B.A.U.M.-Jahrbuch: Jetzt kostenlos reinlesen!
Halfar. Starke Taschen | Nachhaltigkeit im Fokus | Recycling-Materialien

Kabinettsbeschluss kann Missstände an großen Schlachthöfen wirksam bekämpfen - jetzt kommt es auf Umsetzung an

Guter Tag für Schutz der Beschäftigten - Landwirtschaftsministerin Klöckner nun am Zug

Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Germanwatch kommentiert die heutigen Beschlüsse des Bundeskabinetts zur Fleischindustrie.

In den Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung werden u.a. möglichst kurze Transportdauern und bessere Transport- und Schlachtbedingungen vorgeschlagen. © BlackRiv, pixabay.com„Heute ist ein guter Tag für den Schutz von Beschäftigten in Deutschland", sagt Reinhild Benning, Landwirtschaftsexpertin bei Germanwatch. "Die Beschlüsse des Kabinetts zu Werkvertragsbeschäftigten an Schlachthöfen können die unwürdige Behandlung von Menschen für Billigfleisch tatsächlich wirksam bekämpfen. Die Fleischindustrie wird ab dem kommenden Jahr endlich selbst zur Verantwortung gezogen für die Bedingungen, unter denen Zehntausende Schlachthofbeschäftigte arbeiten und leben müssen."

"Wichtig ist, dass der Staat streng kontrolliert und auch wirksam ahndet, wenn Arbeitsrechte ausgehebelt werden. Fallen Dumpinglöhne und unwürdige Unterkünfte weg, dann steigen die Kosten für die Fleischindustrie und ihre Exportstrategie, die auf dem Verkauf von billigstem Fleisch fußt, scheitert krachend. Die Exportstrategie auch des Bundeslandwirtschaftsministeriums muss daher beendet werden, begleitet vom Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung. Mit dem aktuellen Gutachten des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung - erstellt unter Vorsitz des ehemaligen CDU-Landwirtschaftsministers Jochen Borchert - liegt dafür bereits ein guter Ansatz vor. Jetzt ist Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gefordert: Sie muss den politischen Rahmen neu gestalten. Die alte Exportstrategie der Fleischindustrie ist gescheitert und muss endlich beendet werden. Es geht um die möglichst regionale Versorgung der Bevölkerung mit Produkten aus sozial und ökologisch akzeptabler Land- und Lebensmittelwirtschaft. Auch auf EU-Ebene muss sich die Ministerin für die Reform der EU-Agrarpolitik für die agrarökologische Erneuerung einsetzen."
 
Kontakt: Germanwatch, Reinhild Benning | benning@germanwatch.org | www.germanwatch.org

Gesellschaft | Politik, 20.05.2020
     
Cover des aktuellen Hefts

Digitalisierung und Marketing 4 Future

forum 03/2020 ist erschienen

  • Digitalisierung
  • VerANTWORTung
  • Green Money
  • Marketing 4 Future
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
21
OKT
2020
CSR-Tag 2020
Grünes Licht für die Wirtschaft – Zukunftsfähig mit Klimaschutz
online
03
DEZ
2020
13. Deutscher Nachhaltigkeitstag
Die Krise als Chance zum ökologischen und sozialen Umbau
40474 Düsseldorf
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Sport & Freizeit, Reisen

Fußball als Kitt der Gesellschaft ist viel systemrelevanter, als Beamten und Behörden glauben.
Christoph Quarch fiebert dem Bundesliga-Start entgegen

Jetzt auf forum:

Trendstudie Neo-Ökologie

Andreas Braun: Nachhaltig investieren – simplified

Peter Carstens: Das Klimaparadox

Dana Thomas: Unfair Fashion

In den Kommunen entscheidet sich die Zukunft…

Mülheim soll „Cradle to Cradle“-Zukunftsstadt werden

Höchste Qualität gehört zum PRIMAVERA Markenkern: Förderprojekt für beste Rohstoffe

Ab 2021 klimaneutral: 1. FC Köln erhält als erster Proficlub das Zertifikat „Nachhaltiger Wirtschaften“

  • PEFC Deutschland e. V.
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • TourCert gGmbH
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG