82 Leistungen. Ein Vertrag. Ein Preis. Transformation as a Service - Planungssicherheit statt Projekte

Wie investiert man wirklich nachhaltig fürs Alter?

Die Altersvorsorge des Verka-Verbundes

Neben guter Rendite legen immer mehr Menschen Wert darauf, ihr Geld nachhaltig zu investieren. Aber welche Kriterien entscheiden über die Nachhaltigkeit eines Investments für die Altersvorsorge? Als bald 100-jährige Pensionskasse ist die nachhaltige Ausrichtung des Verka-Verbundes eines der Kernelemente der Geschäftsstrategie für Kapitalanlagen und Risikomanagement. Dabei wird kontinuierlich auf eine gesamtheitliche Betrachtung der nachhaltigen Unternehmensphilosophie geachtet, welche soziale, ökologische und ökonomische Ziele glaubhaft umsetzt.

© Verka
Mit Kapitalanlagen die Welt mitgestalten
Jede Art der Geldanlage gestaltet die Welt mit. Dieser Tatsache sind sich mittlerweile auch institutionelle Anleger wie Versicherungsunternehmen bewusst. Verka sieht sich als kirchliche Pensionskasse hier in einer besonderen Verantwortung. Geldanlagen erfolgen unter Berücksichtigung christlicher Werte sozialverträglich, ökologisch und generationengerecht.

Ob für die Altersvorsorge oder andere Ziele – die Möglichkeiten, Geld anzulegen, sind vielfältig: Anleihen, Immobilien, Aktien, Rohstoffe oder Gold und andere. Aber welche Kapitalanlagen sind nachhaltig und gleichzeitig ökonomisch sinnvoll? Bei Rohstoffen einschließlich Gold ist dies nicht gegeben. Die Abbaubedingungen sind aus ethischer Perspektive bedenklich, fehlende laufende Renditen und schwer kalkulierbare Marktschwankungen sprechen zusätzlich gegen diese Formen der Kapitalanlage.

Bei Geldanlagen ein gutes Gewissen zu haben, wird für immer mehr Kunden immer wichtiger.
Die Wahl der geeigneten Geldanlage beginnt mit der Wahl der einmaligen oder regelmäßigen Anlagesumme und der gewünschten Anlagedauer. Anschließend geht es darum, das ökonomische Ziel der Geldanlage (z.B. gewünschtes Renditeziel bei begrenztem Risiko) möglichst gut zu erreichen. Wer sein Geld verantwortlich anlegen will, geht jetzt noch den entscheidenden Schritt weiter und betrachtet die Auswirkungen seiner Investition auf Umwelt und Gesellschaft. Bei einer nachhaltigen Kapitalanlage verbinden sich die Anforderungen „ökonomisch sinnvoll" und „ethisch & nachhaltig". Dabei sind mehrere Aspekte zu betrachten: Ökonomisch sinnvoll bedeutet, die drei Ziele Sicherheit, Liquidität und Rendite – auch magisches Dreieck der Geldanlage genannt – auszubalancieren. Für die Einschätzung, wie ethisch & nachhaltig ein Investment ist, empfiehlt sich der Einsatz der ESG-Kriterien, wie dies auch der Leitfaden für ethisch nachhaltige Geldanlage in der evangelischen Kirche vorsieht. Die Buchstaben ESG beziehen sich auf drei Verantwortungsbereiche von Unternehmen und Staaten mit Bezug zur Nachhaltigkeit. E steht für Environment Governance (Unternehmens- oder Staatsführung). Alle Komponenten zusammen bilden das ethisch-nachhaltige Anlage-Dreieck. Darin können sich die verschiedenen Ziele ergänzen, neutral zueinander verhalten oder konkurrieren. Idealerweise ergänzen sich ökonomische und ethisch- nachhaltige Ziele.

