Warum sich die Investition in Mitarbeiterzufriedenheit rentiert

Zufriedene Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens. Sie sind motiviert, haben Spaß an ihrer Arbeit, fühlen sich respektiert und bringen das Unternehmen durch ihren Einsatz voran. Eine Investition in die Mitarbeiterzufriedenheit rentiert sich für jeden Arbeitgeber. Wie sich die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigern lässt, welche weiteren Vorteile sich daraus ergeben und warum nachhaltige, umweltbewusste Unternehmen für Arbeitnehmer deutlich attraktiver sind, verrät der nachfolgende Artikel.

Was genau bedeutet Mitarbeiterzufriedenheit?
© Andrea Piacquadio, pexels.comDer Begriff beschreibt die Einstellung eines Arbeitnehmers gegenüber seiner Arbeit. Das schließt folgende Faktoren mit ein:
  • Zufriedenheit innerhalb des Unternehmens
  • Arbeitsplatz
  • eigene Tätigkeit
  • Arbeitskollegen
  • Vorgesetzte
  • Unternehmenskultur
Die Zufriedenheit eines Mitarbeiters ergibt sich meist durch eine unbewusste Bilanzierung. Auf der Soll-Seite stehen die eigenen Vorstellungen, Wünsche und Erwartungen an den Arbeitgeber. Die Ist-Seite spiegelt die wirkliche Situation innerhalb eines Unternehmens wider. Bei einer hohen Kongruenz zwischen Soll und Ist, fällt auch die Zufriedenheit des Mitarbeiters dementsprechend hoch aus.

Welche Vorteile ergeben sich durch die Mitarbeiterzufriedenheit?
Zufriedene Mitarbeiter bauen eine emotionale Bindung zum Unternehmen auf und sind deutlich produktiver. Sie melden sich seltener krank, nehmen Überstunden in Kauf und sind loyal. Je stärker sie sich mit dem Unternehmen identifizieren, desto effizienter repräsentieren sie Botschaft und Kultur des Arbeitgebers. Obendrein tragen glückliche und zufriedene Mitarbeiter essenziell zu einer positiven Stimmung innerhalb des Teams bei.

Innerhalb eines Unternehmens ist die Mitarbeiterzufriedenheit auch für das Recruiting hilfreich. Zufriedene Arbeitnehmer werben selbstständig neue Mitarbeiter an. Das erspart dem Unternehmen die Suche nach geeignetem Personal und schafft zusätzlich zeitliche sowie personelle Ressourcen, die sonst für Neu- oder Nachbesetzung einer Stelle benötigt worden wären.

Inzwischen existieren zahlreiche Online-Jobportale. Dort können Mitarbeiter ihre Erfahrungen mit aktuellen oder ehemaligen Arbeitgebern teilen. Zufriedene Mitarbeiter hinterlassen positive Bewertungen. Das zieht neue Bewerber an. Unzufriedene Mitarbeiter hingegen äußern sich negativ über das Unternehmen und schrecken somit potenzielle Bewerber ab. In einigen extremen Fällen organisieren sich unzufriedene Mitarbeiter und protestieren öffentlich gegen den Arbeitgeber. Auf diese Weise fügen sie dem Unternehmen einen erheblichen Image-Schaden zu.

Durchschnittliche Mitarbeiterzufriedenheit - der aktuelle Stand in Deutschland
Seit dem Jahr 2015 ist das dänische Unternehmen Peacon für Studien zur Mitarbeiterzufriedenheit verantwortlich. Die Studie erfolgt global und mithilfe eines standardisierten Fragebogens. Im Vordergrund steht die Frage: "Würden Sie Ihren Arbeitgeber weiterempfehlen?" Für das Ergebnis wertete Peacon 80 Millionen Antworten aus digitalen Mitarbeiterumfragen aus und berücksichtige additiv 14 Millionen Mitarbeiterkommentare. Befragt wurden Arbeitnehmer aus 160 verschiedenen Ländern.

Besonders alarmierend war das Ergebnis in Deutschland. Laut Peacon gehen hierzulande 23 Prozent der Arbeitnehmer unmotiviert zur Arbeit. Mit diesem Wert ist Deutschland Spitzenreiter und liegt noch deutlich vor den USA. Außerdem belegt die Studie, dass unmotivierte Mitarbeiter häufiger kündigen oder sich krankmelden. (Quelle)

So lässt sich die Mitarbeiterzufriedenheit innerhalb eines Unternehmens steigern
Eine offene Kommunikation zwischen Führungskräften und Arbeitnehmern erhöht die Mitarbeiterzufriedenheit. Angestellte müssen bei Sorgen oder Problemen jederzeit mit ihrem Vorgesetzten sprechen können. Prinzipiell sollten Führungskräfte regelmäßig Feedbackgespräche führen und dabei offen für Kritik der Mitarbeiter sein. Allerdings spricht nicht jeder Angestellte offen mit Vorgesetzten. Deswegen sind schriftliche und anonyme Mitarbeiterbefragungen eine zusätzliche Option. Um die Motivation der Arbeitnehmer zu steigern, erweisen sich zudem Teambuilding-Maßnahmen, Sportangebote, faire Löhne, unbefristete Verträge und Aufstiegsmöglichkeiten als hilfreich.

Besonders attraktiv für Arbeitnehmer sind Unternehmen, die nachhaltig und umweltbewusst agieren. Für 76 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland sollte Nachhaltigkeit beim Arbeitgeber eine entscheidende Rolle spielen. Das ergab eine Studie der Online-Jobplattform Stepstone. Inzwischen suchen 47 Prozent gezielt nach nachhaltigen Arbeitgebern. Ein Drittel wäre sogar bereit, bei einem klimafreundlichen Unternehmen weniger Gehalt zu akzeptieren. Die Studie repräsentiert alle Altersgruppen. Nachhaltigkeit ist demzufolge für alle Generationen gleichermaßen relevant und trägt in Unternehmen maßgeblich zur Mitarbeiterzufriedenheit bei. (Quelle)


     
        
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