Ökobilanz

Ein Blick über den Kapselrand

Reparieren statt wegwerfen, Äpfel vom Bauern aus der Region statt aus Neuseeland, loser Kaffee statt Kaffeekapseln! Klingt logisch – aber auf den zweiten Blick ist die Rechnung der Ökobilanz nicht so einfach gemacht. Betrachtet man den gesamten Lebenszyklus, vom Anbau des Rohmaterials bis zur Entsorgung eines Produkts, wird es komplex. Lebenszyklusanalysen sind Berechnungen, die alle Entstehungs-, Nutzungs- und Entsorgungsstufen eines Produkts berücksichtigen. Das gilt auch für Kapselkaffee: um ein ganzheitliches Bild der Ökobilanz zu bekommen, ist eine Analyse der gesamten Wertschöpfungskette notwendig.

© AJEL, pixabay.comKapseln werden vorrangig wegen der Verpackung kontrovers diskutiert. Dabei spielen zahlreiche, auf den ersten Blick nicht sichtbare Faktoren eine Rolle für die Ökobilanz von Kapselkaffee. Laut einer Lebenszyklus Analyse von unabhängigen Experten des Instituts Quantis spielt die Verpackung bei der Gesamtbetrachtung der Ökobilanz nur eine untergeordnete Rolle. Die Art der Kaffeezubereitung und vor allem der Kaffeeanbau haben deutlich mehr Einfluss. Zudem muss in Bezug auf den CO2-Fußabdruck auch der Transport und die Verarbeitung der Kaffeebohnen berücksichtigt werden. Optimierte Abläufe in der gesamten Produktionskette sind hier wichtig, um direkt in der Wertschöpfungskette eines jeden Unternehmens einen CO2-Ausgleich zur erreichen, beispielsweise durch umweltfreundlichere Energien oder modernere Techniken.

Keine Ressourcenverschwendung mit portionierten Systemen
Durch den präzisen Ressourceneinsatz von Wasser und Kaffeepulver bieten portionierte Systeme Vorteile gegenüber anderen Zubereitungsmethoden. Durch die genaue Dosierung wird immer nur genau so viel Wasser und Kaffee eingesetzt, wie für eine Tasse Kaffee benötigt wird. Zudem wird weniger Kaffee weggeschüttet, da immer nur so viele Tassen zubereitet werden, wie gewünscht sind – ein weiterer wichtiger Baustein für eine gute Ökobilanz.

Recyclingfähigkeit beeinflusst Ökobilanz positiv
Wenn Produkte recycelt werden können, wirkt sich das positiv auf die Ökobilanz aus. Kapseln aus Aluminium wie von Nespresso werden von modernen Sortieranlagen besonders gut erkannt und finden in zahlreichen Produkten ein zweites Leben. Nespresso hat seine Kapseln bereits 1993 freiwillig beim Grünen Punkt lizenziert. Sie können ganz bequem über den Gelben Sack, die Gelbe Tonne, die Wertstofftonne oder über Wertstoffsammelstellen dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. Konsumenten können ihren Beitrag leisten, indem sie die Kaffeekapseln nach Gebrauch auf diesem Weg recyceln.
© Quelle: Nespresso, Quantis
Nespresso engagiert sich schon beim Anbau – und darüber hinaus
Das Gesamtbild im Blick, gründete ­Nespresso 2003 mit der Rainforest Alliance ein eigenes Kaffeeanbauprogramm, in dem heute über 75.000 Kaffeebauern in zwölf Ländern nachhaltigen Qualitätskaffee anbauen. ­Nespresso bezieht mittlerweile über 90 Prozent seines Kaffees über das Programm, bis 2020 sollen es 100 Prozent sein. Nespresso hat zudem verschiedene Maßnahmen entlang der gesamten Produktionskette etabliert, um die Ökobilanz zu verbessern. Deutschlandweit werden alle Nespresso Standorte mit grünem Strom versorgt, in der Schweiz werden bis 20 Prozent Energie pro Jahr durch moderne Rösttechniken eingespart.

So steht hinter jeder Nespresso Kapsel ein umfassendes Nachhaltigkeitsprogramm von der Kaffeekirsche bis zum Recycling. Schaut man sich den gesamten Lebenszyklus an, können portionierte Systeme insgesamt eine bessere Ökobilanz haben als Kaffee aus Vollautomaten oder Filterkaffee haben – insbesondere, wenn wie bei Nespresso der Kaffee nachhaltig angebaut und ressourcenschonend verarbeitet wird und die Kapseln gut recycelt werden können.

Mehr zum Recycling und zum umfassenden Nachhaltigkeitsengagement von Nespresso unter www.nespresso.com/de/de/thepositivecup

Quelle: Nespresso Deutschland GmbH

Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2018 - Frauen bewegen die Welt erschienen.



     
        
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