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Lebensmittelabfälle in Hotels durch Futouris-Projekt deutlich reduziert

Aktion in drei Ländern, sieben Hotels und elf Restaurants

Mehr Beiträge unseres Partners Futouris finden Sie in der Ausgabe 4/2017 von forum Nachhaltig Wirtschaften, darunter ein Portrait und ein Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Harald Zeiss.
Rund 400 Kilogramm weniger Lebensmittelabfall pro Woche und bis zu 26.500 Euro reduzierte Betriebskosten pro Saison und Hotel: So lautet das Abschlussergebnis des Projekts „Lebensmittelverschwendung vermeiden".
 
Rund 400 Kilogramm weniger Lebensmittelabfall pro Woche und bis zu 26.500 Euro reduzierte Betriebskosten pro Saison und Hotel: So lautet das Abschlussergebnis des Projekts „Lebensmittelverschwendung vermeiden". Bei dem Projekt hatten die Mitgliedsunternehmen der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e.V. in Zusammenarbeit mit United Against Waste e.V. Lebensmittelabfälle in Partnerhotels auf Rhodos, in Kalabrien und in der Türkei analysiert und deutlich reduziert.
 
Tellerreste sind ein Grund für hohe Lebensmittelabfälle in Hotels, Foto: FutourisSchätzungen zufolge werden jährlich rund ein Drittel aller Lebensmittel weggeworfen. Allein in Deutschland entstehen in Hotels jedes Jahr 200.000 Tonnen Lebensmittelabfälle. Ziel von Futouris war es, mit dem Projekt „Lebensmittelverschwendung vermeiden" beispielhaft an ausgewählten Urlaubsorten im Mittelmeerraum gegen diese Verschwendung vorzugehen.
 
Dafür war 55 Wochen lang ein Team in insgesamt drei Ländern, sieben Hotels und elf Restaurants unterwegs. Teilnehmende waren Partnerhotels der Futouris-Mitglieder DER Touristik, FTI Group, ÖGER TOURS, Thomas Cook und TUI.
 
Zunächst wurden in den Hotels alle anfallenden Lebensmittelabfälle in der Küche gesammelt und in Abfälle aus dem Lager, Produktionsabfall, Überproduktion und Tellerrücklauf sortiert. Mithilfe eines Abfall-Analyse-Tools wurden die Abfallmengen systematisch gemessen und auf Grundlage der Messergebnisse Einsparpotenziale in den jeweiligen Bereichen ermittelt.
 
Kleinere Behälter am Buffet reduzieren Lebensmittelabfälle, Foto: FutourisIn einer zweiten Phase entwickelten die Hotelmitarbeiter, vom Hoteldirektor bis zum Küchenchef, gemeinsam mit United Against Waste und Futouris Abfallvermeidungs-Maßnahmen und setzten diese sofort um. Größte Herausforderung dabei stellte das in allen teilnehmenden Hotels übliche All-Inclusive-Konzept dar, welches zu überdurchschnittlich hohen Teller-Rückläufen führt.
 
Gemeinschaftsprojekt spart Lebensmittelabfälle und senkt Betriebskosten
Das Ergebnis des Projekts überzeugt: In den teilnehmenden Hotels wurden durch die umgesetzten Maßnahmen – wie kleinere Behältnisse oder Life-Cooking-Stations – Lebensmittelabfälle erheblich reduziert. In der Spitze konnte ein Hotel beim Mittagessen die Lebensmittelabfälle um 61,5 Kilogramm senken, was einer Einsparung von 40 Prozent entspricht. Ein anderes teilnehmendes Hotel konnte die Abfälle beim Abendessen um 106 Kilogramm pro Woche verringern.
 
Das entspricht einer Einsparung von 21 Prozent.
Tellerrückläufe in den Hotelküchen werden untersucht, Foto: Futouris„Mit ihrem Engagement schonen die Hotels nicht nur die Umwelt. Sie sparen auch erheblich Betriebskosten, weil weniger Lebensmittelabfälle reduzierte Ausgaben bedeuten", erläutert der Futouris-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Harald Zeiss. Konkret sparte ein Hotel aufgrund verringerter Waren- sowie Entsorgungskosten Geld in Höhe von bis zu 26.500 Euro pro Saison.
 
Für die breite Implementierungsphase im kommenden Jahr planen die Mitgliedsunternehmen von Futouris, das Thema „Nachhaltiges Speisenangebot im Urlaub" mit speziellem Fokus auf Reduzierung von Lebensmittelabfällen in weiteren Hotels umzusetzen und großflächig in der Branche zu verankern.

Futouris
Das natürliche und kulturelle Erbe unserer Welt bewahren und den Tourismus nachhaltiger gestalten – dafür steht die 2009 gegründete Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e.V. Gemeinsam entwickeln die bei Futouris engagierten Unternehmen Modellprojekte und Innovationen, die für mehr Verantwortung und Nachhaltigkeit im Tourismus stehen. Mitglieder des gemeinnützigen Vereins sind Mittelständler und Marktführer, nationale wie internationale Unternehmen – was sie vereint, ist ein gemeinsamer Spirit. Sie wirken nicht nur vor Ort in den Destinationen, sondern setzen die Ergebnisse auch im eigenen Unternehmen in die Praxis um. Um die höchsten Standards bei der Qualifizierung der weltweit aufgestellten Projekte zu gewährleisten, wird Futouris von einem international besetzten Wissenschaftsbeirat unterstützt, der beratend bei der Projektentwicklung mitwirkt und die Projekte akkreditiert. Der Deutsche ReiseVerband (DRV) sowie der Österreichische Reiseverband (ÖRV) unterstützen die Ziele von Futouris und engagieren sich aktiv im Rahmen einer Schirmherrschaft.

Kontakt: Futouris e.V. | info@futouris.org | www.futouris.org


Quelle: Futouris---Tourismus.-Gemeinsam.-Zukunftsfaehig

Lifestyle | Sport & Freizeit, Reisen, 09.01.2018
     
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