Technik | Energie, 04.07.2026
Floating-Photovoltaik am Oberrhein
Grenzüberschreitender Austausch in Straßburg
Wie das Regierungspräsidium Freiburg (RP) mitteilt, luden am 23. Juni die Collectivité européenne d’Alsace und das RP zur Veranstaltung „Floating-PV am Oberrhein" nach Straßburg ein. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und Frankreich tauschten sich über die Potenziale, den Rechtsrahmen und die ökologischen Auswirkungen schwimmender Solaranlagen aus. Die Veranstaltung wurde von TRION climate e. V. moderiert und ist Teil der Klima- und Energiestrategie der trinationalen Metropolregion Oberrhein.
Floating-Photovoltaikanlagen sind schwimmende Solarmodule, die auf künstlichen Gewässern installiert werden und so eine Doppelnutzung der Fläche ermöglichen. Die Region Oberrhein bietet aufgrund ihrer Fülle an Baggerseen großes Potential für die Nutzung dieser innovativen Technologie. In Baden-Württemberg sind derzeit sechs Floating-PV Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund. 20 Megawatt Peak (MWp) in Betrieb, davon drei Anlagen in der trinationalen Metropolregion Oberrhein in Renchen, Wyhl und Bad Schönborn. Sieben weitere Anlagen am Oberrhein mit einer Gesamtleistung von ca. 76 MWp sind derzeit im Bau oder im Genehmigungsverfahren. Die Stabsstelle Energiewende, Windenergie und Klimaschutz am RP Freiburg ist zentrale Anlaufstelle für Projektierer, Behörden, Kommunen sowie für Bürgerinnen und Bürger und bietet aktive Unterstützung während der Verfahren an.
Die Veranstaltung beleuchtete Chancen und Herausforderungen der Floating-PV in Deutschland und Frankreich aus den Perspektiven der Forschung und Wirtschaft sowie der Behörden und Kommunen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten über die Genehmigungsverfahren, die gewässerökologischen und naturschutzfachlichen Auswirkungen, die Akzeptanz in der Bevölkerung sowie die Wirtschaftlichkeit der Anlagen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen spannende Einblicke in besonders innovative Vorhaben und an einem runden Tisch stellten Projektierer und Unternehmen Best Practices der Branche vor.
Die Teilnehmenden kamen zu dem Schluss, dass Floating-PV einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und zu mehr Energieautarkie und lokaler Wertschöpfung leisten kann. Für einen erfolgreichen Ausbau, bei dem auch naturschutzfachliche Zielsetzungen berücksichtigt werden, müssen die Umweltauswirkungen noch weiter erforscht werden. Der grenzüberschreitende Erfahrungsaustausch über Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Region wurde als besonders wertvoll betont und soll fortgeführt werden.
Kontakt: Regierungspräsidium Freiburg, Heike Spannagel | pressestelle@rpf.bwl.de | rpf.baden-wuerttemberg.de/
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