Guter Boden für unsere Nachkommen
Wie die Landwirtschaft enkeltauglich wird
Der Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden und künstlichen Düngemitteln in der industriellen Landwirtschaft schadet der menschlichen Gesundheit und der Umwelt. Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft (BEL) setzt sich für die ökologische Transformation der Landwirtschaft ein, und zeigt, wie es besser geht.
Die sogenannte industrielle Landwirtschaft ist ein komplexes System, das auf wenigen Grundpfeilern basiert: auf chemisch-synthetischen Pestiziden, Kunstdünger und extremer Mechanisierung. Ihre Methoden verursachen hohe ökologische und soziale Kosten, die der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Die enormen CO2-Emissionen durch den Verbrauch fossiler Rohstoffe u.a. für Maschinen und Transport, Verarbeitung und Lagerung, sowie für die Herstellung von Pestiziden, Herbiziden und vor allem für synthetische Stickstoffdünger, machen die industrielle Landwirtschaft zu einem der Haupttreiber des Klimawandels. Zudem sind konventionell wirtschaftende Bäuerinnen und Bauern heute fast vollständig von wenigen großen Agrarkonzernen abhängig, die Saatgut und Chemikalien kontrollieren und eine finanzielle Marktmacht haben.
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Gifte einfach exportieren?
In der Europäischen Union (EU) sind viele Pestizide mittlerweile wegen inakzeptabler Risiken für Gesundheit und Umwelt verboten. Verkauft werden sie jedoch weiterhin, überwiegend in Ländern des Globalen Südens. Im Jahr 2018 haben EU-Staaten den Export von 81.000 Tonnen an Pestiziden bewilligt, die in der EU verboten sind. Allein aus Deutschland wurden 2021 rund 8.500 Tonnen Pestizidprodukte mit hochgefährlichen, verbotenen Wirkstoffen exportiert – vor allem nach Lateinamerika, Indien und Südostasien. Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung |
- Auch auf Grünflächen jenseits der Äcker haben Pestizide nichts verloren: Wer nachhaltig wirtschaften will, sollte naturnah und giftfrei gärtnern (lassen).
- Es gibt keinen wirksameren Stimmzettel als den Kassenbon! Denn Bio kaufen heißt, chemisch-synthetische Pestizide verhindern. Das gilt für Privathaushalte genauso wie für Kantinen, Restaurants und andere Großverbraucher.
- Gemeinsam sind wir stark! Die Mitgliedschaft im Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft steht nicht nur Unternehmen der Bio-Branche offen. Organisationen, die sich mit den Zielen des BEL identifizieren, können sich für eine Mitgliedschaft bewerben und so Teil der Bewegung werden.
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