Gibt es jetzt auch nachhaltige Kryptowährungen?

Seit einigen Jahren nimmt das Aufsehen um die weltbekannten Kryptowährungen immer weiter Fahrt auf; jeder will in das Geschäft der digitalen Währungen einsteigen, da sie stets wertvoller werden. Woran das liegt? Wie Gold sind Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Co. ein endliches Gut und somit nur begrenzt verfügbar. Deswegen steigt der Wert derselbigen mit der sinkenden Verfügbarkeit des virtuellen Geldes auf dem freien Markt.

© Mohamed Hassan, pixabay.comInvestoren, welche ein starkes Umweltbewusstsein haben und bei ihren Kapitalanlagen auf die Nachhaltigkeit achten, haben bisher weitläufig den Bereich der Kryptowährungen vermieden, da diese aufgrund diverser Faktoren als äußerst umweltschädlich gelten. Wie das künftig verbessert werden könnte und welche Kryptowährungen bereits auf dem Vormarsch der Nachhaltigkeit unseres Planeten sind, haben wir für Sie zusammengefasst.
 
Proof-of-Stake (PoS) als umweltfreundlichere Alternative
Der Bitcoin, welcher Spitzenreiter auf dem Kryptowährungsmarkt ist und unter anderem bei aktienkauf.at erworben werden kann, arbeitet momentan noch mit der Proof-of-Work Methode zur Validierung von Blöcken in der Blockchain. Hierbei wird Minern, welche ihre Hardware mit einer gewissen Rechenleistung zur Verfügung stellen, um Rätsel zu lösen und neue Blocks zu erstellen, mit Bitcoins entlohnt. Die Festplatten und das andere Equipment der weltweiten Nutzer dieser Methode, welche durch enormen Stromverbrauch neue Bitcoins erzeugen, schaden der Umwelt, aus offensichtlichen Gründen, auf Dauer, weswegen Alternativen für PoW gesucht wurden.

Deswegen entstand das PoS-Konzept im Jahre 2012 und wurde seither immer weiter verbessert. Dabei validieren die Knoten im Netzwerk Blöcke, anstatt sie wie bei PoW zu minen. Hier wählt ein Algorithmus Token aus, welche einen bestimmten Knoten in der Wallet gestapelt hat. Diese sind aus Sicherheitsgründen hinterlegt und konkurrieren automatisch um den folgenden Block in der Chain. Es gilt prinzipiell als deutlich nachhaltiger als Proof-of-Work, da bei diesem Mechanismus nicht ein globales Netzwerk an Computern synchron im Einsatz sein muss, wenn eine Transaktion getätigt wird. Die benötigte hohe Rechenleistung hatte insbesondere dem Bitcoin zuletzt scharfe Kritik eingebracht.

Da die PoS-Methode deutlich umweltschonender ist, ist dies einer der Gründe, weswegen die zweiterfolgreichste Kryptowährung auf dem Weltmarkt, Ethereum, bereits auf den Zug aufgesprungen ist. Auch andere Kryptowährungen wie Cardano arbeiten bereits mit diesem Konzept. Experten erwarten den Wechsel vom Bitcoin zum umweltfreundlicheren Konzept ebenfalls in absehbarer Zeit.

Erneuerbare Energien als Konzept für Bitcoin Mining?
© ColiN00B, pixabay.comKluge Köpfe kamen auf die Idee, den Prozess des Bitcoin-Minings in die Gebiete zu verlagern, in denen überschüssige Energien produziert werden. Vorrangig Wasser- und Kernkraftenergie haben sich als begehrte Energiequellen erwiesen. Wenn dieses Konzept ausgeweitet wird, könnten künftig nur noch erneuerbare Energien für dieses Prozedere verwendet werden, was sich vermutlich bei Minern langfristig durchsetzen würde, da es deutlich günstiger für einen selbst und besser für die Umwelt wäre. Letztlich ist für Experten und Investoren klar, dass der Bitcoin auf kurz oder lang seine Methode ändern muss, um den Bedürfnissen der Gesellschaft nach einem nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen nachzukommen. Ob dies in Form vom Wechsel zu PoS oder die Verwendung von erneuerbaren Energien sein wird, oder eventuell sogar eine ganz andere Methode, bleibt abzuwarten.

Lifestyle | Geld & Investment, 07.01.2022
     
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