Brandschutz geht jeden an

Bedeutung des Brandschutzes und Maßnahmen zur Vorbeugung

Brandschutz geht jeden an © claus-heinrichcarstens, pixabay.com
Brandschutz ist nicht nur wichtig für die eigene Person und das Eigentum, Brandschutz schütz auch die Menschen um einen herum und die Umwelt. Damit ist Brandschutz auch Teil der gesellschaftlichen Verantwortung jedes einzelnen. Zum Brandschutz gehören viele Aspekte, an die man im Alltag oft nicht denkt. So gehört zum Beispiel auch die Brandwache durch Fachleute zum Brandschutz. Man muss aber kein Fachmann sein, um einen Beitrag zur Vermeidung von Feuern zu leisten.

Große Schäden für Umwelt und Gesellschaft

Brände richten jedes Jahr große Schäden an. Im Jahr 2020 kamen nach Statistiken des deutschen Feuerwehrverbandes 388 Menschen in Feuern um. Diese Zahl ist dank des Brandschutzes im internationalen Vergleichen relativ gering. Allerdings ist jeder Tote durch Feuer, Explosion und Rauch ein Toter zu viel und Brände führen zusätzlich zu einer Vielzahl an Verletzten. Des Weiteren schaden Brände der Umwelt und können zu Kontaminierungen von Luft, Wasser und Boden führen. Auch die Tierwelt wird durch Feuer in Mitleidenschaft gezogen und ein Brand in einem Stall kann schnell viel hundert Tiere das Leben kosten. Zu guter Letzt entstehen auch noch wirtschaftliche Schäden. Viele kleine und mittelständische Unternehmen werden durch Brände ruiniert.

Die ersten Schritte

Wer Feuer verhindern will, der muss sich zuerst der Feuergefahr bewusst sein. Da Brände letztendlich doch recht selten sind, wähnt man sich oft in einer trügerischen Sicherheit. Dabei bricht ein Brand sehr leicht aus. Eine Zigarette kann einen Waldbrand starten und fehlerhafte Elektrik einen Brand im Wohnhaus. Gaslecks können schwere Explosionen auslösen und ganze Wohnblöcke zerstören. Man muss sich also Gedanken machen, wie man im Alltag Brandgefahren auslöst. Das beginnt zum Beispiel beim Herd. Der sollte nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Wer Elektroautos benutzt, sollte sich der besonderen Brandgefahr bewusst sein, die von diesen Fahrzeugen ausgeht. So vielfältig wie der Alltag und die Beschäftigungen, denen die Menschen in Deutschland nachgehen, so vielfältig sind auch die Gefahren für den Ausbruch eines Feuers.
Wenn die Brandgefahren identifiziert sind, dann kann daran gegangen werden sie zu vermindern.

Passive Methoden des Brandschutzes

Zuerst sollte ein Brand durch bauliche und organisatorische Maßnahmen verhindert werden. Das beginnt mit der Absicherung von Feuerstellen. Brandfeste Materialien müssen verwendet werden und Brandschutztüren verhindern das Ausbreiten eines Feuers. Wenn ein Brand entstanden ist, sorgen Feuermelder für eine Alarmierung der Feuerwehr.

Aktive Vorbeugung bei gefährlichen Veranstaltungen

Wenn eine besondere Brandgefahr vorhanden ist, dann müssen die für die Vermeidung eines Brandes nötigen Mittel bereitstehen. Das bedeutet, dass man bei einem Feuerwerk eine Brandsicherheitswache organisiert. Diese wird von der Feuerwehr bereitgestellt. Die Feuerwehrmänner kommen mit ihren Löschfahrzeugen und Löschmitteln und stehen bereit, falls sich etwas entzünden sollte. Neben Feuerwerken profitieren auch Osterfeuer und Grillveranstaltungen von einer Brandsicherheitswache. Für die meisten öffentlichen Feuer ist eine Brandsicherheitswache gesetzlich vorgeschrieben. Die örtliche Landesregierung hat hier die Weisungsbefugnis. Die Umsetzung der Regeln ist Aufgabe der Feuerwehr und des Bürgermeisters.

Brandbekämpfung im Notfall

Sollte es doch einmal zu einem Brand kommen, müssen Feuerwehr und andere Menschen in der Nähe alarmiert werden. Anschließend gilt es sich und andere in Sicherheit zu bringen. Erst wenn die Umgebung des Feuers auf diese Art gesichert wurde, ist es Zeit für die Brandbekämpfung. Eine Ausnahme bilden hier sehr keine Brände. Diese Feuer sollte man löschen, bevor sie sich vergrößern und zu einem ernsthaften Problem werden.

Für die Brandbekämpfung gilt die Faustformel der Feuerwehr: Wenn Sauerstoff und brennbarer Stoff vorhanden sind und die Temperatur hoch genug ist, kann es immer zu einem Brand kommen.
 
Kleinere Brände können mit Branddecken erstickt werden und bei einem Feuer sollten alle Fenster geschlossen werden, um dem Feuer die Sauerstoffversorgung zu entziehen. Löschschaum funktioniert ebenfalls nach diesem Prinzip und erstickt die Flammen durch Abdeckung.
 
Die zweite Möglichkeit der Brandbekämpfung ist das Entfernen brennbarer Stoffe. Zum Beispiel können Gas und Ölleitungen verschlossen werden. Bei einem Waldbrand hilft ein Graben oder ein Gegenfeuer, die Flammen zum Erlöschen zu bringen.
  
Die klassische Form des Löschens mit Wasser zielt auf eine Verringerung der Temperatur ab. Die zur Verdunstung des Wassers nötige Wärmeenergie wird dem Feuer entzogen. Dadurch sinkt die Temperatur des Feuers, bis sie unter die Zündtemperatur des brennenden Materials fällt.

Die Formel für die Vermeidung von Brandschäden

Wer Brandschäden an Menschen und Umwelt vermeiden will, der beachtet am besten das Gesamtbild. Das bedeutet Brandursachen werden durch Bauplanung und richtiges Verhalten vermieden und wenn nötig wird eine Brandsicherheitswache organisiert. Im Falle eines Brandes wird der Brand bekämpft, wobei die Sicherheit der Personen in der Brandumgebung Vorrang hat.


     
        
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