Garten-PV - Grüner Strom aus eigenem Anbau.

Digitalisierung und Klimaschutz sind kein Widerspruch

Gastkommentar von Stéphane Paté, Senior Vice President & General Manager bei Dell Technologies

Aufgebrauchte Ressourcen, Erderwärmung und wachsende Ungleichheit in vielen Ländern: Wir stehen vor der Frage, zu welchem Zweck wir neue Technologien einsetzen wollen. Und wie wir unseren ökologischen, sozialen und ökonomischen Frieden sichern. Ob die Digitalisierung dabei der Brandbeschleuniger ist, der den Klimaschutz und die Grundrechte untergräbt, oder unabdingbare Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung – darüber wird seit Jahren gestritten. Ich glaube an Letzteres. 

Stéphane Paté ist Senior Vice President & General Manager bei Dell Technologies. © DellNatürlich dürfen wir bei der Diskussion grundlegende Aspekte nicht aus den Augen lassen: Digitale Technologien brauchen Strom. Solange dieser nicht komplett aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, stellt ein hoher Verbrauch ein massives Problem für den Klimaschutz dar. Seltene Erden, Lithium oder Platin, die für den Bau digitaler Geräte und Technologien benötigt werden, sind wertvolle Rohstoffe, mit denen man sorgsam und verantwortungsbewusst umgehen muss. Eine längere Produktlebensdauer und ein geschlossener Recycling-Kreislauf sind schon allein unter diesem Gesichtspunkt absolut wünschenswert. Fakt ist, mehr Energie- und Rohstoffverbrauch, mehr Konsum und mehr Verkehr treiben – wenn wir nicht gegensteuern – die Überschreitung der planetaren Kapazitäten voran. 

Richten wir allerdings die Digitalisierung nachhaltig aus, können wir eine Trendwende einläuten, die Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Wohlstand zusammenbringt. Mit Smart Grids etwa wird eine intelligente Versorgungsstruktur geschaffen, die verschiedene Energieformen automatisch miteinander verbindet und so die Netzeffizienz verbessert. Autonomes Fahren hat in Kombination mit einer intelligenten Verkehrssteuerung das Potenzial, den Straßenverkehr nachhaltiger und sicherer zu machen. In der Landwirtschaft helfen intelligente Sensoren, durch eine präzise Düngung und Wässerung Ressourcen einzusparen. Die industrielle Abwärme, die insbesondere von Rechenzentren erzeugt wird, ist geeignet, um das Defizit in der Fernwärmeversorgung, das durch die Abschaltung der Kohlekraftwerke entsteht, auszugleichen. Künstliche Intelligenz in der Industrie kann den Energiebedarf von Anlagen und Maschinen auf ein Minimum reduzieren. Eine automatisierte Gebäudeüberwachung wiederum vermeidet unnötiges Heizen und Kühlen. Mit digitalen Technologien könnten bis 2030 in Deutschland bis zu 290 Megatonnen CO2-Äquivalent eingespart werden, hat eine Bitkom-Studie errechnet. Das würde etwa 37 Prozent der prognostizierten Treibhausgas-Emissionen des Jahres 2030 entsprechen.

Natürlich ist digitaler Klimaschutz kein Selbstläufer – er muss von den Verbrauchern gelebt, von Unternehmen aktiv betrieben und von der Politik flankiert werden. Nur so lässt sich etwa der „Rebound-Effekt" vermeiden, der eintritt, wenn der Konsum die Umwelt-Vorteile von Innovationen wieder zunichte macht. IT-Hersteller stehen dabei in der Verantwortung, Veränderungen auf globaler Ebene voranzutreiben. Dell Technologies hat sich mit seinem Programm Progress Made Real ein klar definiertes Ziel mit eindeutigen Kennzahlen gesetzt, das das eigene Handeln zum Motor für mehr Nachhaltigkeit macht und sich dabei an den UN-Zielen der Agenda 2030 orientiert. Die Politik zu guter Letzt muss mit der Schaffung eines entsprechenden Rahmens die rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen dafür schaffen, die Digitalisierung in den Dienst einer nachhaltigen Entwicklung zu stellen.  

Digitalisierung und Klimaschutz sind kein Widerspruch – im Gegenteil, sie sind aus meiner Sicht die perfekte Kombination. Digitale Technologien geben uns schon heute die Instrumente an die Hand, um Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftswachstum endlich zusammenzuführen.
 
Über Dell Technologies
Dell Technologies unterstützt Organisationen und Privatpersonen dabei, ihre digitale Zukunft zu gestalten und Arbeitsplätze sowie private Lebensbereiche zu transformieren. Das Unternehmen bietet Kunden das branchenweit umfangreichste und innovativste Technologie- und Services-Portfolio für das Datenzeitalter.
 


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
30
JUN
2026
Circular Tech Hub
Europe’s Largest Tech, Startup & Digital Investment Event
14055 Berlin
28
SEP
2026
Zertifikatskurs „Sustainability Management“
Wir verbinden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit!
95447 Bayreuth
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Digitalisierung

Neues "Mental Operating System" für Social Media und Ki-Systeme
Christoph Quarch plädiert für die Programmierung einer europäischen, humanistischen KI zur Erreichung digitaler Souveränität
B.A.U.M. Insights
Garten-PV - Den besten Stromtarif gibt es im Garten.

Jetzt auf forum:

Stadtgrün gegen Hitze

Biodiversität beginnt vor der Haustür

Erfolgreicher Moor-Mitmachtag mit 100 Freiwilligen

Klimaneutrale Speicherstadt drei Mal erfolgreich bei DGNB Sustainability Challenge

Die Sommer-INNATEX wartet auf mit bekannten Namen und essenziellen Themen

Recht haben reicht nicht

Neue Wege gehen: Die nächste Generation steht bereit

Der Einkauf als Hebel

  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Engagement Global gGmbH
  • NOW Partners Foundation
  • WWF Deutschland
  • SUSTAYNR GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • 66 seconds for the future
  • ZamWirken e.V.
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • TÜV SÜD Akademie