Für ein neues Zeitalter von Unternehmertum?! - Wege in ein Resonanz-Unternehmertum. 11. bis 13. Juni 2024

Was nachhaltige Mode so wichtig macht

Nicht nur das Angebot muss stimmen, auch die Nachfrage ist wichtig.

Nachhaltige Mode - davon ist immer mehr in den Medien zu hören und namhafte Modehersteller werben für ihre nachhaltige Bekleidung. Doch was versteckt sich hinter dem Begriff? Was ist nachhaltige Mode und was sind die Vorteile für Umwelt und Verbraucher?

Nachhaltige Mode - wie sich das Bewusstsein der Verbraucher verändern muss
Das Wort Nachhaltigkeit gräbt sich immer mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft ein. Gemeint ist damit, dass Rohstoffe angebaut, geerntet oder gewonnen werden, ohne dass die Umwelt darunter leidet, ohne dass Menschen und ihre Arbeitskraft ausgebeutet werden und das Schad- und Giftstoffe in Umlauf gelangen. Doch auch das Verantwortungsbewusstsein der einzelnen Verbraucher ist ein wichtiger Punkt, denn natürlich ist nicht alles was in den Läden der Fußgängerzone oder im Einkaufszentrum erhältlich ist auch nachhaltig. Hier gilt es auf Etiketten zu achten und vielleicht auch den einen oder anderen Euro mehr zu investieren – denn schließlich wurden die Kleidungsstücke nicht in Sweatshops in Bangladesch hergestellt, sondern unter dem Gesichtspunkt des Mindestlohnes in heimischen Fabriken.

Die "Organic Collection" von ragwear, die bei Peek & Cloppenburg zu finden ist, wirkt der Billigkleidung entgegen und setzt auf hochwertige, nachhaltige und langlebige Stoffe.

Neben Ragwear setzen unter anderem auch folgende Modemarken auf Nachhaltigkeit:

  • Armedangels
  • Greenality
  • Bleed
  • Lanius
  • Hessnatur
  • Grüne Erde

Naturfasern und strenge sozialen Standards in der Produktion sind hier garantiert. Doch nicht nur das Angebot muss stimmen, auch die Nachfrage ist wichtig. Der Verbraucher muss Abstand nehmen von der "schnellen" Mode. Die aktuelle Kleidung muss nicht nach ein paar Monaten in der Altkleidersammlung verschwinden, weil sie "out" ist. Je länger Kleidung getragen wird, desto verträglicher ist dies für die Umwelt, da weniger neue Kleidungsstücke hergestellt werden müssen und weniger Müll entsteht.

Was ist nachhaltige Mode?
Nachhaltige Mode wird also zum einen unter seriösen Arbeitsbedingungen hergestellt. Das heißt, keine vietnamesischen Mitarbeiterinnen, die pro Kleidungsstück einen verschwindend geringen Betrag erhalten und daher viele Stunden am Tag nähen müssen, damit sie ihre Familien ernähren können. Menschen aus armen Ländern, Schwellenländern oder Entwicklungsländern werden für die Herstellung dessen was wir als die neueste Kollektion und das Nonplusultra in unserem Kleiderschrank bezeichnen nicht ausgebeutet – ein wichtiges Kriterium, damit Mode nachhaltig wird.

Doch nicht nur soziologisch gesehen müssen Bedingungen eingehalten werden. Auch die Rohstoffe der Kleidung müssen aus nachhaltigem Anbau stammen. Baumwolle aus Europa, unter fairen Bedingungen gepflanzt und geerntet, Modalfasern aus dem Rohstoff der Buchenrinde oder Farbstoffe zum Einfärben der Kleidung, die nicht oder nur wenig zu Lasten der Umwelt gehen bestimmen, welches Kleidungsstück nachhaltig ist und welches nicht.

Was nachhaltige Kleidung so wichtig macht
Niemand möchte ernsthaft Kleidung tragen, die vielleicht sogar von Kindern, zumindest aber doch von Arbeitern hergestellt wurde, die dafür ausgebeutet werden. Das Leiden anderer, die aufgrund ihrer Lebensumstände für wenig Geld viele Stunden harte Arbeit verrichten, darf nicht unserem Stilbewusstsein und unserer Modebranche zugrunde liegen.

Wer nicht auf nachhaltige Mode setzt, spart zwar für den Augenblick Geld, doch langfristig gesehen schaden wir so unserer Umwelt und auch uns selbst. Die Schadstoffe aus den Fabrikschornsteinen in den Schwellenländern, in denen es keine großen Umweltauflagen gibt, gelangen in die Atmosphäre und das was wir am Körper tragen kann aufgrund chemischer Färbemittel oder Weichmacher Allergien auslösen.

Fazit: Von nachhaltiger Kleidung profitiert jeder
Vor allem auch der Geldbeutel, denn die hochwertigen Klamotten sind nicht nach ein paar Monaten zerschlissen und müssen ersetzt werden. Verbraucher, Umwelt und Konsumenten - nachhaltige Mode geht jeden etwas an, den jeder profitiert davon.


Lifestyle | Mode & Kosmetik, 01.02.2018

     
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