Nachhaltige Kapitalanlagen – was heißt das?
Einen guten Überblick über unterschiedlichen Dimensionen einer nachhaltigen Kapitalanlage liefern die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) für nachhaltige Entwicklung, die die Vereinten Nationen im Jahr 2015 vereinbart haben. Damit existierten erstmals international anerkannte und konkretisierte Ziele für Nachhaltigkeit, welche auch den Bezugsrahmen für nachhaltige Kapitalanlagen darstellen. Die 17 SDGs betonen explizit den Aspekt, dass nachfolgende Generationen die Chance auf ein gutes Leben haben müssen. Selbstverständlich geht es auch bei nachhaltigen Kapitalanlagen darum, möglichst risikoarm eine attraktive Rendite zu erwirtschaften. Deshalb ist es notwendig, mögliche Anlageoptionen auf ihre Auswirkungen hin zu prüfen. Bei der Verka haben wir dafür einen 4-stufigen Anlageprozess etabliert, der sich am Leitfaden für ethisch nachhaltige Geldanlage in der evangelischen Kirche orientiert:
  1. Ausschlusskriterien definieren
    Bei Unternehmen schließen wir aus: Menschenrechtsverletzungen, Kinderar­beit, Umweltverschmutzung, Korrup­tion, kontroverse Waffen und sonstige Rüstungsgüter, Tierversuche für kosme­tische Zwecke, Grüne Gentechnik, Nuk­learenergie, Pornographie, Glücksspiel, Tabakproduktion, Alkoholproduktion (Spirituosen), Kohle und Öl.
    Bei Staaten geht es um: Missachtung demokratischer Rechte, Korruption, Missachtung von Klima­schutz-Standards, Nichteinhaltung der UN-Konvention für Biodiversität, Todes­strafe.

  2. Nachhaltige Investments bevorzugen
    Verka bewertet Unternehmen und Staaten nach den ESG-Kriterien in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Firmen und Länder mit einem höheren ESG-Score werden bei der Anlage bevorzugt.

  3. Fokus auf ethische Investments, die unmittelbar der Förderung der Nachhaltigkeit dienen

  4. Engagement und Dialog mit Unternehmen und Initiativen fördern

Nachhaltig anlegen in der betrieblichen Altersvorsorge
Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden eine nachhaltig orientierte betriebliche Altersversorgung (bAV) anbieten möchten, haben mit Verka einen erfahrenen Partner an ihrer Seite. Gerade Unternehmen, die in ihrer eigenen Unternehmensführung Wert auf Nachhaltigkeit legen, können damit auch in der bAV ihrer ethisch-ökologischen Überzeugung gemäß handeln. Mitarbeitende profitieren im Rahmen des fondsgebundenen bAV-Produktes Balance Flex der Verka von individuellen Gestaltungsmöglichkeiten: Die Beitragshöhe ist nach Wunsch wählbar, die Sparbeitragsgarantie lässt sich flexibel gestalten. Investitionen in Fonds eröffnen zusätzliche Renditechancen, denn der Beitrags-Anteil, der nicht für die Sparbeitragsgarantie benötigt wird, kann in Fonds und ETFs angelegt werden. Aus einer Palette von nachhaltigen Themenfonds kann nach persönlichen Präferenzen ausgewählt werden – von Impact Fonds über nachhaltige Wasserfonds bis zu Klimafonds. Bereits 2018 wurde dem Verka-Verbund von der Verbraucherzentrale Bremen im Rahmen eines Praxistests bei Versicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds des Projektes „Gut fürs Geld, gut fürs Klima" 1) eine transparente und detaillierte Informationstiefe im Hinblick auf die Etablierung von Nachhaltigkeitsstandards bestätigt.


Kontakt: Martin Kummer, +49 (0)30 / 89 79 07- 3 42, Martin.Kummer@verka.de| Barbara Reuther, +49 (0)30 / 89 79 07- 3 60, Barbara.Reuther@verka.de
 
1) Für das Projekt haben sich die Verbraucherzentralen Bremen, Hamburg, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein zusammengeschlossen. 

Quelle: Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG

Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 03/2021 mit Heft im Heft zur IAA Mobility - KRISE... die größte Chance aller Zeiten erschienen.



     
        
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