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Christbaum? Am besten bio!

Warum es sich lohnt, auch beim Christbaumkauf auf das Bio-Siegel zu achten

Wie er aussehen soll, ist den meisten Menschen klar: dunkelgrün bis silbrig soll der Christbaum sein, gleichmäßig gewachsen und mit einer geraden Spitze für die krönende Deko. Weniger klar ist oft die Herkunft des Baums. Es lohnt sich aber auch darauf zu achten, wo und unter welchen Bedingungen die Bäume gewachsen sind. Wer beim Kauf des Christbaums oder Weihnachtsbaums auf das Bio-Siegel achtet, tut sich selbst etwas Gutes und übernimmt Verantwortung. 

Betriebsleiter Ulrich Resele mit seinen Shropshire Schafen in der Bio-Weihnachtsbaumkultur © Gut Mergenthau / Resele (in Kissing; Mitglied bei Naturland)Das EU-weite Bio-Siegel (stilisiertes Blatt aus Sternen auf grünem Grund) und die strengeren Bio-Siegel der Anbauverbände Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter findet man vor allem auf Lebensmitteln. Die Siegel kennzeichnen aber auch Weihnachtsbäume, die ökologisch erzeugt wurden.

Drei Gründe, warum es sich lohnt, auch beim Christbaumkauf Ausschau nach dem Bio-Siegel zu halten: 
  • Mit einem Bio-Christbaum holen Sie sich garantiert keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel ins Haus. Im warmen Wohnzimmer entfalten diese ihr ungesundes Potential besonders stark. Bio arbeitet grundsätzlich ohne chemisch-synthetische Mittel. In der Bio-Weihnachtsbaumkultur wirken ausreichende Pflanzabstände zwischen den Bäumen sowie Nützlinge gegen Krankheiten und Schädlinge.
  • Bio-Weihnachtsbäume fördern die Artenvielfalt. Erstens durch den Verzicht auf die oben genannten Pflanzenschutzmittel. Damit Gras und weitere Pflanzen rund um die Bäume nicht zu stark wachsen, wird zwischen den Bäumen regelmäßig gemäht. Oft weiden dort auch Shropshire-Schafe, die als lebendige Rasenmäher beste Arbeit leisten. Zweitens arbeitet Bio mit Untersaaten und Blühstreifen zwischen den Bäumen, worüber sich die besonders willkommenen Nützlinge und jede Menge weiterer Insekten und Kleintiere freuen.
  • Mit dem Kauf eines Bio-Christbaums leisten Sie einen Beitrag zum Schutz unseres Wassers. Denn Bio-zertifizierte Christbaum-Anbauer wirtschaften – wie alle Bio-Betriebe – ohne schnelllöslichen mineralischen Stickstoffdünger. Bio-Weihnachtsbäume wachsen etwas langsamer, die nötigen Nährstoffe kommen aus organischem Dünger und durch Pflanzen in den Boden, die dort Stickstoff binden. Diese sogenannten Leguminosen werden dort angebaut, wo später die Bäumchen wachsen sollen – auch ihre Blüten bieten reiche Nahrung für unzählige Insekten. 
Wo Bio drauf steht, ist Bio drin – denn Bio wird streng kontrolliert! Deshalb können Sie sich auf die Siegel verlassen. Dazu zählt übrigens auch das weiß-blaue bayerische Bio-Siegel, das zusätzlich zur Bio-Qualität die Herkunft des Baumes aus Bayern kennzeichnet. Und wer sich fragt, ob ein echter Christbaum denn überhaupt eine gute Wahl sein kann: So ein Tannenbäumchen stellt sich für zehn bis zwölf Jahre als aktiver CO2-Speicher zur Verfügung. Auch unter diesem Aspekt punktet Bio durch den langsameren Wuchs. 
 
Links

Kontakt: Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ), Heidi Kelbetz | heidi.keletz@lvoe.de | www.lvoe.de



     
        
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