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Tiny House Community trifft sich von 28. bis 30. Juni 2024 auf der NEW HOUSING in Karlsruhe

Europas größtes Tiny House Festival ist Treffpunkt von Fans des kleinen Lebensstils

Zum fünften Mal ist die NEW HOUSING der Messe Karlsruhe Ende Juni der Treffpunkt von Fans des kleinen Lebensstils. Bei Europas größtem Tiny House Festival treffen Besuchende auf über 70 Ausstellende, mehr als 30 Häuser und jede Menge Expertinnen und Experten. 
 
© Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner
Wie viel Platz brauchen Menschen zum Leben und Arbeiten? Braucht es 150 oder reichen auch 40 Quadratmeter? Tiny House-Enthusiasten haben diese Frage längst für sich beantwortet.
 
Vom 28. bis 30. Juni 2024 treffen sich Interessenten, Fans und Menschen mit Expertise auf der NEW HOUSING – Europas größtem Tiny House Festival in der Messe Karlsruhe.
 
Vor Ort erwartet die Besuchenden alles Wissenswerte rund um Kleinwohnformen jeglicher Art. Darunter sind klassische Tiny Houses on Wheels, aber auch die immer populärer werdenden Modulhäuser. Diese können je nach Lebenssituation und Bedürfnis angepasst, vergrößert oder verkleinert werden. Insgesamt umfasst die gezeigte Bandbreite Bauten der klassischen Holzständer- oder der leichten Aluminiumbauweise, Mikroappartements, Single- und Minihäuser und Zubehör. Außerdem werden Dienstleistungen und Beratungsstellen für alle Belange zum Thema angeboten.

Gezeigt werden auf dem Messegelände mehr als 30 Häuser. Besuchende können diese begehen und sich einen Eindruck davon machen, wie geräumig Tiny Houses, Modulhäuser und Co. im Inneren sind und welche Ausbau- und Nutzungsmöglichkeiten es gibt. Darüber hinaus informieren über 70 Ausstellende die Besuchenden sowohl über die Häuser, als auch über Zubehör, wie clevere und platzsparende Möbel und anderes Interieur. Auch über die Finanzierung eines Minihauses erhalten Besuchende ausreichen Informationen.   

Egal ob Besuchende bereits ein Tiny House besitzen, ob sie kurz vor einer Anschaffung sind oder sich unverbindlich informieren wollen, auf der NEW HOUSING erhalten sie alle Informationen aus erster Hand von Herstellern, Zulieferern, Dienstleistern und auch Besitzern. Spannende Vorträge zum Leben auf kleinem Raum, dem Weg dahin und Erfahrungsberichte von erfahrenden Tiny-House-Bewohnenden gibt es zudem im Expertenforum von Europas Communitytreffpunkt Nummer Eins. Vorträge der vergangenen NEW HOUSING können hier angeschaut werden. 

Für die passende Festival-Stimmung vor Ort sorgen Musikerinnern und Musiker, diverse Food Trucks sowie eine Bar, ein DJ und eine entspannte Atmosphäre im begrünten und sonnigen Atrium im Herzen des Messeareals.  


Kontakt: Karlsruher Messe- und Kongress GmbH | matthias.jundt@messe-karlsruhe.de | www.messe-karlsruhe.de

Mehr zu Tiny Houses

Gegenentwurf: In einer Welt des Übermaßes, in der Ressourcen verbraucht werden und sich das Klima immer stärker aufheizt, sind Tiny Houses der Gegenentwurf. Die kleinen Häuschen von 15 bis 50 Quadratmetern bieten alles, was ein Mensch braucht – aber nicht mehr, als notwendig ist.

Platzwunder: Wegen ihrer geringeren Größe müssen Tiny Houses und deren Einrichtung gut durchdacht sein. Originelle, individuelle und raffinierte Möbelkonstruktionen sind daher fester Bestandteil der kleinen Häuser. Diese werden so zu echten Platzwundern und Meistern der Multifunktionalität.
 
