66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen

"Atlas der Zerstörung" durch Deutschlands Öl- und Gasgeschäfte

Deutsche Umwelthilfe dokumentiert Bedrohung für Natur, Klima und Menschen weltweit

  • DUH dokumentiert globale Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen durch Deutschlands Öl- und Gasgeschäfte entlang gesamter Wertschöpfungskette
  • Bisher unveröffentlichte Daten zur Herkunft deutscher Ölimporte und konkrete Fallbeispiele erhöhen Druck auf die Bundesregierung
  • DUH fordert Absage an neue fossile Langfristverträge, Abbau klimaschädlicher Subventionen und klare Ausstiegsdaten für Öl und Gas
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat erstmals die verheerenden Folgen deutscher fossiler Geschäfte umfassend systematisiert: Der neue „Atlas der Zerstörung" illustriert, wie der deutsche Öl- und Gasverbrauch weltweit Ökosysteme zerstört und die Klimakrise verschärft. Konkrete Fallbeispiele legen die Verstrickungen deutscher Unternehmen, Finanzakteure und staatlicher Entscheidungen offen – entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Förderung über Transport und Verarbeitung bis hin zu Langzeitlieferverträgen.

© DUH / Lana Bragin
Die DUH erhöht so den Druck auf die Bundesregierung, neuen fossilen Langfristverträge eine Absage zu erteilen. Die DUH fordert von der Bundesregierung stattdessen, einen konkreten Fahrplan zum Ausstieg aus fossilem Öl und Gas vorzulegen, klimaschädliche Subventionen unverzüglich zu beenden und sich auch international für einen Stopp immer neuer Förderlizenzen für Öl und Gas einzusetzen. Das ist umso dringender, nachdem dies auf der Klimakonferenz in Brasilien nicht durchgesetzt wurde.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Wir machen sichtbar, welchen Preis andere Menschen und Ökosysteme für Deutschlands Öl- und Gasgeschäfte zahlen. Gerade erst haben wir auf der Klimakonferenz in Brasilien erlebt, wie mächtige Ölstaaten Fortschritt verhindern. Dass Deutschland mit Ländern wie Oman, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten neue langfristige Öl- und Gasverträge abschließt, zementiert fossile Wertschöpfungsketten. Wer heute noch auf fossiles Öl und Gas setzt, handelt klimapolitisch verantwortungslos."

Der Atlas enthält außerdem bisher unveröffentlichte Informationen zu Deutschlands Ölimporten: Deutschland bezieht demnach sein Öl vermehrt auch per Schiff aus Ländern wie Nigeria, Saudi-Arabien und Guyana. Dort kommt es durch Ölunfälle zu Vergiftungen des Grundwassers und durch Abfackeln ungenutzten Gases (Flaring) zu unumkehrbaren Gesundheitsschäden lokaler Gemeinschaften.

Constantin Zerger, DUH-Leiter Energie und Klimaschutz: „Unser Atlas liefert die Fakten, Orte und Verantwortlichkeiten, die wir für politischen Druck brauchen. Als einer der größten Öl- und Gasimporteure der Welt muss Deutschland vorangehen und die Abhängigkeit von fossiler Energie beenden. Das wäre nicht nur international ein wichtiges Signal, sondern würde zudem die Versorgungssicherheit erhöhen. Jedes Jahr gibt Deutschland rund 80 Milliarden Euro für den Import von fossilem Öl und Gas aus – diese enorme Geldverschwendung muss so schnell wie möglich beendet werden."

Zum "Atlas der Zerstörung"

Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), Sascha Müller-Kraenner | mueller-kraenner@duh.de | www.duh.de



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
11
MÄR
2026
Circular Valley Convention 2026
Gestalten Sie mit uns die Zukunft der Kreislaufwirtschaft - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
40474 Düsseldorf
21
APR
2026
Sustainable Economy Summit
Rückenwind für die Wirtschaft der Zukunft
10117 Berlin
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Politik

Das Recht des Stärkeren
Christoph Quarchs philosophische Analyse zum US-Angriff auf Venezuela
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Keine Transformation ohne Frauen

Circular Valley Convention 2026 erfolgreich gestartet

Gemeinsam Städte zukunftsfähig machen

Gemeinsamer Appell an den Koalitionsausschuss zum Klimaschutzprogramm

LEEF platziert Folgeanleihe und startet neue Wachstumsphase

Zentek und Schlaadt beschließen weitreichende Zusammenarbeit für nachhaltige Verpackungen

Lunch & Learn: Warum gute Streitkultur Erfolg bingt

Handelsblatt Jahrestagung Stadtwerke 2026, 22./23. April, Berlin

  • NOW Partners Foundation
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • circulee GmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • SUSTAYNR GmbH
  • WWF Deutschland
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • TÜV SÜD Akademie
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Engagement Global gGmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen