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Nachhaltige Mobilität in Karlsruhe

Karlsruhe hat im Rahmen des Klimaschutzkonzepts der Stadt einen großen Fokus auf die nachhaltige Mobilität gelegt. In diesem Rahmen wurde das Baden-Württemberg Institut für Nachhaltige Mobilität gegründet. Es arbeitet an der Entwicklung von Mobilitätskonzepten mit geringerer Umweltbelastung. Auch unabhängige Mobilitätsunternehmen tragen mit ihren eigenständigen Methoden zu den Zielen des Umweltschutzes bei.

Welche Strategien werden in diesem Rahmen umgesetzt?

Akteure & Ziele der nachhaltigen Mobilität

© Gemma Evans, unsplash.comIn Karlsruhe wird aktuell durch mehrere Institute und Interessenten an einem Strang gezogen, um den Umweltschutz zu verbessern:

  • Sowohl die Regierung auf Landes- und Stadtebene als auch gemeinnützige Institute wie die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur(KEK) arbeiten an der Erweiterung nachhaltiger Maßnahmen der Mobilität.
  • Deutschlandweite Anbieter wie der ADAC tragen ebenfalls zu dieser Entwicklung bei. Sie helfen auch den Dienstleistern, die auf Fahrzeuge angewiesen sind, ihren Service umweltfreundlicher zu gestalten oder für Interessenten leichter auffindbar zu machen.

Eco-Taxis für Karlsruhe

Regionale Taxi-Dienste wie Taxi-Holl und Inge’s Minicar (www.inges24.de/taxi-karlsruhe) wurden Dank ihrer umweltfreundlichen Hybrid- und Elektro-Taxis mit dem Eco-Taxi Zertifikat des ADAC ausgezeichnet.

  • Nur Taxi-Fahrzeuge, die sich an strenge Kriterien halten (weniger als 145 Gramm CO?/km innerorts, wenig Stickstoffoxide und kaum Feinstaub-Ausstoß), erhalten diese Auszeichnung. Dabei wird neben dem Ausstoß von CO? auch das emissionsarme Fahren in einer realitätsnahen Prüfung untersucht.

Baden-Württembergische Expertise für Deutschland

Andersherum helfen die in Karlsruhe und Umgebung entstehenden Bewegungen auch dabei, deutschlandweit zu einer nachhaltigeren Mobilität zu gelangen. An erster Stelle steht dort das Baden-Württemberg Institut für Nachhaltige Mobilität (BWIM).

  • Das BWIM ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss der Mobilitätskompetenzen an Baden-Württembergischen Hochschulen.

Sie arbeiten im Bereich der nachhaltigen Mobilität an der:

  • Weiterbildung,
  • angewandten Forschung,
  • dem Transfer und
  • der Politikberatung.

Dabei vernetzen sie deutschlandweit verschiedene Akteure und agieren als Wissens-, Forschungs-, Kommunikations- und Transfer-Schnittstelle zwischen angewandter Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.

Ziele des BWIM & nachhaltiger Strategien für Karlsruhe

Die Landesregierung Baden-Württembergs hat sich zum Ziel gesetzt, das Bundesland zum Wegbereiter einer modernen und nachhaltigen Mobilität zu machen. Ihre Zielsetzung enthält die folgenden Ansprüche:

  • Weitgehende Umstellung auf erneuerbare Energien der Mobilität bis zur Mitte des Jahrhunderts
  • Förderung und Ergreifen von Chancen der technologischen Entwicklung neuer Mobilitätsformen
  • Eine neue Mobilität, die sowohl umweltverträglich als auch sozial, bezahlbar sowie wirtschaftlich effizient ist und Lebensqualität sichert

Diese Ziele sollen auf verschiedenen Wegen erreicht werden:

  • einer Erhöhung des Anteils von E-Fahrzeugen im Stadtgebiet.
  • einer Reduzierung von Fahrzeugen, insbesondere mit Verbrennungsmotoren.
  • einer höheren Sichtbarkeit und Aufklärung über das Thema.
  • der Vernetzung von Kapazitäten & Wissen und eine effektivere Entwicklung von Innovationen.
  • der Hilfestellung bei der Umsetzung von klimafreundlichen Mobilitätsplänen (z. B. durch Informationsmaterial & Förderungen)

Strategien für eine nachhaltige Mobilität in Baden-Württemberg

Verschiedene Akteure, die den Umweltschutz in der Mobilität unterstützen, bieten die folgenden Dienste und Methoden:

Information

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, das BWIM und gemeinnützige Agenturen wie die KEK sowie viele weitere Stellen bieten viele hilfreiche Informationsmaterialien. Sie werden online, in Beratungsgesprächen und öffentlichen Veranstaltungen vermittelt.

  • Eine gute Quelle ist das Förderprogramm „Gut Beraten!" der Allianz für Beteiligung. Es berät Bürger bei verschiedenen Themen. Einige der Themenschwerpunkte sind die Mobilität, Energie und Klimaschutz.
  • Damit fördert das Land Baden-Württemberg zivilgesellschaftliche Initiativen, die mit Maßnahmen der Bürgerbeteiligung neue Mobilitätskonzepte vor Ort entwickeln und damit zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen möchten.

Förderprogramm B2MM

Das Förderprogramm Betriebliches und Behördliches Mobilitätsmanagement hilft Behörden und Unternehmen bei der Verringerung verkehrsbedingter Belastungen.

  • Hier werden beispielsweise die Kosten für das Errichten von Radunterständen und Radwegen bezuschusst. Auch die Umwandlung von betrieblichen und Landesflotten zu E-Fahrzeugen wird unterstützt.

Personalstellenförderung Nachhaltige Mobilität

Diese Personalstellenförderung ist ein fünfteiliges Förderprogramm. Insgesamt betrifft sie die Kosten für die Einstellung von zusätzlichem Personal für den Ausbau verschiedener Hilfsstellen. Mögliche Bereiche der Bezuschussung umfassen:

  • Koordination Radverkehr
  • Erstberatung Elektromobilität
  • Management Ladeinfrastruktur
  • Koordination Mobilitätsstationen
  • Datenmanagement Fahrzeug-Sharing & Parkraum

Mit mehr Personal soll es ermöglicht werden, die Ziele der nachhaltigen Mobilität effektiver zu erreichen. Die betroffenen Stellen, die dadurch ausgebaut werden, helfen Privatpersonen, Gewerben und Kommunen dabei, verschiedene Strategien umzusetzen; von der Installation von mehr Ladestationen für E-Autos und E-Bikes bis zu mehr modernisierten und sicheren Radwegen.

Fazit

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat es sich zum Ziel gemacht, das Bundesland zum Wegbereiter der nachhaltigen Mobilität zu machen. Deshalb werden dort viele neue Förderkonzepte für diesen Themenbereich entwickelt und unterstützt.

Großstädte wie Karlsruhe sind Zentren für diese Entwicklungen. Hier beteiligen sich etwa die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur oder die Hochschule Karlsruhe durch das Institut für Nachhaltige Mobilität. Auch lokale Unternehmen wie Taxi-Dienste tragen zu dieser Entwicklung bei. Sie setzen unterstützt durch den ADAC und Fördermittel vermehrt auf Elektrofahrzeuge, um ihren Dienst nachhaltig anbieten zu können.

Wer Interesse hat, an dem Umweltschutz teilzunehmen, sollte Dienstleister mit diesem Fokus unterstützen. Zudem bieten Fördermittel auch Privatpersonen und Zivilgesellschaften Hilfe für die Planung und Umsetzung von Strategien der nachhaltigen Mobilität.



     
        
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