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Die Bedeutung von Green-Building-Zertifizierungen für nachhaltige Gebäude

"Green Buildings" als Lösung für einen umweltfreundlichen Bausektor

In unserer anhaltenden Bestrebung nach einer emissionsarmen und umweltfreundlichen Zukunft ist Nachhaltigkeit nicht länger auf den privaten Bereich beschränkt. Große Unternehmen, Industrien und Sektoren, die einen erheblichen Teil der bundesweiten Treibhausgasemissionen verantworten, sind aufgefordert, ihren CO2-Fußabdruck zu minimieren. Dies gilt insbesondere für den Bausektor, der allein im Jahr 2022 beeindruckende 112 Millionen Tonnen CO2 emittierte. Obwohl die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind, überschreitet dieser Wert weiterhin die Marke von 108 Millionen Tonnen CO2.

Sogenannte "Green Buildings" als Lösung
© jwvaneck, unsplash.com"Sogenannte 'Green Buildings'" spielen eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen in den kommenden Jahren. Doch wie lässt sich nachweisen, dass ein Gebäude den Anforderungen nachhaltiger Bauweise gerecht wird und über den gesamten Lebenszyklus hinweg umweltbewusst geplant, errichtet und genutzt wird?

Hier kommen Zertifizierungssysteme ins Spiel, wie das der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Diese Systeme legen Bewertungskriterien für "Green Buildings" fest und gewährleisten somit die Praktikabilität, Messbarkeit und Vergleichbarkeit nachhaltiger Gebäude.

Die Bedeutung von Zertifizierungssystemen
Das Whitepaper "Green Buildings – Der kompakte Leitfaden für ein nachhaltiges Bau- und Instandhaltungsgewerbe" von KONE beleuchtet drei bedeutende Zertifizierungssysteme und die erforderlichen Voraussetzungen für den Erhalt der entsprechenden Zertifikate. Dies soll als vorbildliches Beispiel im Bausektor dienen.

Was sind "Green Buildings" und welche Vorteile bieten sie?
"Green Buildings" sind Gebäude, die nach einem umweltbewussten Ansatz entworfen, gebaut und betrieben werden. Sie zielen darauf ab, den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß auf ein Minimum zu reduzieren, beispielsweise durch die Verwendung nachhaltiger Materialien und Technologien, um die Umweltauswirkungen zu minimieren.

Solche nachhaltigen Gebäude sind nicht nur wichtig, um die Umwelt zu schützen, sondern tragen auch dazu bei, Kosten zu senken. Durch den Einsatz energieeffizienter Technologien und Materialien können "Green Buildings" den Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent senken und somit die Betriebskosten reduzieren.

DGNB-Zertifizierung als führendes System
Die Zertifizierung von "Green Buildings" ist ein entscheidender Schritt, um die Praktikabilität, Messbarkeit und Vergleichbarkeit nachhaltiger Gebäude sicherzustellen. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat ein eigenes Zertifizierungssystem entwickelt, das seit 2009 kontinuierlich weiterentwickelt wird und international als Maßstab für Nachhaltigkeit anerkannt ist.

Weitere bedeutende Zertifizierungssysteme
Es gibt zwei weitere Zertifizierungssysteme, die weltweit von Bedeutung sind, wenn es um die Bewertung von "Green Buildings" geht: BREEAM und LEED.
  • BREEAM: BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) ist ein international anerkanntes Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen, das vom britischen Building Research Establishment entwickelt wurde. Es bewertet die Nachhaltigkeit von Gebäuden anhand von Kriterien wie Energieeffizienz, Wassereffizienz, Materialien, Abfallmanagement, Ökologie und Umweltmanagement. Gebäude, die nach BREEAM zertifiziert sind, gelten als umweltfreundlich, ressourceneffizient und förderlich für die Gesundheit der Menschen, die sie nutzen.
  • LEED: Das internationale Gütesiegel LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) ist ein Zertifizierungssystem für "Green Buildings", das vom US Green Building Council entwickelt wurde. Es bewertet die Nachhaltigkeit von Gebäuden anhand von Kriterien wie Energieeffizienz, Wassereinsparung, Luftqualität, Materialien und Ressourceneffizienz. Gebäude, die LEED-zertifiziert sind, gelten als umweltfreundlich, ressourceneffizient und gesundheitsfördernd für die Menschen, die sie nutzen.

Erforderliche Kriterien für "Green Buildings"
Um als "Green Building" zertifiziert zu werden, muss ein Gebäude bestimmte Kriterien in Bezug auf Energieeffizienz, Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit erfüllen. Dazu gehören:
  • Energieeffizienz: Ein "Green Building" sollte so konzipiert sein, dass es den Energiebedarf des Gebäudes minimiert.
  • Nachhaltige Materialien: In einem "Green Building" sollten vorwiegend nachhaltige Materialien eingesetzt werden, die umweltfreundlich produziert und recycelt werden können.
  • Wassereffizienz: Bei der Errichtung eines "Green Buildings" sollte in der Planung auch die Minimierung des Wasserverbrauchs berücksichtigt werden.
  • Luftqualität: Ein "Green Building" sollte eine gute Luftqualität gewährleisten, beispielsweise durch den Einsatz natürlicher Lüftungssysteme und Schadstofffilter.
  • Umweltfreundliche Standortwahl: Die Wahl eines umweltfreundlichen Standorts ist wichtig, etwa eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
  • Gesundheitsförderndes Design: Ein "Green Building" sollte so gestaltet sein, dass es die Gesundheit und das Wohlbefinden der Nutzer fördert.
 
Einsichten von Experten
Im Whitepaper teilen die renommierten Experten Prof. Dr.-Ing. Martin Pfeiffer und Prof. Dr.-Ing. Jörn Krimmling ihr umfangreiches Wissen und ihre langjährige Erfahrung im Bereich der nachhaltigen Gebäudetechnik. Als anerkannte Experten in der Branche haben sie zahlreiche wegweisende Projekte geleitet und wichtige Forschungsarbeiten veröffentlicht.

Schlussfolgerung
"Green Buildings" werden in den kommenden Jahren nicht nur als Vorzeigebeispiele dienen, sondern als unverzichtbare Instrumente, um dem Klimawandel erfolgreich zu begegnen. Zertifizierungen und Auszeichnungen gewährleisten, dass Gebäude tatsächlich nachhaltig sind und tragen zur erhöhten Transparenz und Vergleichbarkeit im Baubereich bei.

Eine umfassende Übersicht über die verschiedenen Zertifizierungssysteme finden Sie im KONE Whitepaper "Green Buildings – Der kompakte Leitfaden für ein nachhaltiges Bau- und Instandhaltungsgewerbe".


     
        
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