Ökologischer Fußabdruck: Während für den Bau eines Tiny Houses weniger Ressourcen verwendet werden als für den eines konventionellen Hauses, bleibt auch in der Folge der ökologische Fußabdruck von Tiny-House-Bewohnern geringer. Auch muss für Tiny Houses weniger  Fläche versiegelt werden – wenn überhaupt. Bei kleinen Häusern auf Rädern reduziert sich die Versiegelung nochmal deutlich. Klar ist: Weniger Fläche bedeutet weniger Belastung für die Umwelt. A propos Umwelt: Die Natur gehört selbstverständlich zu Tiny Houses dazu. Bewohner leben im Einklang mit ihrer Umwelt, der Garten ist quasi ein natürlicher Teil der Tiny-House-Fläche.
 
Kosten: Während der Bau eines konventionellen Hauses in Deutschland   derzeit durchschnittlich zwischen 320.000 und 360.000 Euro kostet, müssen Häuslebauer für Tiny Houses wesentlich weniger ausgeben. Aufgrund der niedrigeren Fläche sind auch die Grundstückspreise sowie die Unterhaltskosten in der Folge geringer.
 
Mobilität und Flexibilität: Wer ein konventionelles Haus besitzt, seinen Arbeitsplatz aber wechseln möchte oder diese tut, muss mehr Aufwand oder Einschränkungen hinnehmen. Entweder, die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz ist örtlich stark begrenzt, oder aber der Weg zur Arbeit wird zur  regelmäßigen Geduldprobe. Tiny-House-Bewohner kennen das nicht. Vor allem Houses on wheels, aber auch Modulhäuser bestechen durch ihre Flexibilität und Mobilität. Allerdings: Noch gibt es rechtliche Fragen zu klären.
 
Die Grundstücksfrage: Wie bei konventionellen Häusern auch, brauchen Tiny-House-Besitzer ebenso ein Grundstück mit Anschluss an das öffentliche Straßen-, Wege-, Ver- und Entsorgungsnetz. Voraussetzung dafür: der Bebauungsplan. Und hier liegt die Herausforderung, denn Bebauungspläne sind für konventionelle Wohnhäuser vorgesehen. In Bebauungsplänen legen Gemeinden fest, wie hoch ein Haus sein darf oder wie die Dachform oder Fensterart aussehen dürfen, um sich in den Ort einzufügen. Auch die Mindestgrundfläche ist zumeist Teil eines Bebauungsplans. Wer mehr als vier Monate im Jahr in einem Tiny House wohnt, muss sich außerdem an das Gebäudeenergiegesetz mit Auflagen zur Gebäudedämmung und Heizung halten. Manche Bundesländer bieten Möglichkeiten für andere Wege. In Baden-Württemberg etwa gibt es den Paragraphen 56, der „experimentelles Bauen" zulässt. So konnte etwa in Waldbronn im Kreis Karlsruher eine Tiny-House-Siedlung entstehen. In Mühlacker wird derzeit Deutschlands bislang größte Siedlung mit 62 kleinen Häusern geplant. Und auch die Gemeinde Au am Rhein im Landkreis Rastatt liebäugelt mit einer solchen Siedlung.
 
Verbandsarbeit: Seit Oktober 2019 kümmert sich der Tiny-House-Verband darum, über das Thema zu informieren, als Netzwerk zu dienen, Forschung und Bildung zu unterstützen und Hilfestellung zu rechtlichen Themen zu geben. Erstmals definierte der Verein in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten die „Industrienorm Kleingebäude". Diese soll den Weg vom Bauantrag zum eigenen Minihaus vereinfachen und die Chance auf Genehmigungen durch Behörden vergrößern. Die Messe Karlsruhe gehört zu den Gründungsmitgliedern des Verbands und engagiert sich seither.

Kontakt: Karlsruher Messe- und Kongress GmbH | matthias.jundt@messe-karlsruhe.de | www.messe-karlsruhe.de


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