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ESRS-Studie von Sphera

Unternehmen investieren in Nachhaltigkeitskompetenz für die nächste Phase der EU-Regulierung

Stefan Premer, Director, Sustainability Consulting bei Sphera. © Sphera
Sphera, ein Anbieter, der operative Intelligenz sowie Risiko-, Sicherheits- und Nachhaltigkeitserkenntnisse auf einer Plattform vereint, hat eine neue Studie veröffentlicht. In der jährlichen ESRS-Puls-Umfrage wird deutlich, dass bereits 77 Prozent der befragten Organisationen Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen.

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung in Europa tritt in eine neue Phase ein. Die entscheidende Phase des CO2-Grenzausgleichsmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM)) hat begonnen, die überarbeiteten ESRS-Standards werden voraussichtlich noch in diesem Sommer von der Europäischen Kommission verabschiedet und die Anwendung der EU-Entwaldungsverordnung (EU Deforestation Regulation EUDR)) steht im Dezember bevor. Daher konzentrieren sich Unternehmen zunehmend darauf, die erforderlichen Kapazitäten in den Bereichen Daten, Berichterstattung und Sorgfaltspflicht aufzubauen, um der weiteren Entwicklung der Anforderungen gerecht zu werden.

Eine neue, jährliche ESRS-Umfrage von Sphera, Anbieter einer Plattform für operative Intelligenz, die Risiko-, Sicherheits- und Nachhaltigkeitserkenntnisse vereint, erfasst Antworten von 440 Verantwortlichen für Nachhaltigkeit, Compliance und Unternehmensführung in Europa. Sie zeigt im Jahresvergleich, wie sich Organisationen auf die verändernden Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung und Sorgfaltspflicht vorbereiten. Die aktuelle Erhebung zeigt, dass Organisationen Nachhaltigkeitsberichte zunehmend nutzen, um Risiken zu managen und die Entscheidungsfindung zu verbessern. Laut der Studienergebnisse setzen bereits 77 Prozent der befragten Organisationen Nachhaltigkeitsberichte für Zwecke jenseits der Compliance ein.

„Nachhaltigkeitsberichterstattung wird mittlerweile nicht mehr nur als Berichtsdisziplin betrachtet . Organisationen nutzen dieselben Daten zunehmend, um Risiken zu managen, die Transparenz der Lieferkette zu verbessern und Geschäftsentscheidungen zu unterstützen. Das spiegelt einen deutlichen Wandel wider, bei dem Nachhaltigkeit immer stärker in die Kernprozesse der Unternehmen integriert wird"
Stefan Premer, Director, Sustainability Consulting bei Sphera.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass viele Organisationen mit den Anpassungen an die Veränderungen der Regulatorik Schwierigkeiten haben. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Befragten geben an, dass häufige Änderungen der EU-Nachhaltigkeitsvorschriften die langfristige Planung und Investitionen erschweren.

Obwohl der Mehrwert der Berichterstattung in verschiedenen Unternehmensbereichen genutzt wird und die Investitionen in Technologie und Nachhaltigkeitsprogramme steigen, bleibt die Zuversicht in die Erfüllung der Anforderungen künftiger Nachhaltigkeitsberichterstattungen mit 61 Prozent im Jahresvergleich unverändert. Gleichzeitig steigt der Anteil derer, die sich unsicher fühlen, von 28 Prozent auf 33 Prozent.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es Unternehmen in einem zunehmend fragmentierten regulatorischen Umfeld schwerfällt, Investitionen in Vertrauen umzuwandeln. Statt sich auf eine einzelne Berichtspflicht vorzubereiten, müssen Organisationen mehrere Prioritäten zwischen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), der EU-Taxonomie, dem CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) und der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) abwägen.

Weitere Ergebnisse der Studie:
  • Fast die Hälfte (49 Prozent) gibt an, dass KI den manuellen Aufwand der Berichterstattung reduziert hat. Gleichzeitig glauben 73 Prozent der Befragten, dass KI eine immer wichtigere Rolle bei Nachhaltigkeitsdaten und Berichterstattung spielen wird.
  • Die Investitionen in Nachhaltigkeits- und Risikomanagement-Software haben sich im Jahresvergleich fast verdoppelt und sind von 19 Prozent auf 36 Prozent gestiegen.
  • 45 Prozent nutzen die ESRS-Berichterstattung, um Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen zu identifizieren, 41 Prozent, um die Transparenz der Lieferkette zu verbessern, und 34 Prozent, um Investitions- oder Produktentscheidungen zu unterstützen.

Kontakt: Sphera | sphera.com/de/



     
        
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