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Umwelt | Klima, 16.06.2023

Auf dem Weg zur Klimaneutralität: Wer sind die Vorbilder und was sind die Möglichkeiten für Unternehmen?

Deutschland hat sich gemeinsam mit den meisten anderen Ländern der Welt auf ehrgeizige Ziele verständigt: Um das Phänomen der Erderwärmung zu begrenzen, soll das Land bereits in naher Zukunft klimaneutral sein. Natürlich ist bis dahin noch eine Menge zu tun. Doch es gibt einige Unternehmen mit Vorbildcharakter, die also auf dem Weg zur Klimaneutralität bereits ein ordentliches Stück vorangekommen sind.
 
© Philipp Deus, pexels.comWer sich vorbildlich verhält, kann sich über viele Kundinnen und Kunden freuen und den eingeschlagenen Weg noch schneller weitergehen - denn die meisten Konsumenten achten ihrerseits verstärkt auf Nachhaltigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz. 

Hier sind einige Beispiele für bekannte Unternehmen, die Maßnahmen zur Klimaneutralität ergreifen:
  • Lottoland: Lottoland leistet Umwelthilfe, und zwar in doppelter Hinsicht. So geht ein Teil des Geldes der Tippabgabe von den Spielerinnen und Spieler automatisch an Umwelt- und Klimaprojekte des Unternehmens. Dafür wurden unter anderem über 264.000 Solarmodule installiert und etwa 31.000 Tonnen CO? im Jahr eingespart. Zusätzlich dazu wurden etwa 1900 Hektar an Wald aufgeforstet. Außerdem ist der Online-Lottoanbieter Lottoland selbst bereits durch verschiedene Maßnahmen schon heute CO?-neutral und damit ein Vorbild für die Branche.

  • Siemens: Siemens hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu sein. Das Unternehmen plant, seine CO?-Emissionen in den kommenden Jahren erheblich zu reduzieren und gleichzeitig in erneuerbare Energien zu investieren.

  • Deutsche Telekom: Die Deutsche Telekom hat sich ebenfalls das Ziel der Klimaneutralität gesetzt. Das Unternehmen investiert in erneuerbare Energien, Energieeffizienzmaßnahmen und Kompensationsprojekte, um seine Emissionen zu reduzieren.

  • SAP: Der Softwarehersteller SAP hat sich verpflichtet, bis 2025 klimaneutral zu sein. Das Unternehmen arbeitet an der Reduzierung seiner Emissionen und investiert in erneuerbare Energien.

  • DB Schenker: Das Logistikunternehmen DB Schenker hat das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein. Es hat verschiedene Initiativen zur Reduzierung von Emissionen gestartet, wie zum Beispiel den Einsatz von Elektrofahrzeugen und den Ausbau von intermodalen Transportlösungen.
Wie kann ein Unternehmen Klimaneutralität erreichen?
Ein Unternehmen kann Klimaneutralität auf verschiedene Weise erreichen. Und nicht in jedem Fall taugen die genannten Beispiele als Blaupause. Die folgenden Schritte lassen sich aber (fast) immer einleiten, um den eigenen CO?-Fußabdruck weitestmöglich zu verringern und die Umwelt zu schonen.
  • Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse dient nicht nur der Modernisierung und der Beschleunigung, sondern spart auch Unmengen an Papier. Zahlreiche Schriftstücke müssen nicht mehr ausgedruckt werden, sondern werden in rein digitaler Form erstellt, bearbeitet und geteilt.

  • Die Vermeidung von Abfall mag in produzierenden Unternehmen zwar von besonderer Wichtigkeit sein, lässt sich aber auch in der Dienstleistungsbranche realisieren. 

  • Energieeffizienz ist ebenfalls ein wichtiges Stichwort. Durch den Einsatz von Geräten, die technisch auf dem aktuellen Stand sind, kann ein Unternehmen den eigenen Energieverbrauch signifikant senken. Das Stand-by ist in den meisten Fällen Energieverschwendung: Geräte sollten an- oder ausgeschaltet sein.

  • Elektrischer Strom, der aus erneuerbaren Energien wie Wind oder Sonnenlicht erzeugt wird, schont Umwelt und Klima. Je nach Branche und Größe des Unternehmens kann der Strom ganz oder teilweise selber erzeugt werden. So spart man bares Geld. 

  • Wenn alle Möglichkeiten zur Reduzierung von Emissionen ausgeschöpft sind, kann ein Unternehmen Kompensationsmaßnahmen in Erwägung ziehen. Dies beinhaltet die Unterstützung von Projekten zur CO?-Neutralisierung, wie z. B. Aufforstungsprojekten oder erneuerbaren Energien in Entwicklungsländern. Insbesondere Unternehmen mit Fokus auf dem Online-Geschäft sind oft nur indirekt für Emissionen sowie Energie- und Ressourcenverbrauch verantwortlich. Trotzdem lässt sich der CO?-Fußabdruck nicht wegdiskutieren. Auch hier ist Lottoland ein positives Beispiel weit über die eigene Branche hinaus.  
Fakt ist aber auch: Klimaneutralität ist ein kontinuierlicher Prozess, der sich nicht von heute auf morgen abschließen lässt. Die Unterstützung von Mitarbeitenden, Kundinnen, Kunden, Geschäftspartnern und Eigentümern ist ebenfalls entscheidend, um die Klimaneutralität zu erreichen.


     
        
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