlastung von 19 Milliarden Dollar.
"In Deutschland dürfte sich ein ähnliches Bild ergeben", schätzt Caspar von Blomberg, Geschäftsführer des CDP Deutschland. "Zwar sind die Distanzen nicht so groß, dennoch ist die Reisetätigkeit vor allem mit dem Flugzeug immer noch sehr hoch." Der WWF empfiehlt Unternehmen, vermehrt Videokonferenzsysteme einzusetzen, die zudem mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden sollten. Für Unternehmen sei die Reduzierung von Dienstreisen ein erster, einfacher und kostengünstiger Schritt, die weltweiten CO2-Emissionen zu senken, kommentiert Matthias Kopp, Projektleiter Industrie und Finanzsektor des WWF Deutschland.
Studie in englischer Sprache
Studie in deutscher Sprache
Weitere Informationen
Have you got what it takes to be a climate business hero? Test it
Moderne Kommunikationstechnologien reduzieren CO2-Emissionen, |
In fünf Jahren können so 2,3 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Zudem ergab die Studie, dass Videokonferenzen Entscheidungsprozesse beschleunigen und die Produktivität steigern können. Die Arbeitnehmer geben darüber hinaus an, eine bessere Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu haben, wenn Dienstreisen wegfallen.
Moderne Technologien sorgen für bessere Kommunikation
Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von Unternehmen in den USA und Großbritannien. Alleine angelsächsische Firmen könnten so bis 2020 ihre Emissionen um insgesamt 5,5 Millionen Tonnen CO2 reduzieren. Doch auch für den Geldbeutel ergäbe sich durch den Einsatz moderner Video-Kommunikations-Technologien eine Entlastung von 19 Milliarden Dollar.
"In Deutschland dürfte sich ein ähnliches Bild ergeben", schätzt Caspar von Blomberg, Geschäftsführer des CDP Deutschland. "Zwar sind die Distanzen nicht so groß, dennoch ist die Reisetätigkeit vor allem mit dem Flugzeug immer noch sehr hoch." Der WWF empfiehlt Unternehmen, vermehrt Videokonferenzsysteme einzusetzen, die zudem mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden sollten. Für Unternehmen sei die Reduzierung von Dienstreisen ein erster, einfacher und kostengünstiger Schritt, die weltweiten CO2-Emissionen zu senken, kommentiert Matthias Kopp, Projektleiter Industrie und Finanzsektor des WWF Deutschland.
Studie in englischer Sprache
Studie in deutscher Sprache
Weitere Informationen
Have you got what it takes to be a climate business hero? Test it
| Hintergrundinformation Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, die die weltweite größte Datenbank für unternehmensrelevante Klimainformationen führt. Im Auftrag von 534 institutionellen Investoren fordert das CDP jährlich weltweit börsennotierte Unternehmen auf, ihre klimarelevanten Unternehmensdaten an das CDP zu berichten. Das CDP stellt die Daten den Kapitalmärkten und der Öffentlichkeit zur Verfügung. Ziel ist es, CO2-Emissionen als wichtige Wirtschafts- und Erfolgsfaktoren in Unternehmen wahrzunehmen. In Deutschland ist das CDP seit 2005 aktiv. Die im DAX30 notierten Unternehmen sind unter den Teilnehmern fast vollständig vertreten. Die strategischen Partner des CDP in Deutschland sind die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der WWF Deutschland. |
40 Jahre fairer Handel haben eine breite Palette an Alternativen hervorgebracht. Sie kommen längst nicht mehr altbacken daher und können den Weltmarktpreisen die Stirn bieten. Zu "fair" gibt es keine Alternative. Worauf also warten wir noch? Im Special "Fair Trade und ethischer Konsum" stellt Ihnen forum 3/2010 die aktuellsten Entwicklungen, Initiativen und Vorschläge für Beschaffungsrichtlinien vor. forum Nachhaltig Wirtschaften Das Entscheider-Magazin demnächst im Zeitschriftenhandel |
Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?
forum 04/2026
- Kreislaufwirtschaft
- Biodiversität
- Bildung
- Wasserweisheiten
- Altöl im Kreislauf
Kaufen...
Abonnieren...
12
SEP
2026
SEP
2026
22
SEP
2026
SEP
2026
23
NOV
2026
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
Anzeige
Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.
Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.
Digitalisierung
Macht KI dumm?Christoph Quarch plädiert dafür, Sinnverstehen und Urteilskraft zu kultivieren als Gegengewicht gegen die drohende Übermacht der KI






















