evoBuild - Zirkulär gedacht. Für Visionen gemacht.

Militarisierung von Wissenschaft und Forschung

Wissenschaftler veröffentlichen Policy Paper und fordern, Zivilklauseln weiterzuentwickeln

Welche Folgen hat eine Militarisierung von Wissenschaft und Forschung? Wie können, wie müssen wir damit umgehen? Auf sechzehn Seiten hat die Fachgruppe „Krieg, Sicherheit, Frieden" der Scientists4Future Deutschland untersucht, welche Rahmenbedingungen dafür bestehen.

© This is Engineering, unsplash.com"Insbesondere seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gibt es zunehmend Forderungen aus der Politik, Forschung und Lehre an deutschen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen stärker auf militärische, geo- und sicherheitspolitische Ziele auszurichten." schreiben die Autor:innen: Dr. Sibylle Brosius, PD Dr. Volker Ossenkopf-Okada und Prof. Dr. Jürgen Scheffran.

Welche Rahmenbedingungen bestehen für Forderungen aus der Politik, Forschung und Lehre an deutschen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen stärker auf militärische, geo- und sicherheitspolitische Ziele auszurichten? Welche Positionen nehmen die verschiedenen Interessenvertreter in Politik und Wissenschaft ein, welche möglichen Auswirkungen sind bei einer stärkeren Militarisierung insbesondere der Hochschulen zu erwarten und wie werden diese in Relation zur Wissenschaftsfreiheit stehen? 

In dem Dokument geben die Wissenschaftler fundierte Antworten. So schreiben sie: "Als Alternative zu einer einseitigen Konfrontations- oder Sicherheitslogik müssten die Hochschulen die Grundlagen einer langfristig tragfähigen Friedenslogik erarbeiten, die internationale Kooperation, Diplomatie, individuelle und gemeinsame Sicherheitsinteressen, Wissensaustausch und die Adressierung globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und soziale Krisen in den Mittelpunkt stellt."

"Zur Lösung der globalen Probleme ist eine offene internationale Zusammenarbeit  in der Wissenschaft unabdingbar. Militärische Forschung sollte überwiegend außerhalb der öffentlichen Universitäten stattfinden, während in den Universitäten militärischer Missbrauch und Dual-Use offen untersucht und diskutiert werden müssen." 

All dies erfordere eine ausreichende öffentliche Finanzierung, wobei eine wichtige Rolle den Verfahren der ethischen Bewertung sicherheitsrelevanter Forschung zukomme, etwa durch Kommissionen für Ethik sicherheitsrelevanter Forschung, wie sie von der Leopoldina und der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt werden. Zivilklauseln, die an vielen deutschen Hochschulen festschreiben, dass Forschung friedlichen Zwecken dienen soll, seien dabei eine wesentliche Richtschnur in diesen Verfahren. Sie müssten erhalten und weiterentwickelt werden.

Das komplette Policy Paper finden Sie auf Zenodo. Für Rückfragen und Kontakt zu den Autor:innen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

Mehr zum Thema Aufrüstung und Frieden lesen Sie in den Schwerpunkt-Themen von forum 02/2026 und forum 03/2026

Kontakt: Scientists4Future Germany, Markus Feilner | mfeilner@scientists4future.org | de.scientists4future.org



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
12
SEP
2026
Corso Leopold
Ein Wochenende voller Musik, Kunst und Begegnung
80804 München, Leopoldstraße
22
SEP
2026
WindEnergy Hamburg 2026
Connect with the global wind industry
20357 Hamburg
23
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
Alle Veranstaltungen...
Energie- & Umweltgipfel 2026
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Sport & Freizeit, Reisen

Hinaus in die Wildnis!
Christoph Quarchs Blick auf die junge Kulturgeschichte von Naturschutz und Naturtourismus
Munich Climate Week 2026
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Ein Wochenende voller Musik, Kunst und Begegnung

11. Internationaler Bodentag zum Thema "Gesunder Boden: vom Acker zum Teller" am 18,/19. November 2026 in Neunburg v. Wald

EthioTrees ist das Leuchtturm-Projekt 2026

PLAN-B NET ZERO gewinnt zweiten PaaS-Kunden

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

Hitzeschutz muss verbindlicher Bestandteil von Neubau, Sanierung und Instandhaltung von Schulen werden

Zendure auf der IFA 2026

Der Kanzler will den Klimawandel zurückdrängen

B.A.U.M. Insights
  • ZamWirken e.V.
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • 66 seconds for the future
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Zendure DE GmbH
  • NOW Partners Foundation
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • SUSTAYNR GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • WWF Deutschland
  • Engagement Global gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften