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Transparenz maximal: Nachhaltigkeit im Risikomanagement

Die Risikopolitik des Verka-Verbundes sieht einen konservativen Umgang mit allen unternehmensindividuellen Risiken vor.

Als nachhaltig orientierte Pensionskasse mit langjähriger Expertise für betriebliche Altersvorsorge sind wir verlässliche, faire und korrekte Partner für Menschen und Unternehmen. Auf Transparenz legen wir dabei besonderen Wert. In unseren Kernprozessen wie in unseren Ergebnissen. Gegenüber allen Stake- und Shareholdern.

Transparenz gegenüber allen Stake- und Shareholdern
© MystockimagesWir sorgen für maximale Transparenz gegenüber unseren Mitarbeitenden wie auch gegenüber der Öffentlichkeit – insbesondere natürlich für unseren (potenziellen) Kundenkreis und alle relevanten Gremien im Rahmen von Berichts- und Meldepflichten – oft auch darüber hinaus. Die umfängliche Offenlegung unseres Handelns gegenüber allen Stake- und Shareholdern ist für uns selbstverständlich. Dies gilt sowohl für unsere Kernprozesse wie für unsere Arbeit insgesamt und die daraus resultierenden Ergebnisse in den unterschiedlichsten Bereichen.

Diese Transparenz stellen wir auf viel­fältige Weise sicher:
Zusätzlich zu den turnusmäßigen Reports wie etwa den Geschäftsberichten geschieht dies zum Beispiel im Rahmen regelmäßiger individueller Besuche bei unserer Kundschaft. Dazu kommen der Austausch in öffentlichen Diskussionsrunden und regelmäßige Beiträge in unterschiedlichen Publikationen, die Einblick in unsere Strategie und unsere Ergebnisse geben. Last but not least leistet uns unser Online-Auftritt hier gute Dienste. Er informiert verständlich und umfassend über unsere Prinzipien, unser Angebot und unsere Resultate. Wir sind für eine persönliche Kontaktaufnahme immer offen. In diesem Sinne laden wir alle Interessierten ein, uns an unserem Unternehmenssitz in Berlin zu besuchen und sich selbst ein Bild zu machen. Auch sind wir gerne bereit, im Rahmen von Panels, Diskussionen, Fachbeiträgen und Vorträgen unsere Ansätze darzustellen und unsere Expertise einzubringen.

Im Rahmen einer an unseren Nachhaltigkeitszielen ausgerichteten transparenten Berichterstattung erscheint uns ein umfassendes Risikomanagement, welches die verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekte explizit berücksichtigt, besonders wesentlich.

Intensives Risikomanagement in drei Schritten
© Mystockimages, Yuri ArcursUnser Risikomanagement hat die grundsätzliche Aufgabe, frühzeitig alle wesentlichen Risiken zu erkennen, die sich negativ auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage der Verka auswirken können.

Zentrales Ziel des Risikomanagements ist daher die dauerhafte Sicherstellung der Risikotragfähigkeit – auch in Krisensituationen. Die Risikopolitik des Verka-Verbundes sieht einen konservativen Umgang mit allen unternehmensindividuellen Risiken vor. In diesem Sinne gilt im Zweifel das Vorsichtsprinzip Sicherheit vor Ertrag. Selbstverständlich werden hierbei auch die Risiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit beobachtet und gesteuert.

Die Nachhaltigkeitsrisiken steuert das Risikomanagement durch eine möglichst engmaschige Auswertung aller mit Nachhaltigkeit im Zusammenhang stehenden Risiken – vor und nach dem Investitionsprozess. Dazu wird mindestens quartalsweise das gesamte Portfolio des Verka-Verbunds einem Nachhaltigkeits-Screening unterzogen. Dabei werden alle direkt und über Fondsmandate gehaltenen Wertpapiere auf ihre Nachhaltigkeitsratings und mögliche Verstöße gegen unsere ethisch-nachhaltigen Prinzipien untersucht. Wir arbeiten hier mit den Rohdaten eines namhaften Dienstleisters für Nachhaltigkeitsratings zusammen und ergänzen diese durch eigene Daten.

In einem ersten Schritt prüfen wir anhand des Nachhaltigkeits-Screenings die Einhaltung unserer ethisch-nachhaltigen Prinzipien. Verstößt der Herausgeber (Emittent) eines Wertpapiers gegen unsere Ausschlusskriterien (bspw. Korruption, Anwendung der Todesstrafe, Kinderarbeit, Tierversuche, Umweltverschmutzung), wird das entsprechende Investment im Sinne unserer Nachhaltigkeitsstandards veräußert oder gar nicht erst erworben.

In einem zweiten Schritt werten wir anhand des Nachhaltigkeits-Screenings die ESG-Ratings aller Wertpapiere im Portfolio aus. Hierbei wird jedem Wertpapier anhand eines Best-in-Class- Ansatzes ein ESG-Rating zugeordnet. Dazu bewerten wir das Handeln des Emittenten eines Wertpapiers anhand verschiedener Kriterien und setzen dies in Relation zu seinen Branchenkonkurrenten (Peers). Kriterien sind beispielsweise ein sparsamer Ressourcenverbrauch, die Achtung der Rechte von Arbeitnehmer:innen oder die Ehrlichkeit gegenüber Kund:innen. Anschließend werden die so zugewiesenen ESG-Ratings bzw. -Scores in die Klassen Branchenführer, Durchschnitt und Branchenfolger eingeordnet. Wir begrenzen dabei bewusst den Anteil der Branchenfolger auf einen niedrigen einstelligen Prozentbereich. Im Gegensatz zu den Branchenfolgern werden die Branchenführer im Portfolio übergewichtet.

Als letzten, dritten Schritt im Nachhaltigkeits-Screening setzten wir die ESG-Ratings noch in Relation zu den klassischen Kreditratings, welche die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Wertpapiers bestimmen. Das ermöglicht uns, Wertpapiere zu identifizieren, deren Kredit- und ESG-Ratings stark voneinander abweichen. Unser besonderes Augenmerk gilt dabei Wertpapieren, deren ESG-Rating deutlich schlechter als das Kreditrating ausfällt. Dies kann auf eine künftig schlechtere Zahlungsfähigkeit des Herausgebers (Emittent) des Wertpapiers hindeuten, sollte er sein Geschäftsmodell nicht nachhaltiger aufstellen. Erscheint uns das Verhältnis von Chance zu Risiko nicht mehr ausreichend, wird eine Veräußerung des Wertpapiers angestrebt.

Dieses aufwendige Risikomanagement versetzt uns in die Lage, die im Portfolio enthaltenen Risiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit zu identifizieren und bei Bedarf unmittelbar auf ein sich verschlechterndes Nachhaltigkeitsverhalten bei den Herausgebern der Wertpapiere zu reagieren. So können wir sicherstellen, dass wir wirklich nachhaltig anlegen und unser Wertpapierbestand dauerhaft den ­Prinzipien der Nachhaltigkeit entspricht.


Quelle: Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG

Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2022 ist erschienen. Schwerpunkt: Energiewende - Was wäre, wenn? erschienen.



     
        
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