Umwelt | Klima, 28.10.2022

Emissionshandel ist wichtiger Klimaschutz-Baustein

EU-Mitgliedsstaaten diskutieren mit dem EU-Parlament und der Europäischen Kommission über die Weiterentwicklung des EU-Emissionshandels

Wenn ab Sonntag, den 6. November 2022, im ägyptischen Scharm el-Scheich die Vereinten Nationen über weltweiten ambitionierten Klimaschutz verhandeln, darf ein Instrument nicht fehlen: der Emissionshandel. Wie sich dieser in der EU entwickelt und welche Erfolge er erzielt hat und welche Weichen die Europäische Union jetzt für mehr Klimaschutz in den Sektoren des EU-Emissionshandels stellen muss, ist Thema des heute veröffentlichten Podcasts des Öko-Instituts. 

"Der Emissionshandel hat mit dazu geführt, dass der Treibhausgasausstoß der europäischen Stromunternehmen und Industriekonzerne zwischen 2005 und 2020 um 40 Prozent gesunken ist", sagt Verena Graichen, Expertin für den EU-Emissionshandel und Gesprächspartnerin im Podcast "Wenden bitte!". "Doch das Instrument ist kein Allheilmittel - vielmehr braucht es weitere, ergänzende Maßnahmen, um das Ziel "Netto-Null bis 2050" zu erreichen: dazu gehören der Ausbau der erneuerbaren Energien ebenso wie die Förderung der Material- und Energieeffizienz sowie weitere Durchbruchstechnologien wie grüner Wasserstoff." 


Emissionshandel im EU-Trilog 
Aktuell diskutieren die EU-Mitgliedsstaaten mit dem EU-Parlament und der Europäischen Kommission im Rahmen des "Fit for 55"-Pakets über die Weiterentwicklung des EU-Emissionshandels (engl.: EU Emissions Trading Scheme, EU ETS). Zur Debatte stehen eine ambitioniertere Obergrenze der zulässigen Emissionen in den ETS-Sektoren, der Schutz europäischer Unternehmen im internationalen Wettbewerb, die Einbeziehung des Seeverkehrs und die Anpassung der Marktstabilitätsreserve, die für einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage bei den Emissionszertifikaten sorgen soll. 

"Die EU-Kommission hat für den Wettbewerbsschutz das neue Instrument des Carbon Border Adjustement Mechanisms, kurz CBAM vorgeschlagen", so Graichen weiter. "Die freie Zuteilung der Emissionszertifikate an die Industrie soll schrittweise zurückgefahren werden. Stattdessen soll bei Importen in die EU ebenfalls ein Preis erhoben werden für die während der Produktion im Ausland emittierte Emissionen." 

Kontakt:  Öko-Institut e.V., Mandy Schoßig | m.schossig@oeko.de | www.oeko.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Naturschutz

Der Mensch als Herr und Meister über die Natur?
Christoph Quarch weist auf das Schöpferische und Kreative im wilden Leben hin
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Virgin Islands Climate Change Trust Fund launched at Global Sustainable Islands Summit in Gran Canaria, marking new era in climate finance innovation for islands

Kreislaufwirtschaft am Bau & Energie für die Zukunft

Gastfreundschaftslektionen aus Südtirol

Städte weltweit fordern eine Beschleunigung des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien

Koalition von Ländern treibt beschleunigte Abkehr von fossilen Energien während Energiekrise voran

Deutsche Umwelthilfe widerlegt Mythos angeblich hoher Systemkosten Erneuerbarer Energien

Die Energiewende ist kein Kostenblock – sie ist ein Gewinnmodell für die Regionen

Aufbruch in Santa Marta

  • circulee GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • NOW Partners Foundation
  • Global Nature Fund (GNF)
  • WWF Deutschland
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • 66 seconds for the future
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • ZamWirken e.V.
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • SUSTAYNR GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen