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Technik | Energie, 08.06.2026

Energiewende als Sicherheits- und Modernisierungsprojekt

UN-Klimakonferenz in Bonn bereitet COP31 vor

Am 8. Juni beginnen in Bonn die diesjährigen Zwischenverhandlungen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (SB64). Sie sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur UN-Klimakonferenz COP31 unter Vorsitz der Türkei und Australiens. In Bonn werden die Entscheidungen für die COP 31 vorbereitet, insbesondere wie die Minderung von Emissionen und der weltweite Übergang zu klimaneutralen und widerstandsfähigen Volkswirtschaften beschleunigt und vereinbarte Ziele zur Anpassung an den Klimawandel und zur Klimafinanzierung erreicht werden können. Die Ausgangslage dafür hat sich verändert: Erneuerbare Energien wachsen weltweit so schnell wie nie zuvor. Gleichzeitig führen geopolitische Krisen und massive Preisschwankungen gerade bei fossilen Energieträgern vor Augen, wie groß die Risiken einer anhaltenden Abhängigkeit von diesen mittlerweile geworden sind. Für immer mehr Länder ist die Energiewende deshalb nicht nur Klimapolitik, sondern auch Industrie-, Sicherheits- und Standortpolitik.

© akitada31, pixabay.comBundesumweltminister Carsten Schneider: „Deutschland setzt sich für internationale Zusammenarbeit, Frieden und Klimaschutz ein. Die Bonner Klimaverhandlungen machen in diesen Tagen deutlich, wie wichtig funktionierende internationale Institutionen sind. Während an vielen Stellen der Welt Konflikte zunehmen und geopolitische Spannungen wachsen, arbeiten die Staaten unter dem Dach der Vereinten Nationen weiter an gemeinsamen Antworten auf die Klimakrise. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Aber es ist eine Voraussetzung dafür, die Erderwärmung zu begrenzen und die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Risiken des Klimawandels einzudämmen. Die Vereinten Nationen bleiben der zentrale Ort, an dem diese globale Herausforderung gemeinsam angegangen wird. Deutschland wird dazu auch künftig seinen Beitrag leisten – verlässlich, konstruktiv und mit dem klaren Ziel, die internationale Energiewende weiter voranzubringen."

Neben Fragen der Emissionsminderung stehen in Bonn die Mobilisierung privater Investitionen, die Umsetzung internationaler Klimafinanzierung, die Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie der Schutz von Wäldern und anderen natürlichen Kohlenstoffspeichern im Mittelpunkt der Gespräche auf Ebene der technischen Verhandler und Verhandlerinnen. Zudem wird beraten, wie die Ergebnisse der COP30 in konkrete Umsetzungsprogramme überführt werden können, hier insbesondere der weitere weltweite Ausstieg aus fossilen Energien, wie er auf der TAFF-Konferenz in Kolumbien im April angeschoben wurde (Transition away from Fossil Fuels).

Carsten Schneider: „Die Umsetzung des Pariser Abkommens ist weiter ein zentrales multilaterales Ziel. Es ist nicht nur eine Vorsorge-Aufgabe zum Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen, sondern auch ein Modernisierungsprojekt für das 21. Jahrhundert. Deutschland wird sich dafür einsetzen, dass die internationale Staatengemeinschaft ihr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien, bei der Elektrifizierung und bei Energieeffizienz, beim Schutz natürlicher Kohlenstoffspeicher und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels weiter erhöht. Wer heute in Klimaschutz investiert, investiert zugleich in wirtschaftliche Stärke, Sicherheit und Wohlstand."

Zu den UN-Zwischenverhandlungen vom 8. Juni bis zum 18. Juni werden mehrere tausend Delegierte aus Regierungen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aller UN-Mitgliedsstaaten erwartet.

An den Verhandlungen in Bonn werden dieses Jahr auch die Umwelt- und Klimaschutzminister der Türkei und Australiens in ihrer Rolle als zukünftige COP31-Präsidentschaft teilnehmen, sowie Umwelt- und Klimastaatssekretär Jochen Flasbarth als hochrangigster Vertreter der Bundesregierung. Bonn ist Sitz mehrerer Unterorganisationen der Vereinten Nationen, darunter das Sekretariat der UN-Klimarahmenkonvention. Die Bonner Klimakonferenz ist die größte regelmäßig stattfindende UN-Konferenz in Deutschland und gilt als wichtigster Verhandlungsschritt auf dem Weg zur COP31.

Weitere Informationen

Kontakt: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Nikolai Fichtner | presse@bmukn.bund.de | www.bmukn.bund.de



     
        
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