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1 Prozent der Weltbevölkerung verfliegt so viel CO2, wie die restlichen 99 Prozent zusammen.

Klimaschutzkampagne konfrontiert Influencer mit ihrem Reiseverhalten

Das Jetset-Leben von Influencern und die damit verbundenen exzessiven Flugreisen verursachen massive klimaschädliche Emissionen. Mit einer groß angelegten Klimaschutzkampagne werden die Prominenten damit nun öffentlich konfrontiert – auf ihren eigenen Kanälen. Dazu launcht die Klimaschutzorganisation myclimate einen intelligenten Bot. Dieser scannt weltweit Flugreisen und generiert daraus Social-Media-Kommentare und das erste Influencer-CO2-Ranking. 

Ranking, Stand 10. Mai 2023 © MyClimateDrake fliegt zum Golfplatz, Taylor Swift jettet 170-mal im Jahr – solche klimaschädlichen «Reisen» wurde bereits mehrfach medial aufgegriffen. Jetzt präsentiert die gemeinnützige Klimaschutzorganisation myclimate ein Tool, das weniger offensichtliche Daten ans Licht bringt: Die 100 größten Influencer reisten im Jahr 2022 eine Strecke von über 8 Mio. Kilometern und verursachten damit CO2-Emissionen von 1.393 Tonnen. Um diese Menge an CO2 zu binden, benötigen 100.000 Bäume mehr als ein Jahr. Das Ranking wird laufend aktualisiert und wurde jüngst um die Auswertung des 1. Quartals 2023 ergänzt.

Der Bot wurde in Zusammenarbeit mit den Web-Developern von Championship Records realisiert. Zum einen werden die Flugbewegungen von Privatjets über öffentliche Flight-Tracker analysiert. Zusätzlich werden Instagram-Posts mit Locationmarkern in Reiserouten übersetzt. Viele Influencer nutzen Standortmarkierungen auf Instagram, um ihre Reisen zu teilen. Der Bot erkennt weltweit Reisebewegungen und kommentiert diese direkt auf den Social-Media-Kanälen der prominenten Vielflieger*innen. Gleichzeitig fließen die Reiseaktivitäten in das «myclimate Carbon Ranking» auf carbontracker.myclimate.org ein. Für das Ranking wurden die Instagram-Profile mit den meisten Followern weltweit und aus Deutschland analysiert. Zusätzlich wurden die Post der reichweitenstärksten Micro-Influencer ausgewertet.  

Die Kampagne will so ein größeres Bewusstsein für klimaschädliches Reiseverhalten schaffen, Alternativen anbieten und zur Verantwortung für die eigenen Emissionen aufrufen. 

 
«Wir nutzen nur Daten, welche die Prominenten selbst veröffentlichen. Wenn ein Champagnerfoto in Las Vegas getaggt wurde und am nächsten Tag der Location-Marker Lloret de Mar anzeigt, springt der myclimate Carbon-Tracker an. Unser ‹Service› besteht in einem automatisierten Posting auf ihrem Twitter- oder Instagram-Profil. Sie werden auf ihren CO2-Ausstoß aufmerksam gemacht und zu unserem Emissions-Rechner weitergeleitet. Dort wird das Reiseverhalten sowohl kritisch hinterfragt als auch eine Spende für Klimaschutzprojekte vorgeschlagen.» sagt myclimate-Marketingleiter Daniel Aregger.
Der myclimate Carbon-Tracker hat über die dazu aufgesetzten Social Media Kanäle auf Twitter (@mcCarbonTracker) und Instagram (@mccarbontracker) bereits zum Start mehrere hundert Social Media Stars wie Paris Hilton, Martin Garrix oder RAHEL mit ihrem Reiseverhalten konfrontiert. 
 
Über myclimate 
Die myclimate Deutschland gGmbH ist eine gemeinnützige Non-Profit-Organisation und Tochtergesellschaft der Schweizer Stiftung myclimate. Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft sowie Privatpersonen will myclimate durch Beratungs- und Bildungsangebote sowie eigenen Klimaschutzprojekten die Zukunft der Welt gestalten. myclimate berät Unternehmen zu integriertem Klimaschutz mit greifbarem Mehrwert, führt CO2-Bilanzierungen von Unternehmen und Events durch, erstellt Ökobilanzierungen von Produkten und bietet die Möglichkeit an, Klimaschutzprojekte zu finanzieren. Die myclimate-Klimaschutzprojekte erfüllen höchste Qualitätsstandards und tragen zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen bei. Darüber hinaus führt myclimate Bildungsangebote für Lernende sowie Unternehmensworkshops durch. 
 
Kontakt: myclimate Deutschland, Sven Focken-Kremer | sven.focken-kremer@myclimate.de | www.myclimate.de


     
        
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