Jörg Michalek
Gesellschaft | Green Cities, 01.12.2020
Wohnen über dem ALDI Markt
Immobilienprojekte des Discounters in Berlin
Diesen Beitrag von Jörg Michalek, ALDI Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG, finden sie im B.A.U.M.-Jahrbuch 2020 - Nachhaltige Stadt. Unternehmen als Akteure im urbanen Raum.
Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Berlin steigt. Bis 2030 erwartet die Stadt ein Bevölkerungswachstum von rund 300.000 Einwohnern. Das stellt die Stadt ebenso wie ansässige Unternehmen vor
neue Herausforderungen. ALDI Nord reagiert auf die Wohnungsnot und baut in Berlin an insgesamt 30
Standorten sogenannte gemischt genutzte Immobilien. Das heißt konkret: Wohnungen in Kombination
mit ALDI Märkten. Das Ziel ist, insgesamt mehr als 2.000 Wohnungen in der deutschen Hauptstadt
zu schaffen. Davon profitiert auch ALDI, denn für das neue „ANIKo"-Filialkonzept (ALDI Nord Instore
Konzept) benötigt der Discounter geeignete und entsprechend große Standorte. Die neuen Märkte
im ANIKo-Stil sind bis zu 1.400 Quadratmeter groß.
Mit wachsender Bevölkerung steigt der Bedarf an entsprechenden Nahversorgern. Diesem Bedarf will
der Lebensmitteleinzelhändler gerecht werden, um auch weiterhin für die Kundinnen und Kunden als
attraktiver Nahversorger an zentralen, gut erreichbaren Standorten vor Ort zu sein. Die Kombination von
ALDI Märkten und angeschlossenem Wohnraum ist daher eine konsequente und vor allem zukunftsorientierte Lösung. Mit dem neuen Expansionskonzept will ALDI Nord die Stadt Berlin aktiv bei der
Nachverdichtung unterstützen.
Leuchtturmprojekte Neukölln und Lichtenberg
Direkt zum Start der Immobilienvorhaben hat ALDI Nord zwei Leuchtturmprojekte angeschoben, an
denen das Konzept „gemischt genutzte Immobilien" exemplarisch realisiert werden soll. In den Stadtteilen Neukölln und Lichtenberg entstehen in einem ersten Schritt 200 Wohnungen. Weitere fünfzehn
Standorte in der Kombination ALDI Markt und Wohnungsbau befinden sich zudem in konkreter
Planung. Die beiden Leuchtturmprojekte sollen bereits Ende 2020 fertiggestellt und bezugsbereit sein.
Insgesamt sind die Vorhaben Ergebnis einer engen und guten Zusammenarbeit mit den Stadtbezirken und
dem Berliner Senat. Für die einzelnen Projekte finden im Vorfeld intensive Abstimmungsgespräche statt.
Bei jedem Bauvorhaben wird zudem der individuelle Bedarf in den Stadtteilen berücksichtigt. Erfreulich
ist die positive Resonanz, die ALDI Nord auf sein Ansinnen erhalten hat, die Wünsche der Kundinnen
und Kunden in Verbindung mit den städtebaulichen Rahmenbedingungen in Berlin zu berücksichtigen.
Im Fokus der Vorhaben steht der Ansatz, das Einkaufen im Sinne der Kunden so einfach und angenehm
wie möglich zu gestalten – und das in modernen Märkten an den bestmöglichen Standorten. Die
Mischnutzung erzielt Vorteile für alle Beteiligten: Einzelhandelsflächen, Nachverdichtung und dringend
benötigten Wohnraum. So ist die Schaffung von ALDI Märkten in Kombination mit Wohnraum nicht
nur ein Vorteil für ALDI Nord und dessen Kunden, sondern ein Mehrwert für ganz Berlin.
Frau Reiche – es reicht!
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