Umwelt | Klima, 01.07.2023
Der Klimaschutz und seine absurden Diskurse
Der aktuelle Kommentar von Martin Köppel, Protect the Planet
Während die Klimakrise bereits Realität ist und unaufhaltsam voranschreitet, sind die Diskurse in Deutschland nahezu absurd. Noch immer wird über fossile Heizungen diskutiert, obwohl klar ist: Es ist unverantwortlich, die Umstellung auf nachhaltiges Heizen weiterhin zu verschieben.
Manchmal ist es nicht einfach, hoffnungsvoll für mehr Klimaschutz zu kämpfen. Noch immer soll der energetische Unsinn mit E-Fuels für die Automobilindustrie "technologieoffen" vorangetrieben werden, obwohl wir alle wissen: Für echten und effektiven Klimaschutz taugen sie nicht! Kürzlich hat dies auch Harald Lesch eindrücklich beleuchtet. Gleichzeitig entlarvt die Fernsehsendung „die Anstalt" die zahlreichen Verstrickungen der FDP mit Lobbyist*innen und Klimawandelleugner*innen.
Und noch immer werden Klimaaktivist*innen wie die der Letzten Generation vom Bundeskanzler als "völlig bekloppt" beschimpft und massiv und völlig überzogen kriminalisiert. Dabei ist klar, dass die wahren Kriminellen diejenigen sind, die die Produktion von fossilen Energien erhöhen und weiterhin in die Infrastruktur fossiler Energien investieren! Die Bundesregierung begeht wiederholt Rechtsbruch mit ihrer Untätigkeit angesichts der Klimakrise.
Die Wichtigkeit von zivilem Widerstand
Da wieder einmal versucht wird, die Methode des zivilen Widerstands zu delegitimieren, sollten wir uns noch einmal deutlich vor Augen führen, wie wichtig – und auch erfolgreich – ziviler Widerstand ist und dass das friedliche Aufbegehren gegen moralisches Unrecht ganz zentral für den Erfolg der Bewegungen von Mahatma Gandhi, Martin Luther King oder auch Nelson Mandela war! Und auch beim beinahe unbemerkt vonstatten gegangenen Aus der deutschen Atomkraft zeigt sich der Erfolg jahrzehntelangen zivilen Widerstands von ganz vielen Menschen.
China geht voran
Um weiter an fossilen Projekten festzuhalten, wird oft mit "der Wirtschaft" argumentiert. Doch am Beispiel der Automobilindustrie zeigt sich: Das Verzögern von Klimaschutzmaßnahmen hilft nicht einmal der deutschen Wirtschaft. Bei der Automesse in Shanghai Mitte April wurde sehr deutlich, dass die überwältigende Masse der Elektrofahrzeuge verschiedener chinesischer Hersteller nicht nur in den Ausstellungshallen, sondern auch im alltäglichen Gebrauch angekommen sind. In China wurde inzwischen ein neues Zeitalter eingeläutet und die Dominanz westlicher Autohersteller beendet. Nach dem Abtritt der Weltmarktführerschaft in der Solarenergie an China schon vor Jahren droht nun einer zentralen Säule der hiesigen Wirtschaft dasselbe Schicksal.
Eines ist also klar: Angesichts der sich immer drastischer abzeichnenden Klimakrise und einer Regierung, die noch immer so agiert, als hätten wir noch alle Zeit der Welt, bleibt für uns alle weiterhin viel zu tun. Legen wir also los und machen wir mit voller Kraft weiter!
Dr. Martin Köppel ist Geschäftsführer der Klimaschutzorganisation Protect the Planet. Die NGO setzt sich dafür ein, die Klimakatastrophe zu verhindern und den Planeten lebenswert zu gestalten.
Manchmal ist es nicht einfach, hoffnungsvoll für mehr Klimaschutz zu kämpfen. Noch immer soll der energetische Unsinn mit E-Fuels für die Automobilindustrie "technologieoffen" vorangetrieben werden, obwohl wir alle wissen: Für echten und effektiven Klimaschutz taugen sie nicht! Kürzlich hat dies auch Harald Lesch eindrücklich beleuchtet. Gleichzeitig entlarvt die Fernsehsendung „die Anstalt" die zahlreichen Verstrickungen der FDP mit Lobbyist*innen und Klimawandelleugner*innen.Und noch immer werden Klimaaktivist*innen wie die der Letzten Generation vom Bundeskanzler als "völlig bekloppt" beschimpft und massiv und völlig überzogen kriminalisiert. Dabei ist klar, dass die wahren Kriminellen diejenigen sind, die die Produktion von fossilen Energien erhöhen und weiterhin in die Infrastruktur fossiler Energien investieren! Die Bundesregierung begeht wiederholt Rechtsbruch mit ihrer Untätigkeit angesichts der Klimakrise.
Die Wichtigkeit von zivilem Widerstand
Da wieder einmal versucht wird, die Methode des zivilen Widerstands zu delegitimieren, sollten wir uns noch einmal deutlich vor Augen führen, wie wichtig – und auch erfolgreich – ziviler Widerstand ist und dass das friedliche Aufbegehren gegen moralisches Unrecht ganz zentral für den Erfolg der Bewegungen von Mahatma Gandhi, Martin Luther King oder auch Nelson Mandela war! Und auch beim beinahe unbemerkt vonstatten gegangenen Aus der deutschen Atomkraft zeigt sich der Erfolg jahrzehntelangen zivilen Widerstands von ganz vielen Menschen.
China geht voran
Um weiter an fossilen Projekten festzuhalten, wird oft mit "der Wirtschaft" argumentiert. Doch am Beispiel der Automobilindustrie zeigt sich: Das Verzögern von Klimaschutzmaßnahmen hilft nicht einmal der deutschen Wirtschaft. Bei der Automesse in Shanghai Mitte April wurde sehr deutlich, dass die überwältigende Masse der Elektrofahrzeuge verschiedener chinesischer Hersteller nicht nur in den Ausstellungshallen, sondern auch im alltäglichen Gebrauch angekommen sind. In China wurde inzwischen ein neues Zeitalter eingeläutet und die Dominanz westlicher Autohersteller beendet. Nach dem Abtritt der Weltmarktführerschaft in der Solarenergie an China schon vor Jahren droht nun einer zentralen Säule der hiesigen Wirtschaft dasselbe Schicksal.Eines ist also klar: Angesichts der sich immer drastischer abzeichnenden Klimakrise und einer Regierung, die noch immer so agiert, als hätten wir noch alle Zeit der Welt, bleibt für uns alle weiterhin viel zu tun. Legen wir also los und machen wir mit voller Kraft weiter!
Dr. Martin Köppel ist Geschäftsführer der Klimaschutzorganisation Protect the Planet. Die NGO setzt sich dafür ein, die Klimakatastrophe zu verhindern und den Planeten lebenswert zu gestalten.
Unter "Der aktuelle Kommentar" stellen wir die Meinung engagierter Zeitgenossen vor und möchten damit unserer Rolle als forum zur gewaltfreien Begegnung unterschiedlicher Meinungen gerecht werden. Die Kommentare spiegeln deshalb nicht zwingend die Meinung der Redaktion wider,
sondern laden ein zur Diskussion, Meinungsbildung und persönlichem
Engagement. Wenn auch Sie einen Kommentar einbringen oder erwidern
wollen, schreiben Sie an Alrun Vogt: a.vogt@forum-csr.net
forum Nachhaltig Wirtschaften heißt jetzt forum future economy
forum 01/2026
- Zukunft bauen
- Frieden kultivieren
- Moor rockt!
Kaufen...
Abonnieren...
29
JAN
2026
JAN
2026
VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard for SME)
Gerade jetzt so viel mehr als nur ein ESG-Bericht
Online
Gerade jetzt so viel mehr als nur ein ESG-Bericht
Online
30
JAN
2026
JAN
2026
Perspektive Wohnungsbau in Augsburg und Bayern
Impulse, Herausforderungen und Lösungswege
86159 Augsburg
Impulse, Herausforderungen und Lösungswege
86159 Augsburg
10
FEB
2026
FEB
2026
Anzeige
Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht
Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol
Politik
Zeit - Ressource oder KostenfaktorChristoph Quarchs philosophischer Blick auf Reformstau und notwendige Investitionen in Infrastruktur und Innovationen
Jetzt auf forum:
Rat für Nachhaltige Entwicklung neu berufen
Sperrmüll vs. Entrümpelungsfirma: Wann lohnt sich professionelle Hilfe?
BAUExpo 2026 vom 20. bis 22. Februar in Gießen
CO2-Preis: Bundesregierung sollte zu Koalitionsvertrag stehen


















