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Tag des Waldes am 21. März 2022

Immer mehr Wald in Deutschland wird nachhaltig bewirtschaftet

Positive Nachrichten zum deutschen Wald waren in den vergangenen Jahren selten. Litt er doch unter Stürmen, Dürren und Käferbefall. Zum diesjährigen „Tag des Waldes" hält die Waldschutzorganisation PEFC Deutschland eine positive Einschätzung bereit: Der Umbau zu klimastabilen Mischwäldern schreitet voran und auf bereits 77 Prozent der Waldfläche haben sich die Forstbetriebe zum nachhaltigen Wirtschaften verpflichtet.

Als praxisnahes Regelwerk unterstützt der PEFC-Standard für nachhaltige Waldbewirtschaftung Forstbetriebe beim Umbau der Wälder in klimastabile Mischwälder. © PEFCZum internationalen „Tag des Waldes" am 21. März lenkt die Waldschutzorganisation PEFC Deutschland den Blick auf eine erfreuliche Entwicklung: Auf mindestens 77 Prozent der Gesamtwaldfläche nehmen sich private, kommunale und staatliche Forstbetriebe bereits in die Pflicht, nachhaltig zu wirtschaften und dabei über die gesetzlichen Standards hinauszugehen. Die Zahl entstammt der PEFC eigenen Statistik. Danach halten sich Waldbesitzer und Förster auf 8,7 Millionen Hektar (von 11,4 Mio. ha deutschlandweit) an die strengen PEFC-Regeln einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Waldbewirtschaftung. 

Als praxisnahes Regelwerk unterstützt der PEFC-Standard für nachhaltige Waldbewirtschaftung Forstbetriebe beim Umbau der Wälder in klimastabile Mischwälder. © PEFC„Die ersten Auswirkungen des Klimawandels hierzulande machen deutlich, wie dringlich es ist, jetzt den Wald für die nachfolgenden Generationen zu stabilisieren. Der hohe Anteil von Wäldern, die durch eine vorbildliche Nutzung langfristig Schutz erfahren, ist dabei sehr ermutigend", meint Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC Deutschland e.V. Gingen die deutschen Wälder verloren, würden enorme 4,63 Mrd. Tonnen CO2 in die Atmosphäre gelangen – ungefähr die fünffache Menge der jährlichen deutschen Treibhausgasemissionen. Der bedeutendste nachwachsende Rohstoff für Möbel, Inneneinrichtung und Bauwerke wäre regional nicht mehr verfügbar. Auch zahlreiche Erholungsorte gäbe es nicht mehr.

Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer treiben den Umbau der Wälder voran 
Vor der jüngsten Waldkrise lag der im Rahmen von unabhängigen Nachhaltigkeitszertifikaten kontrollierte Waldflächenanteil noch deutlich niedriger. Heute suchen alle, die Wald besitzen, nach fachkundiger Unterstützung. Sie sehen im PEFC-Waldstandard eine Hilfestellung, die ihnen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben hilft. Dazu gehört der Umbau von sogenannten Reinbeständen in Mischwälder, die mit verschiedenen Baumarten dem Klimawandel besser standhalten. Deshalb betont der aktuelle PEFC-Standard die Bedeutung einer vielfältigen Mischung von Baumarten, die auf dem jeweiligen Standort ein wärmeres Klima tolerieren. „Je nach Standort sind zum Beispiel Bergahorn, Traubeneiche, Edelkastanie oder Douglasie geeignet", erklärt Diplom-Forstwirt Dirk Teegelbekkers.

Mehr Informationen auf www.tag-des-waldes.de und www.pefc.de

PEFC
PEFC ist die größte Institution zur Sicherstellung nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem. Holz und Holzprodukte mit dem PEFC-Siegel stammen nachweislich aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Forstwirtschaft.

PEFC Deutschland e.V. wurde 1999 gegründet und entwickelt die Standards und Verfahren der Zertifizierung, stellt der Öffentlichkeit Informationen bereit und vergibt die Rechte am PEFC-Logo in Deutschland. PEFC ist in Deutschland das bedeutendste Waldzertifizierungssystem: Mit über acht Millionen Hektar zertifizierter Waldfläche sind bereits rund drei Viertel der deutschen Wälder PEFC-zertifiziert.
 
Kontakt: PEFC Deutschland e.V., Catrin Fetz | fetz@pefc.de | www.pefc.de

Quelle: PEFC Deutschland e. V.

Umwelt | Naturschutz, 16.03.2022
     
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