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„Geballte Solidarität mit Greenpeace und Weckruf für Deutsche Bank“

Mit großer Sorge blicken Umweltschützer auf die Klage des Ölkonzerns Energy Transfer gegen Greenpeace USA

Weil sich Greenpeace USA mit Protesten gegen die hochumstrittene „Dakota Access"-Ölpipeline solidarisiert hatte, verklagt der verantwortliche US Ölkonzern Energy Transfer (ET) die Umweltschutzorganisation. In dem Zuge hat eine Jury im US Bundesstaat Nord Dakota Greenpeace USA erstinstanzlich zur Zahlung von 660 Mio. US Dollar verurteilt. Es handelt sich offenbar um eine SLAPP Klage („Strategic Lawsuit against Public Participation"), mit der der Ölkonzern versucht, einen laute n Kritiker gegen seine um welt schädlichen Geschäfte zum Verstummen zu bringen.

© johnNaturePhotos, pixabay.com
Dies kommentiert Regine Richter, Energie Campaignerin bei urgewald: Dieses gefährliche Urteil erzeugt große Wut in der Zivilgesellschaft. Statt sich mit der überfälligen Transformation der eigenen umweltschädlichen Geschäfte auseinanderzusetzen, will hier ein Ölkonzern seine Kritiker mit aller Macht zum Schweigen bringen. Wir stehen fest an der Seite von Greenpeace USA. Die Antwort auf Einschüchterung heißt geballte, weltweite Solidarität. Für Geldgeber wie die Deutsche Bank muss dieses Verhalten ein Weckruf sein. Klienten, die ohne Rücksicht auf Verluste gegen Kritiker vorgehen, disqualifizieren sich für Banken, denen demokratische Werte am Herzen liegen."

Zum Hintergrund:
Die Deutsche Bank war im Zeitraum 2016 bis 2023 weltweit der achtgrößte Geldgeber von Energy Transfer LP, mit einem Volumen von insgesamt 1,2 Milliarden US Dollar.

Die Recherchen für die urgewald Datenbank Global Oil & Gas Exit List (GOGEL) zeigen:
Energy Transfer erzeugt fast seinen kompletten Umsatz mit fossilen Geschäften und plant derzeit neue Pipelines mit einer Gesamtlänge von rund 6 10 Kilometern sowie neue Exportkapazität für US-Flüssigerdgas im Umfang von 16,5 Millionen Tonnen pro Jahr. Mit seinen Pipelineprojekten ist der Konzern auch wesentlicher Teil der umwelt- und gesundheitsschädlichen US-Fracking-Industrie. Solche fossilen Expansionsprojekte untergraben die Pariser Klimaziele und verschärfen die Klimaüberhitzung, neben den Folgen für Umwelt und Menschenrechte vor Ort.

Kontakt: urgewald e.V., Moritz Schröder-Therre | moritz@urgewald.org | www.urgewald.org



     
        
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