Rückblick auf den CSR-Tag 2020: Wirtschaftskongress im Zeichen des Klimaschutzes

Bei „unternehmerischem Klimaschutz“ geht es vor allem um Innovationen.

Erstens geht es darum, Verantwortung für den ökologischen Fußabdruck des eigenen Betriebs zu übernehmen. Zweitens versteckt sich hinter dem Begriff die Notwendigkeit, klimaschädliche Aktivitäten im eigenen Unternehmen zu vermeiden und die damit verbundenen Risiken im unternehmerischen Planen und Handeln mitzudenken.
 
Podium am CSR-Tag 2020: v.l.n.r.: Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauss (CEO der Fronius International GmbH), Jürgen Schneider, (BMK Sektionschef für Klima- und Umweltschutz), Fred Luks (Publizist und Nachhaltigkeitsexperte) © Severin WurnigBei „unternehmerischem Klimaschutz" geht es nicht nur darum, wie Unternehmen ihre Emissionen und ihren ökologischen Fußabdruck nachhaltig reduzieren können, sondern auch und vor allem um Innovationen. An diesem großen Thema kommt langfristig kein Unternehmen vorbei. Immer mehr Betriebe haben Klimaschutz als wichtiges Asset für wirtschaftlichen Erfolg erkannt. Mit dem 15. CSR-Tag am 21. und 22. Oktober feierte respACT ein „kleines" Jubiläum und beleuchtet die wirtschaftlichen Erfolge und Chancen, die von aktivem Klimaschutz für Unternehmen ausgehen.

Bei der zweitägigen Veranstaltung der führenden Unternehmenspattform für nachhaltiges Wirtschaften in Österreich eröffneten internationale Keynote-Speakers und zwölf Schwerpunkt-Sessions den über 400 Teilnehmenden vielseitige Einblicke in klimafreundliche Unternehmensführung und innovative Geschäftsmodelle. Die Themen reichten von Klimakommunikation und MitarbeiterInnenkultur, Green Finance, Kreislaufwirtschaft, Privat Public Partnerships, Logistik, Energieeffizienz bis zu dem Einsatz von Klimadaten im unternehmerischen Kontext.

respACT-Präsident und CEO Austria bei Saint-Gobain, Peter Giffinger, denkt bei unternehmerischem Klimaschutz an drei Dinge: „Erstens geht es darum, Verantwortung für den ökologischen Fußabdruck des eigenen Betriebs zu übernehmen. Zweitens versteckt sich hinter dem Begriff die Notwendigkeit, klimaschädliche Aktivitäten im eigenen Unternehmen zu vermeiden und die damit verbundenen Risiken im unternehmerischen Planen und Handeln mitzudenken." Drittens beschreibt er das Potenzial, Lösungen zu entwickeln, die zum Klimaschutz beitragen.

In einer Videobotschaft fasst Paul Polman, Gründer und Vorsitzender von IMAGINE sowie ehemaliger CEO des internationalen Großkonzerns Unilever, die essentiellen Learnings aus der Krise für eine nachhaltige Zukunft zusammen. Vor allem unterstreicht er die Möglichkeit, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Im Hinblick auf die Chancen kleinerer Länder Klimaschutz voranzutreiben, sagt er: „I don’t believe in small countries, I believe in small thinking and big thinking. Because small things can have a big influence” und betont Österreichs Potenzial, international eine Vorreiterrolle einzunehmen. Die innovative Industrie, ein hoher Anteil erneuerbarer Energien und große Investments in Forschung & Entwicklung würden Österreich in allen Richtungen wettbewerbsfähig machen.

Die Verantwortung unserer Generation für nachhaltiges Wirtschaften „ohne Kompromisse" stellt R. Edward Freeman, University Professor, The Darden School, University of Virginia, in seiner Keynote in den Mittelpunkt: "We need to be the generation that makes business better, more responsible and more sustainable...for our children.

Reinhard Schneider, Träger des Deutschen Umweltpreises 2019, konfrontiert in seinem Impulsvortrag die Teilnehmenden mit der Frage: „Wie viel Nachhaltigkeit braucht Vertrauen?" Sein Ziel ist es, Nachhaltigkeit erlebbar zu machen. „Ein glaubhaftes Ökoprodukt kann nur von einem Unternehmen stammen, das Nachhaltigkeit konsequent in seinem Handeln umsetzt", ist der Geschäftsführende Gesellschafter der Werner & Mertz GmbH überzeugt.
Klimaschutz gemeinsam bewegen

Weil die globalen Herausforderungen unserer Zeit zu groß sind, um sie alleine bewältigen zu können, braucht es Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen. Für Daniela Knieling, respACT-Geschäftsführerin, „ist es nur gemeinsam möglich, die gegenwärtigen und kommenden Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen." Sie fordert Antworten auf die Klimakrise ein und unterstreicht das enorme Gestaltungs- und Innovationspotenzial, das Unternehmen in diesem Zusammenhang ausschöpfen können.

Anregungen, wie sich Unternehmen noch stärker in Maßnahmen zum Klimaschutz engagieren können, diskutierten am Podium ExpertInnen wie Prof. Dr. Michael Rast, Senior Advisor des Earth Observation Programme, Mag. Dr. Jürgen Schneider, Sektionschef im Bundesministerium für Klima- und Umweltschutz, Mag.a Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauss, CEO von Fronius International, unter der Moderation des Publizisten und Nachhaltigkeitsexperten Fred Luks.

Sponsoren
respACT bedankt sich bei allen Sponsoren, Medienpartnern und Unterstützern des CSR-Tages 2020, darunter den Co-Sponsoren Mondi Group, PALFINGER, Saint-Gobain Austria, VBV-Vorsorgekasse AG und VERBUND AG.

Eine Nachlese finden Sie auf www.csrtag2020.com.
 
Über respACT & den CSR-Tag
respACT - austrian business council for sustainable development ist Österreichs führende Unternehmensplattform zu Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltiger Entwicklung. Der Verein unterstützt seine über 300 Mitgliedsunternehmen dabei, ökologische und soziale Ziele ökonomisch und eigenverantwortlich zu erreichen. Seit 15 Jahren organisiert respACT den Unternehmenskongress für nachhaltiges Wirtschaften, der sich zum Jahreshighlight in der heimischen CSR-Szene etabliert hat.
 
Kontakt: respACT - austrian business council for sustainable development | kommunikation@respact.at | www.respact.at


     
        
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