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Technik | Energie, 04.08.2026

Die Bundesregierung bremst die Energiewende!

Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander

Stellungnahme von Scientists for Future: Bei der Einrichtung des Klima- und Transformationsfonds war die Zielsetzung „einen zentralen Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele Deutschlands zu bewirken". Für die Förderung der Energiewende, des Klimaschutzes und der Transformation sollten von 2024 bis 2027 insgesamt 211,8 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Aber schon von Anfang an wurden keine entsprechenden Summen in die Haushaltsplanung eingestellt.

© Steve Buissinne, pixabay.comAuch das Sondervermögen von 100 Mrd. Euro für Energie-Infrastruktur und Klimaneutralität wird teilweise zweckentfremdet eingesetzt. Im Gegensatz zu einem Ausbau von Strom-, Wasserstoff- und Wärmenetzen, die den Wirtschaftsstandort Deutschland stützen und die Energieversorgung privater Haushalte zukunftssicher machen würden, sollen die Mittel teilweise laut Infrastruktur-Beschleunigungs-Gesetz für den Neubau und Ausbau von Autobahnen, Flughäfen und Häfen verwendet werden. Aber wie statt bezahlbarem grünem Strom und Wasserstoff ausgerechnet neue Autobahnen und ausgebaute Häfen und Flugplätze die Industrie von der Abwanderung abhalten soll, bleibt ein Rätsel.
 
Verzögerung der Decarbonisierung auf Kosten der Energienutzer
Schon bislang diente der KTF zu großen Anteilen gar nicht zur Förderung der Transformation zu CO2-freier Wirtschaft, sondern in Gegenteil zur Verlängerung des Einsatzes fossiler Energieträger. Dieses Geld fehlt natürlich der Förderung der Erneuerbaren Energien und dem Ausbau der Energie-Infrastruktur. Die Subventionierung von Strom, dessen Defossilierung ausgebremst wird, bedeutet automatisch eine Subventionierung des künstlich aufrecht erhaltenen fossilen Anteils. Das läuft somit auf eine Depriorisierung der Energiewende und Verlängerung der fossilen Energienutzung hinaus. Gleichzeitig wird der Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten um ganze 15 Prozent gekürzt. Dies wird zu einer Erhöhung der Stromkosten beitragen. „Private Haushalte, Mieter und Gewerbe werden somit die Zeche für den möglichst langen Erhalt der fossilen Energieträger bezahlen" kommentiert Michael Huber von der Fachgruppe Kommunaler Klimaschutz der Scientists for Future.

Kontakt: Fachgruppe Kommunaler Klimaschutz der Scientists for Future, Dr. Thomas Seifert | vereinsvorstand@scientists4future.org | www.scientists4future.org



     
        
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